0

Leipzig | Museum der bildenden Künste: Caspar David Friedrich Friedrichs Landschaftsmalerei und die Düsseldorfer Malerschule

Caspar David Friedrich, Lebensstufen, Detail, um 1834, Öl/Lw, 72,5 x 94 cm (Museum der bildenden Künste, Leipzig, Foto: InGestalt Michael Ehritt)

Caspar David Friedrich, Lebensstufen, Detail, um 1834, Öl/Lw, 72,5 x 94 cm (Museum der bildenden Künste, Leipzig, Foto: InGestalt Michael Ehritt)

Caspar David Friedrich (1774–1840), heute der berühmteste Maler der deutschen Romantik, geriet im Laufe der 19. Jahrhunderts in Vergessenheit. Zu Lebzeiten stand Caspar David Friedrich in einer spannungsvollen Beziehung zu den Vertretern der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Der künstlerische Austausch war von Gegensätzen und Kritik, aber auch von erstaunlichen Korrespondenzen geprägt. Mitte der 1830er Jahre geriet Friedrichs Werk zunehmend in den Schatten der Düsseldorfer Malerschule, die mit ihrer Landschaftsmalerei national und international erfolgreich wurde.

Caspar David Friedrich in Leipzig

Die rund 120 Werke umfassende Ausstellung präsentiert den aufkommenden Geschmackswandel von der Romantik bis zu den Anfängen des Realismus. Die Ausstellung fragt erstmals nach den Gründen für diesen Wandel des Geschmacks. Erstmals tritt die sächsische Landschaftsmalerei in einen Dialog mit den Werken der Düsseldorfer Malerschule.

Etwa 60 Werke Friedrichs werden gemeinsam mit den Arbeiten seiner Dresdener Malerfreunde wie Carl Gustav Carus (1789–1869), Ludwig Richter (1803–1884) und Ernst Ferdinand Oehme (1797–1855) präsentiert. Ihnen gegenübergestellt werden Hauptwerke der Düsseldorfer Vertreter Carl Friedrich Lessing (1808–1880), Andreas Achenbach (1815–1910, → Andreas Achenbach: Landschaftsmalerei aus Düsseldorf) und Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863).

Eine Ausstellung des Kunstpalastes, Düsseldorf, und des Museums der bildenden Künste, Leipzig: Düsseldorf | Museum Kunstpalast: Caspar David Friedrich
Kuratiert von Bettina Baumgärtel, Kunstpalast, Düsseldorf, Jan Nicolaisen, Museum der bildenden Künste, Leipzig.

Leipzig, Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Malerschule: Bilder

  • Caspar David Friedrich, Frau vor der auf- oder untergehenden Sonne, um 1818, Öl/Lw, 22 × 30,5 cm (Museum Folkwang, Essen © Museum Folkwang Essen – ARTOTHEK)
  • Caspar David Friedrich, Frau am Fenster, 1822, Öl/Lw, 44 × 37 cm (Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: Jörg P. Anders)
  • Caspar David Friedrich, Felsenriff am Meeresstrand, 1824, Öl/Lw, 22 × 31 cm (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, © Gnamm – ARTOTHEK)
  • Caspar David Friedrich, Lebensstufen, um 1834, Öl/Lw, 72,5 × 94 cm (Museum der bildenden Künste, Leipzig, Foto: InGestalt Michael Ehritt)
  • Caspar David Friedrich, Das Riesengebirge (vor Sonnenaufgang), um 1830–1835, Öl/Lw, 72 × 102 cm (Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: Andres Kilger)
  • Georg Friedrich Kersting, Caspar David Friedrich in seinem Atelier, um 1812, Öl/Lw, 53,5 × 41 cm (Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: Jörg P. Anders)
  • Carl Gustav Carus, Die Kahnfahrt auf der Elbe bei Dresden (Ein Morgen auf der Elbe), 1827, Öl/Lw (Düsseldorf, Kunstpalast © Kunstpalast – Foto: ARTOTHEK)
  • Carl Gustav Carus, Die Kahnfahrt auf der Elbe bei Dresden (Ein Morgen auf der Elbe), 1827, Öl/Lw (Düsseldorf, Kunstpalast © Kunstpalast – Foto: ARTOTHEK)
  • Carl Friedrich Lessing, Zwei Jäger (Die Freunde Lessing und Schirmer), 1841, Öl/Lw, auf Holz (Düsseldorf, Kunstpalast © Kunstpalast, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK)
  • Ernst Ferdinand Oehme, Bergkapelle im Winter, 1842, Öl/Lw, 78 × 110 cm (Privatsammlung © Sasa Fuis/ VAN HAM Kunstauktionen GmbH&Co. KG)

