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Zürich | Kunsthaus: Ausstellungen 2021 Welche Ausstellungen zeigt das Kunsthaus Zürich 2021?

Kunthaus Zürich Ausstellungen 2021

Kunthaus Zürich Ausstellungen 2021

Das Kunsthaus Zürich eröffnet 2021 seinen Erweiterungsbau von David Chipperfield! Nach einem Ball am 10. April feiert die Stadt den neuen Museumsbau mit einem vielfältigen Programm, darunter einer neuen Choreografie von William Forsythe „Entrée“ (23.4.–24.5.2021). Ab 6. Oktober 2021 wird die Sammlung neu aufgestellt.

Unabhängig von diesem historischen Moment würdigt das Kunsthaus Zürich Gerhard Richter, der Wiener und Schweizer Moderne, dem sich wandelnden Naturbild und dem barocken Grafikspezialisten Baldassare Castiglione Ausstellungen. Richter wird als Landschaftsmaler mit Faible für romantische Kompositionen vorgestellt (ab 26.3.). Dass sich Ferdinand Hodler seine Wohnung von der Wiener Werkstätte (WW) einrichten und diese 1917 in Zürich eine Filiale eröffnete, ist bislang wenig bekannt. Ab 21. Mai 2021 werden Gustav Klimt, Hodler und die WW in der Schweiz vorgestellt.

Im Herbst 2021 stellt das Kunsthaus Zürich Walter De Marias „The 2000 Sculpture“ (ab 27.8.) auf 500 m² aus. Ein Monat später eröffnet die Ausstellung „Earth Beats. Naturbild im Wandel“ (ab 4.10.), welche Landschaftsmalerei, Land Art und das Verhältnis der Menschen zur Natur ins Zentrum rückt. Kurz vor Weihnachten eröffnet unter dem Titel „Barockes Feuer“ eine Einzelausstellung über den Genueser Barockmaler und -grafiker Benedetto Castiglione, genannt Grecchetto, der die Monotypie erfand und sich als erster italienischer Künstler intensiv von Rembrandt beeinflussen ließ (ab 10.12.).

Noch zu sehen:

  • bis 14.2.2021 Im Herzen wild. Die Romantik in der Schweiz
  • bis 5.4.2021 Ottilie W. Roederstein

Ausstellungen im Kunsthaus Zürich 2021

GERHARD RICHTER. LANDSCHAFT (26.3.–18.7.2021)

Zürich | Kunsthaus: Gerhard Richter. Landschaft

Gerhard Richter ist der bekannteste Künstler der Gegenwart. Seine faszinierenden Bildwelten sind geprägt von unverkennbarer Originalität und Kunstfertigkeit, bei der Abstraktion und Gegenständlichkeit ineinander übergehen und sich wechselseitig durchdringen. Anhand der Gattung Landschaft, welcher Richter über sechzig Jahre lang treu geblieben ist, lässt sich auch die grundsätzliche Entwicklung seiner Malstile und Bildformen anschaulich nachvollziehen. So experimentiert er bis heute konsequent mit der Fotografie sowie mit bestimmten Wisch- und Rakeltechniken. Obschon dem Maler inzwischen alle großen Institutionen dieser Welt Ausstellungen gewidmet haben, gab es erstaunlicherweise nur eine einzige museale Präsentation, die sich den Landschaften widmete. Indem das Kunsthaus neben Malerei auch Arbeiten auf Papier und Dreidimensionales berücksichtigt, füllt es hier eine große Lücke.

Eine Kooperation mit dem Bank Austria Kunstforum Wien. Unterstützt von Credit Suisse – Partner Kunsthaus Zürich und von Swiss Re – Partner für zeitgenössische Kunst

Ab 10.4.2020: ERÖFFNUNG DER KUNSTHAUS-ERWEITERUNG IN DREI ETAPPEN

Mit dem Erweiterungsbau von David Chipperfield wird das Kunsthaus Zürich zum größten Kunstmuseum der Schweiz. Die Eröffnung vollzieht sich in drei Etappen:

  • Schlüsselübergabe mit einem Wochenende zur freien Besichtigung der Architektur des Erweiterungsbaus: 12./13. Dezember 2020.
  • Preview-Monate April/Mai 2021, startend mit einem Ball am 10. April, fortgesetzt mit Performances, Führungen hinter die Kulissen und der Präsentation vereinzelter, nicht klimasensibler Werke.

