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Zürich | Kunsthaus Zürich: Die wilden Zwanziger. Von Josephine Baker bis Thomas Ruff "Schall und Rauch" beleuchtet das Jahrzehnt jenseits von allen Stilkategorien

Marianne (My) Ullmann, Bescheiden, Detail, 1925, Tempera auf Leinwand, 60 x 60 cm (Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstsammlung und Archiv © Nachlass Marianne (My) Ullmann)

Marianne (My) Ullmann, Bescheiden, Detail, 1925, Tempera auf Leinwand, 60 x 60 cm (Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstsammlung und Archiv © Nachlass Marianne (My) Ullmann)

Die 1920er Jahre waren ein Jahrzehnt der Aufbrüche und Rückfälle. In keinem Moment des 20. Jahrhunderts war die Sehnsucht der Menschen nach Neuerungen so groß wie damals. Es wurden urbanistische Visionen entworfen, und Städte wuchsen in rasanter Geschwindigkeit. Klassische Rollenbilder wurden hinterfragt und aufgebrochen, benachteiligte und unterdrückte Minderheiten verschafften sich Gehör in Politik und Kultur. An die Seite eines arbeitnehmergerechteren Alltags stellte sich eine wachsende Freizeitindustrie. Der hohe Innovationsgrad fand seinen direkten Niederschlag in der Experimentierfreudigkeit aller Künste.

Erstmals werden in einer Ausstellung Stilrichtungen wie das Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und Architekturikonen des Modernismus gemeinsam betrachtet. Das Kunsthaus zeigt die Stilheterogenität jener Aufbruchsjahre in Malerei, Plastik, Zeichnung, Fotografie, Film und Collage. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, die sich explizit mit der Formensprache und den Inhalten der 1920er Jahre befassen, schlagen eine Brücke in die Gegenwart.

Mit Werken von Kader Attia, Josephine Baker, Marc Bauer, Constantin Brancusi (→ Constantin Brâncuşi: Biografie), Coco Chanel, Le Corbusier und Charlotte Perriand, Dodo, Liam Gillick, Friedrich Kiesler, Paul Klee, Fernand Léger, Jeanne Mammen, László Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Alexandra Navratil, Man Ray, Lotte Reiniger, Hans Richter, Ludwig Mies van der Rohe, Thomas Ruff, Christian Schad, Xanti Schawinsky, Margarete Schütte-Lihotzky, My Ullmann u. a.

Aktuelle Ausstellungen

10. August 2020
Filmstill aus "There goes our Neighbourhood" © Tom Wholohan

Wien | Architektur.Film.Sommer 2020 Gebaute Gerechtigkeit?

Mit „Gebaute Gerechtigkeit“ thematisiert das internationale Filmfestival Architektur.Film.Sommer des Az W 2020 an vier Kinoabenden Fragen zu Aneignung von öffentlichem Raum, zum Überwinden von Räumen und Grenzen, zum Zusammen Zuhause.
6. August 2020
Alter Leuchtturm (1887) in Sulina, Foto: Jürgen Haberhauer

Schallaburg: DONAU – Menschen, Schätze & Kulturen Vom Donaudelta in die Wachau

Auf der Schallaburg kann man 2020 die Donau von ihrer Mündung im Schwarzen Meer bis zum Ausstellungsort hinaufreisen: Menschen, Schätze & Kulturen – ergänzt durch politisch-militärische Splitter und die Donau als Lebensraum für Tiere— prägen den Fluss und dieser wiederum ihre Geschicke. Doch lassen wir die Donau selbst diese Geschichte erzählen.
1. Juli 2020
Larry Poons, Nixe's Mate, 1961, Acryl auf Leinwand, 178x 285 x 4 cm (Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung seit 1996, Photo: mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien © Bildrecht, Wien2020)

Wien | mumok: Misfitting Together. Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art Andy Warhols serielles Denken kontextualisiert

Pop Art, Minimal und Conceptual Art aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig unter dem Aspekt des Seriellen erweitert den Blick auf Andy Warhols Werk. Modulare und serielle Ideen nach Mel Bochner in deutscher und amerikanischer Kunst der 1960er und 1970er Jahre.
23. Juni 2020
Angelika Kauffmann, Selbstporträt der Künstlerin am Scheideweg zwischen Musik und Malerei, Detail, Rom 1794, Öl/Lw, 147,3 x 215,9 cm (Nostell Priory, West Yorshire © National Trust Images/John Hammond)

Düsseldorf | Museum Kunstpalast: Angelika Kauffmann Bedeutendste Künstlerin Europas um 1800

Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und weltgewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit.
22. Juni 2020
Henri Cartier-Bresson, Simiane-la-Rotonde, 1969, Silbergelatineduck von 1973 (© Fondation Cartier-Bresson / Magnum Photos)

Venedig | Palazzo Grassi: Henri Cartier-Bresson Fünf Interpreten für die „Master Collection”

Fünf Kuratoren zeigen Henri Cartier-Bresson (1908–2004). Anfang der 1970er Jahre lud das Sammlerpaar Jean und Dominique de Menil Cartier-Bresson ein, seine bedeutendsten Bilder auszuwählen: Der Pariser Fotograf stellte selbst aus 385 Fotografien seine „Master Collection“ zusammen.
22. Juni 2020
Llyn Foulkes, Deliverance, 2007 (Pinault Collection © Llyn Foulkes)

Venedig | Punta della Dogana: Untitled, 2020

Die französische Kuratorin Caroline Bourgeois, der in L.A. lebende Künstler Thomas Houseago und seine Partnerin, die Kunsttherapeutin Muna El Fituri, kuratieren für die Punta della Dogana eine Ausstellung zur Gegenwartskunst.