Georgia O'Keeffe

Wer war Georgia O'Keeffe?

Georgia O’Keeffe (1887–1986) war eine US-amerikanische Malerin der Neuen Sachlichkeit, die mit ihren Gemälden aus NewMexico der Generation der Farbfeldmaler wichtige Impulse vermittelte. Heute ist die Malerin berühmt für ihre frühen Abstraktionen, „vulvaförmigen Blumen“ (dieser Deutung widersprach die Künstlerin genauso vehement wie erfolglos), und für die Etablierung der „großen, ruhigen, ambivalenten Bildräume in der amerikanische Malerei“1.

O'Keeffe ist eine Ikone der Frauenbewegung und weltweit anerkannte Malerin von Stillleben und Landschaften aus der Wüste von New Mexico. Die Künstlerin mit schwacher Gesundheit und unzähligen Ehrungen war auch die Ehefrau des bedeutenden Fotografen und Galeristen Alfred Stieglitz (1864–1946). Innerhalb nur einer Dekade hatte O'Keeffe die Männerdomäne Kunst erobert und war Ende der 1920er Jahre bereits zu einer der anerkanntesten Künstlerinnen ihrer Zeit avanciert. Diese Stellung behielt sie bis zu ihrem Tod im Alter von 98 Jahren.

Frühe Abstraktionen

Im Jahr 1916 stellte ihr späterer Ehemann Alfred Stieglitz die 1887 geborene Malerin erstmals in seiner legendären New Yorker Galerie 291 aus. Die Begegnung zwischen den beiden war von ihrer Leidenschaft für Kunst getragen. Ihre Freundin und Studienkollegin Anita Pollitzer hatte erste abstrakte Kohlezeichnungen der inzwischen als Kunstlehrerin am Columbia College in South Carolina arbeitenden O’Keeffe ohne deren Wissen Stieglitz gezeigt. Die seit Oktober 1915 entstandenen Blätter waren teilweise von den Lehren Arthur Wesley Dows (1857–1922) und Wassily Kandinskys („Über das Geistige in der Kunst“, 1911, 1914 englische Übersetzung) inspiriert. Wie bei Kandinsky spielt Synästhesie auch bei O’Keeffe eine entscheidende Rolle. Bereits ein Jahr später hatte sie ihre erste Einzelausstellung mit Kohlezeichnungen und Aquarellen in der Galerie, und Stieglitz förderte seine spätere Ehefrau O’Keeffe zeitlebens.

Ausgangspunkte für diese Abstraktionen waren Landschaftserlebnisse oder das Hören von Musikstücken. Ergänzend dazu fand die junge Malerin Inspiration in den Fotografien von Paul Strand (1890–1976) und Edward Weston (1886–1958), bzw. beeinflusste ihrerseits Weston. Deren direkte Aufnahmen von alltäglichen Dingen oder Licht-Schatten-Spiel (straight photography) boten wichtige Bezugspunkte für O‘Keeffes abstraktes Werk. Schön früh zeigt sich, dass Georgia O’Keeffe offenes Land, die „amerikanische“ Weite liebte und als Inspirationsquelle nutzte. Sich in der freien Natur zu bewegen, bedeutete für O’Keeffe immer viel, war essentiell für ihre Kunst. Auch als sie nach New York übersiedelte, nahm die Künstlerin diese Eindrücke aus dem Westen von Texas, wo sie als Kunstlehrerin gearbeitet hatte, mit. Die „Idee, dass Musik in etwas für das Auge übersetzt“ werden könnte, faszinierte die junge Malerin nachhaltig. Die Verbindung von Musik und Malerei bestand für sie in der Vermittlung von mächtigen Emotionen, die völlig unabhängig von Abbildung und Wiedergabe im repräsentativen Sinn existierte. Eine weitere Überzeugung zeigt sich in frühen Abstraktionen wie „Music – Pink and Blue“, das mit seinen ondulierenden, an- und abschwellenden Formen die Verbindung von Aura und Sichtbarkeit, von Rhythmus und Harmonien suggeriert.