WILLIAM FORSYTHE: ENTRÉE (23.4.–24.5.2021)

2021 wird die Kunsthaus-Erweiterung eröffnet. Für die erste Begegnung mit dem neuen Museumsgebäude hat das Kunsthaus Zürich den Künstler und Choreografen William Forsythe beauftragt, ein neues Werk zu schaffen. Dieses rückt die Besucherinnen und Besucher ins Zentrum und lädt sie auf einen eigenständigen, choreografischen Rundgang durch die noch unbesetzte Chipperfield-Architektur ein.

„Entrée“ umfasst eine Vielzahl kurzer, choreografischer Empfehlungen, welche die Besucherinnen und Besucher auffordern, sich während ihres Aufenthaltes im Museum direkt mit subtilen Veränderungen ihrer Haltung, ihres Verhaltens und ihrer Fortbewegung zu befassen. Forsythe kreiert aus den unbewussten Beiträgen der Besuchenden, die durch das Zusammenspiel von Mensch, Architektur und Kunst entstehen, eine Erzählung.

KLIMT & HODLER. DIE WIENER WERKSTÄTTE IN ZÜRICH (21.5.–29.8.2021)

Zürich | Kunsthaus: Klimt – Hodler – Wiener Werkstätte

Als die Malerei in Wien um 1900 mit Gustav Klimt (1862–1918) einen Höhepunkt erreichte, forderte dieser die Überwindung der traditionellen Unterscheidung von «hoher» und «angewandter» Kunst. Zum folgenreichsten Motor der propagierten Überwindung wurde das Schaffen der 1903 gegründeten Wiener Werkstätte. Zu ihren Kunden zählte auch Ferdinand Hodler (1853–1918). Seit der für den Maler bahnbrechenden Ausstellung in der Wiener Secession 1904 war er mit deren Ideen bestens vertraut. Davon ausgehend wirft die aktuelle Ausstellung aus Wiener Perspektive einen frischen Blick auf den Schweizer Nationalkünstler, der 1913 bei der Wiener Werkstätte das Mobiliar für seine Genfer Wohnung in Auftrag gab. Einen Höhepunkt erreichte die Präsenz der Wiener Werkstätte in der Schweiz 1917 mit der Gründung einer eigenen Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse. Erstmals wird im Rahmen einer Ausstellung die Geschichte dieser Filiale thematisiert. Dies anhand von rund 180 Werken, darunter Gemälde, Entwürfe, Möbel, Schmuck u. a.

WALTER DE MARIA. THE 2000 SCULPTURE (27.8.2021–20.2.2022)

Zürich | Kunsthaus: Walter De Maria. The 2000 Sculpture

„The 2000 Sculpture“ von Walter De Maria (1935–2013) ist eine der größten für Innenräume konzipierten Bodenskulpturen weltweit. Sie besteht aus insgesamt 2000 weißen Gipsbarren von je 50 cm Länge und 18 cm Höhe. Die einzelnen Elemente sind trotz ihrer einheitlichen Größe verschieden und weisen fünf, sieben oder neun Seiten auf. Sie werden auf einer Fläche von 500 Quadratmetern in einem gleichmäßigen Raster ausgelegt, das eine Dynamik zwischen Zickzacklinie und Diagonale erzeugt. Was auf den ersten Blick geschlossen und monumental wirkt, entwickelt mit der Bewegung eine Fülle von visuellen Eindrücken. Es entsteht eine Spannung zwischen durchschaubarer Gesetzmäßigkeit und individueller Wahrnehmung.

EARTH BEATS. NATURBILD IM WANDEL (4.10.2021–6.2.2022)

„Earth Beats“ ist ein künstlerisches Plädoyer zum Schutz der Erde und ihrer natürlichen Ressourcen, erwachsen aus der Dringlichkeit der Gegenwart. Die Natur ist über die Landschaftsmalerei fest in der Kunstgeschichte der Neuzeit verankert. Während wir ihr in Werken vergangener Jahrhunderte weitgehend als idyllische Szenerie begegnen, tritt sie seit den 1970er Jahren immer deutlicher als durch Menschenhand bedrohte und darum schützenswerte Instanz auf. Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Auseinandersetzung mit dem blauen Planeten und seiner Verletzlichkeit nach. Die ideengeschichtliche Entwicklung spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie zukunftsorientierte Szenarien der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.

