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Stedelijk Museum: Chagall, Picasso, Mondrian in Paris Kunst der Migranten in Paris (1900–1950)

Marc Chagall, Le violoniste [Der Geigenspieler], Detail, 1912/13 (© Marc Chagall, c/o Pictoright Amsterdam/Chagall, Collection Stedelijk Museum Amsterdam, on loan from the Cultural Heritage Agency of the Netherlands)

Marc Chagall, Le violoniste [Der Geigenspieler], Detail, 1912/13 (© Marc Chagall, c/o Pictoright Amsterdam/Chagall, Collection Stedelijk Museum Amsterdam, on loan from the Cultural Heritage Agency of the Netherlands)

Zwischen 1900 und 1950 lebten unzählige Künstlerinnen und Künstler mit Migrationshintergrund in Paris – darunter Marc ChagallPablo Picasso und Piet Mondrian. Das kulturelle Klima im kosmopolitischen Paris der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts versprach – mit Ausnahme der Kriegszeiten – Freiheit, Offenheit im Kampf gegen Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Das Stedelijk Museum Amsterdam erzählt eine Geschichte des Andersseins, der Verbundenheit aber auch der Suche nach einem Weg durch eine polarisierte Gesellschaft und Kunstwelt.

Die neue Perspektive auf bereits bekannte Künstlerinnen und Künstler der Klassische Moderne und der Schule von Paris geht von ihrem Status als Migranten aus. Gezeigt werden Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien und Design von Kunstschaffenden wie Chagall, Picasso, Mondrian, Kees van Dongen, Jan Sluijters, Gino Severini, Sonia Delaunay, Natalia Gontscharowa, Jules Pascin, Ossip Zadkine, Chaim Soutine, Jacques Lipchitz, Hans Arp, Max Ernst, Man Ray, Foujita, Germaine Krull, Gisele Freund, Nicholas Warb (= Sophia Warburg), Marlow Moss, Wassily Kandinsky, Diego Rivera, Maria Helena Vieira da Silva und Karel Appel. Das Stedelijk Museum besitzt eine Auswahl von 30 Zeichnungen und Druckgrafiken von Marc Chagall, die zum ersten Mal seit 70 Jahren gemeinsam ausgestellt werden.

 

 

Stedelijk Museum. Chagall, Picasso, Mondrian in Paris: Bilder

  • Marc Chagall, Le violoniste [Der Geigenspieler], 1912/13 (© Marc Chagall, c/o Pictoright Amsterdam/Chagall, Collection Stedelijk Museum Amsterdam, on loan from the Cultural Heritage Agency of the Netherlands)
  • Piet Mondrian, Komposition mit Gelb, Rot, Schwarz, Blau und Grau, 1920 (Stedelijk Museum Amsterdam)

Beiträge zur Kunst der Klassischen Moderne

19. November 2018
Henri Matisse, Nu de dos (I–II), 1908–1909, Bronze, 190 x 118 x 19 cm / 190 x 118 x 19 cm (Kunsthaus Zürich © Succession Henri Matisse / 2018 ProLitteris, Zürich)

Henri Matisse. Der Plastiker Kunsthaus Zürich zeigt „Matisse – Metamorphosen“

Henri Matisse, ein Plastiker? Neben seiner Arbeit als Maler wollte Henri Matisse auch als Bildhauer Anerkennung finden. Gleich einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Naturform zu einer Kunstform. Das Kunsthaus Zürich zeigt 2019 Fotografien, Skulpturen, Vorbilder.
25. Oktober 2018
Helene Schjerfbeck, Selbestporträt, schwarzer Hintergrund, Detail, 1919 (Finnish National Gallery/Ateneum Art Museum, The Hallonblad Collection. Photo: Finnish National Gallery/Hannu Aaltonen)

Helene Schjerfbeck: Werke und Leben Finnische Malerin zwischen Naturalismus und Moderne

Die lange und produktive Karriere der finnischen Künstlerin Helene Schjerfbeck (1862–1946) wird in einem umfassenden Überblick in der Royal Academy of Arts in London vorgestellt.
22. Oktober 2018
Emil Nolde, Brennendes Gehöft, Detail, undatiert (Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll)

Emil Nolde im Nationalsozialismus Hamburger Bahnhof zeigt „Eine deutsche Legende“

Emil Nolde wob selbst einen Mythos um seine Verfolgung durch den NS-Staat, seine 1.300 Ungemalten Bilder scheinen sie zu bezeugen. Wie war es wirklich? Der Hamburger Bahnhof zeigt 2019 eine beachtenswerte Schau.

Aktuelle Ausstellungen

27. November 2018
Emil Nolde, Abendhimmel, Detail, um 1930, Aquarell auf Japanpapier, 35,2 x 47,3 cm (Foto: Linda Inconi-Jansen)

Beck trifft Nolde. Inspiration und Umsetzung Farbenprächtige Aquarellmalerei

Das Zusammentreffen mit Emil Nolde in Hamburg inspirierte Herbert Beck (1920–2010) zu farbenprächtigen Aquarellen, die ihn zum Nachfolger des Expressionisten machen.
27. November 2018
Ernst Caramelle, Anschnitt, 1984, Gesso, Aquarell auf Karton, 51 x 60 cm (© Ernst Caramelle)

Ernst Caramelle. Werke aus 45 Jahren mumok zieht „Ein Résumé“ voller Bildwitz, konzeptueller Tiefe und feinen Aquarellen

Ernst Caramelle (* 1952, Hall in Tirol) schafft seit 45 Jahren ein Werk, das konzeptuelles Denken, bildlicher Analyse von Ausstellungssituationen und abstrakte Aquarelle genauso kennt wie die Verschränkung von Text, Schrift und Bildwitz. Die Ausstellung im mumok präsentiert alle Werkphasen des österreichischen Künstlers von 1974 bis in die Gegenwart.
21. November 2018
Matthias Herrmann, To hide his deformity he wore special clothing, Detail, 1996, William Wegman, artist, 1971, black & white photograph, 2018 © Matthias Herrmann

Matthias Herrmann. Textpieces 1996–1998 Inszenierte Fotografie als Kommentar auf Kunst und Gesellschaft

Matthias Herrmanns „Textpieces“ (1996–1998) zählen zu den interessantesten Auseinandersetzungen mit Körper, Geschlecht und Kunsttheorie. Im Gespräch mit Adrian Kowanz spricht der Künstler über seine Vorbilder, sein Konzept, seine Vorgangsweise.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.