Die frühesten Arbeiten sind Kohlezeichnungen und Aquarelle. Erst nachdem sie nach New York übersiedelt war, griff sie beherzt zur Ölfarbe, die neben dem Pastell das wichtigste Material ihrer Gemälde wurde. Die mit stark verdünnten Farben in lasierenden Schichten gemalten Bilder zeigen in feinen Abstufungen Abstraktionen, in die Schichten von Papierblättern, Blumendetails, Architektonisches (wie Torformen) hineininterpretiert werden können. „Vom See, Nr. 1“ (1924) oder „Naturformen -Gaspé [Quebec]“ (1932) transponieren Naturerfahrungen in dynamisch-abstrakte Formen. Die Serie von Herbstbäumen, die organischen Formen der Bäume in vitalistische, „biologisch-kosmische Bildarchitekturen“2 verwandelt, scheint sie die Erfindung der Abstraktion durch Piet Mondrian neu zu durchlaufen, während gleichzeitig das rosa und erfrischend künstlich pinke Gemälde „Eichenlaub, rosa und grau“ (1929) oder „Dark Iris Nr. 1“ (1927) durch malerische Finesse und koloristische Subtilität duftige Farb-Erlebnisse garantieren.

Georgia O’Keeffe und Alfred Stieglitz

„Meine erste Erinnerung an Alfred Stieglitz ist von einem Tag im Jahr 1908, als … ich mit zwei oder drei anderen Studenten in die 291 Galerie ging, um die Zeichnungen von Rodin zu sehen … wo eine neue Art von Kunst gezeigt wurde – und es war der einzige Ort in New York, wo man so etwas sehen konnte.“3 (Georgia O’Keeffe)

Zeit seines Lebens war der Fotograf Alfred Stieglitz auch Galerist, um moderne Kunst, so wie er sie verstand, in Amerika bekannt zu machen. Bis zu seinem Tod unterstützte Alfred Stieglitz O’Keeffe als Kunsthändler und Publizist, stellte nahezu jedes Jahr eine Ausstellung von ihr zusammen. Eine Reihe von Porträts der angehenden Künstlerin dokumentiert ab 1917 das inzwischen intim gewordene Verhältnis. Ein Jahr später zogen sie zusammen. Sieben Jahr später (1924) heiratete das Paar. Da bei Stieglitz‘ Tochter Kitty ein Jahr zuvor nach einer postnatalen Depression Schizophrenie diagnostiziert worden war, entschied sich der berühmte Fotograf und Galerist keine Kinder mehr haben zu wollen. In den Jahren bis 1937, als der Grand homme der amerikanischen Fotografie und Propagator der modernen Kunst seine Kamera ablegen musste, entstanden mehr als 300 Fotografien von O’Keeffe. Der Fotograf hatte mit seiner Künstlergattin seinen Traum eines zwanzigjährigen „visual essay“4 (Barbara Buhler Lynes) realisiert, in dem er die „Natur der Frau“ zu analysieren hoffte. Über den Anteil O’Keeffes an der Fotostrecke streiten die Expertinnen und Experten bis heute. Meinungen reichen von völliger Selbsthingabe und Kontrolle durch Stieglitz bis zur Co-Autorschaft der Malerin. Da keiner von beiden sich je darüber geäußert hat, sind die Tore der Interpretation weit geöffnet.

Doch auch Ansel Adams und Arnold Newman nahmen regelmäßig Porträts der bekannten Künstlerin auf, so dass sie bei ihrem Ableben wohl die am häufigsten fotografierte Künstlerin der Vereinigten Staaten war.

Vergrößerte Blüten und Stadtansichten von New York

Ab den frühen 1920er Jahren hielt sich Georgia O’Keeffe mit Alfred Stieglitz am Lake George auf, wo erste abstrahiert-figurative Landschaftsbilder entstanden. Die Malerin nutzte den Spiegeleffekt, starke Stilisierung, Symmetrie und künstliche Farben, um die Wahrnehmung auf die Probe zu stellen. Nicht das Gegenüber abmalen und eine Kopie dessen erstellen, sondern ihre Empfindungen in Farben und Formen zu gießen, war Georgia O’Keeffes Ziel.

