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Louvre: Leonardo da Vinci Mona Lisa, Felsgrottenmadonna, Belle Ferronnière, Hl. Johannes der Täufer, Hl. Anna selbdritt

Leonardo, La belle Ferronnière, Detail, 1495–1499, Öl auf Holz, 62 x 44 cm (Paris, Musée du Louvre)

Leonardo, La belle Ferronnière, Detail, 1495–1499, Öl auf Holz, 62 x 44 cm (Paris, Musée du Louvre)

Das Jahr 2019 hat eine besondere Bedeutung für den Louvre, der mit seinen fünf Gemälden und 22 Zeichnungen die weltweit größte Sammlung von Werken Leonardo da Vincis besitzt: die „Felsgrottenmadonna“ (erste Fassung), die „Belle Ferronnière“, die „Mona Lisa“, der „Hl. Johannes der Täufer“ und die „Hl. Anna selbdritt“ (→ Leonardo da Vinci: Werke). Die „Mona Lisa“ wird während der Sonderausstellung in jenem Saal bleiben, in dem sie normalerweise ausgestellt ist.

ACHTUNG! Für die Ausstellung „Leonardo da Vinci“ gibt es Tickets mit Zeitfenstern!

Leonardo im Louvre 2019

Die Leonardo-Ausstellung konfrontiert die vier bedeutenden Gemälde und Zeichnungen des Louvre mit Werken, Bildern wie Skulpturen, aus dem Umfeld Leonardos. Dabei soll gezeigt werden, aus welch einzigartigen Perspektive er an die Malerei heranging, nannte er sie doch in seinen Schriften „die Wissenschaften der Malerei“. Sein Ziel war nicht mehr und nicht weniger als die Gemälde mit Leben zu erfüllen.

Ausgangspunkt für die Präsentation der „Leonardos“ ist ein zehnjähriges Forschungsprojekt, im Rahmen dessen alle Leonardo-Gemälde des Louvre neu untersucht sowie drei von ihnen restauriert wurden. Dadurch konnte ein besseres Verständnis der künstlerischen Praxis und der Maltechnik von Leonardo da Vinci erzielt werden. Zudem wurden einmal mehr alle Archivalien durchgesehen, um Leonardos Biografie zu klären (→ Leonardo da Vinci: Biografie). Sowohl als Mensch wie auch als Künstler nahm sich der Florentiner außergewöhnlich viele Freiheit – und sie wurden ihm auch zugestanden.

Kuratiert von Vincent Delieuvin, Chefkurator Malerei, und Louis Frank, Chefkurator Grafik, Musée du Louvre.

Quelle: Pressetext

 

Louvre: Leonardo da Vinci: Bilder

  • Leonardo da Vinci, Felsgrottenmadonna, erste Fassung, 1483–1486, Öl/Holz/Lw, 199 x 122 cm (Louvre, Inv.-Nr. 777)
  • Leonardo da Vinci, La Belle Ferronnière, 1495–1499, Öl/Holz, 63 x 45 cm (Louvre, Inv.-Nr. 778)
  • Leonardo da Vinci, Mona Lisa, Porträt von Lisa Gherardini, Ehefrau von Francesco del Giocondo, um 1503–1519, 77 x 53 cm (Louvre, Inv.-Nr. 779)
  • Leonardo da Vinci, Hl. Anna Selbdritt, um 1503–1519, Öl/Holz, 168 x 130 cm (Louvre, Inv.-Nr. 776)
  • Leonardo da Vinci, Hl. Johannes der Täufer,

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5. August 2017
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Leonardo, Landschaft von Arno und Flusstal, datiert 5. August 1473 Erste „realistische“ Landschaftszeichnung der mitteleuropäischen Kunst?

Am 5. August 1473 datierte der 21-jährige Leonardo da Vinci (1452–1519) diese berühmte Landschaftszeichnung aus den Uffizien. Sie zeigt das Arno-Tal, jener Flusslauf, an dem Leonardo in Vinci zur Welt gekommen war. Das Dorf Vinci befindet sich im unteren Arno-Tal, nördlich von Empoli. Leonardo wurde am 15. April 1452 auf einem Bauernhof in Anchiano geboren. Bis heute prägen sanfte Hügel, Weinberge und Olivenhaine die Umgebung am Fuße des Monte Albano, und es scheint sich der Maler wenig von der Landschaft seiner Kindheit für seine späteren Gemälde abgeschaut zu haben.

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16. Mai 2019
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Das Germanische Nationalmuseum erwarb 1982 aus dem Nachlass des Künstlers 26 von ursprünglich 32 Skizzenbücher. Die Hefte datieren von 1904 bis 1913/1914 und enthalten 603 Zeichnungen auf 523 Blättern. Die Ausstellung zeigt Motivreichtum und die vielfältigen Werkbezüge der Skizzen und Zeichnungen zu den Gemälden von Franz Marc.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.