Mit rund 50 Werken von Joseph Beuys, Ursula Biemann, Laurence Bonvin, Herbert Brandl, Julian Charrière, Anna Jermolaewa, Ruth Kaaserer, Ana Mendieta, Uriel Orlow / Mikhail Karikis, Katie Paterson, Oliver Ressler, Félix Vallotton u. a.

Als Vorlauf zur Ausstellung lädt das Kunsthaus ein zu „Earth Talks“ (22.8.–19.9.2021). Namhafte internationale Vertreter aus den Bereichen Klimaforschung, Konsum (Mode, Ernährung, Wohnen), Forstwissenschaft, Städtebau, Mobilitätsforschung sowie aus dem aktivistisch engagierten Film und der Literatur debattieren über Fragen von Naturschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sollen Wissensproduktion und das Erforschen konkreter Lösungsansätze im Mittelpunkt stehen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden aktiv einbezogen. Als Veranstaltungsort ist erstmals auch der Garten des Chipperfield-Baus vorgesehen.

BAROCKES FEUER (10.12.2021–6.3.2022)

Zürich | Kunsthaus: Giovanni Benedetto Castiglione

Giovanni Benedetto Castiglione verdient einen Ehrenplatz im Olymp der italienischen Zeichner. Wie kaum ein anderer Künstler aus des Barock wirft er seine Kompositionen mit einer atemberaubenden Lässigkeit auf das Papier. Zugleich ist er ein wegweisender Experimentator im Bereich der Druckgrafik. Das von ihm entwickelte Verfahren der Monotypie wurde selbst noch im 19. Jahrhundert von Künstlern wie Edgar Degas oder Paul Gauguin aufgegriffen.

Das Kunsthaus Zürich widmet diesem Virtuosen auf Papier nun eine Einzelschau und zeigt ihn unter anderem in Auseinandersetzung mit seinem großen Vorbild Rembrandt van Rijn.

NEUPRÄSENTATION DER SAMMLUNG (ab 6.10.2021)

Von seiner Struktur her ein Museum und eine Kunsthalle zugleich, beherbergt das Kunsthaus eine bedeutende Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Installationen – Werke der westlichen Kunst vom 13. Jahrhundert bis heute. Bis zur Eröffnung der Erweiterung werden im bestehenden Gebäude viele Säle neu eingerichtet. Den Anfang macht eine neue Dauerpräsentation von Werken Alberto Giacomettis – der größten, die das Kunsthaus je realisiert hat.

Quelle: Kunsthaus Zürich

Ausstellungen im Kunsthaus Zürich 2021: Bilder

  • Gerhard Richter, Seestück, 1998, Öl auf Leinwand, 290 x 290 cm (Guggenheim Bilbao Museoa, Foto: FMGB Guggenheim Bilbao, Museoa, Erika Barahona Ede., © Gerhard Richter)
  • Gerhard Richter, Stadtbild PX, 1968, Öl auf Leinwand, 101,8 x 91,3 cm (Wittelsbacher Ausgleichsfonds -Sammlung Prinz Franz von Bayern, Foto: Blauel/Gnamm/ARTOTHEK, © Gerhard Richter)
  • Ferdinand Hodler, Plakat „Secession – XIX Ausstellung der Vereinigung – Bildender Künstler Österreichs - Ver Sacrum“, 1904, Lithografie, 96 x 64 cm (Museum für Gestaltung, Zürich/Plakatsammlung ZHdK)
  • W. Pleyer, Portal der Verkaufsstelle der Wiener Werkstätte AG Zürich, Bahnhofstrasse 1, 1917, s/w-Fotografie, 22,2 x 16,7 cm (MAK - Museum für angewandte Kunst, Wien, © MAK)
  • Walter De Maria, The 2000 Sculpture, 1992, Gips und Hydrocal (Kunsthaus Zürich, Eigentum der “The 2000 Sculpture“ Foundation, 1994, Photos: Nic Tenwiggenhorn, Düsseldorf, © Estate of Walter De Maria)
  • Giovanni Benedetto Castiglione, genannt Il Grechetto, Noah leitet die Tiere in die Arche, um 1660, Pinsel in Braun und Rotbraun, stellenweise Blaugrau, auf hellbeigem Papier, 32 x 45,4 cm (Kunsthaus Zürich, 1945)
  • Joseph Beuys, Difesa della natura, 1984, Farboffsetdruck auf Halbkarton, 60 x 82 cm (Kunsthaus Zürich, Donazione Lucrezia De Domizio Durini, 2011)