Beiträge zu Caspar David Friedrich

16. Mai 2021
Karl Hagemeister, Weißer Mohn, Detail, 1881 (© Landesmuseum Hannover)

Hannover | Landesmuseum Hannover: Im Freien. Von Monet bis Corinth Freilichtmalerei von 1820 bis 1930

15. Mai 2021
Caspar David Friedrich, Kreidefelsen auf Rügen, Detail, 1818, Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm (Kunst Museum Winterthur © Kunst Museum Winterthur)

Schweinfurt | Museum Georg Schäfer: Caspar David Friedrich und die Vorboten der Romantik

Caspar David Friedrichs Landschaften und ihre Vorbilder im 17. und 18. Jahrhundert stehen im Zentrum dieses Ausstellungsprojekts - in Kooperation mit dem Kunst Museum Winterthur (Sommer/Herbst 2023).
15. Mai 2021
Caspar David Friedrich, Der Abend, Detail, vor 1820/21, Öl auf Holz, 22,5 x 31,2 cm (Museum Georg Schäfer, Schweinfurt © Museum Georg Schäfer, Schweinfurt)

Winterthur | Kunst Museum Winterthur: Caspar David Friedrich und die Vorboten der Romantik

Caspar David Friedrichs Landschaften und ihre Vorbilder im 17. und 18. Jahrhundert stehen im Zentrum dieses Ausstellungsprojekts - in Kooperation mit dem Museum Georg Schäfer in Schweinfurt (Sommer/Herbst 2023).

Aktuelle Ausstellungen

15. Juni 2021
René Magritte, La préméditation [Vorsatz], Detail, 1943, Öl/Lw, 55 x 46 cm, unten rechts signiert „Magritte“ (Privatsammlung © Photothèque R. Magritte / Adagp Images, Paris, 2021)

Paris | Musée de l’Orangerie: Magrittes Renoir-Periode „Surrealismus in vollem Sonnenlicht“ als künstlerischer Befreiungsschlag

René Magritte gehört heute zu den berühmtesten Künstlern des Surrealismus. Doch die so genannt „Renoir Periode” zählt zu den unbekannten Seiten des belgischen Malers. Zwischen 1943 und 1947 arbeitete der sonst so fast altmeisterlicher Technik malende Künstler im Stilidiom des Impressionismus unter Einbezug einer Farbharmonie, für die Pierre-Auguste Renoir berühmt geworden ist.
6. Juni 2021
James Ensor, Der tote Hahn, 1894 (Kunsthalle Mannheim)

Mannheim | Kunsthalle Mannheim: James Ensor

James Ensor in der Kunsthalle Mannheim 2021 zu den Motivkreisen Selbstbildnis – Maske – Tod – Stillleben, incl. Grafikmappe „La Gamme d'Amour“ & 93 Einzelblättern.
2. Juni 2021
Paul Signac, Saint-Tropez. Fontaine des Lices, 1895, Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm (Privatsammlung)

Paris | Musée Jacquemart-André: Paul Signac Farbige Harmonien des „Apostels“ des Neoimpressionismus

Paul Signac im Musée Jacquemart-André gibt einen aufschlussreichen Überblick zum Werk des französischen Malers, Aquarellisten und Tuschezeichners.