Mitte der 1920er Jahre entdeckte Georgia O’Keeffe die Blumenmalerei für sich. Im Gegensatz zu traditionellen Blumenstillleben nutzte sie ein Close-up, formatfüllende Blüten und großformatige Leinwände. Mit diesen Entscheidungen verschob sie den Fokus von Blume in ihrer mehr oder weniger sichtbaren Gesamtheit zur Blüte, den Staubgefäßen, Fruchtstempel und den Blütenblättern. Damit einher geht eine scheinbare symbolische Aufladung der Blüten.

„Ich weiß, es ist ungewöhnlich, dass ein Künstler ganz oben in der Nähe des Dachs eines großen Hotels inmitten einer lärmenden Stadt arbeiten will, aber ich glaube, das ist genau das, was der Künstler von heute als Anreiz benötigt. […] heute ist die Stadt größer, großartiger, komplexer als je zuvor in der Geschichte.“

Ansichten von New York begannen ab 1925 ihr Werk zu bestimmen. Auslöser dafür waren sowohl die Begeisterung der Künstlerin für die wachsende Metropole wie auch der Umzug des Ehepaares in das 34-stöckige Shelton Hotel, das erste Hotel in einem Wolkenkratzer. Georgia O’Keeffe und Alfred Stieglitz lebten zwischen 1925 und 1936 in dem 1924 eröffneten Hotel in Midtown Manhattan im 30. Stock. Während der zweiten Hälfte der 1920er Jahre malte O’Keeffe trotz zweifelnden Männern in ihrer Umgebung (incl. ihres Ehemannes) die Straßen von New York mit ihren neuen Hochhäusern wie auch den Ausblick auf den East River, Long Island City und Queens. Die Wolkenkratzer stehen im starken Kontrast zu den organischen Formen der Blumen, so mancher Lichtreflex an den Fassaden stört auf betörende Weise deren Geometrie. Die Perspektiven sind kühn gewählte Blicke nach oben, die überraschende Himmelsausschnitte ergeben. Beleuchtete Fensterbänder und noch heller strahlenden Straßenlaternen machen die Nacht langsam zum Tag. Die Stadt, die niemals schläft, wird gerade geboren. Der glitzernden Metropole stellte Georgia O’Keeffe aber auch den Blick auf das industrialisierte Umfeld von Manhattan entgegen, indem sie den Ausblick ihrer Wohnung auf den East River und Queens zeigte. Die kühlen Farben und die rauchenden Industrieschlote können als Zeichen für die zunehmende Ablehnung des modernen Stadtlebens gedeutet werden.

Dem zeitgenössischen Städtebau mit den himmelwärts strebenden Türmen setzte O’Keeffe Bilder des ruralen Amerika gegenüber: „Fenster und Tür eines Bauernhauses“ (1929, The Museum of Modern Art) zeigen bereits eine Form der Reduktion, die alle erzählerischen Details hinter sich lässt und die Kuratorin Heike Eipeldauer an Hard-Edge-Malerei bzw. Minimalismus denken lässt. Das Holzhaus steht am Lake George nördlich von New York, wo die Familie Stieglitz ihre Ferien verbrachte. Der Kreis rund um Alfred Stieglitz wollte dem Konsumismus und der Industrialisierung das Gegenmodell eines ursprünglichen Amerika entgegensetzen. Der Black Friday und die daran anschließende Weltwirtschaftskrise versetzten der erfolgsverwöhnten New Yorker Gesellschaft einen veritablen Dämpfer. Die Künstlerin reagierte darauf mit ihrem Umzug in den Süden.

Sexualisierte Blumen

„wahrscheinlich die lebendigsten und schamlosesten privaten Dokumente, die es gibt, mit Sicherheit in der Malerei, und wahrscheinlich auch in jeder anderen Kunst“5 (Marsden Hartley über die Bilder von Georgia O‘Keeffe)

Bereits früh – noch während ihrer abstrakten Phase – tauchten Deutungen ihrer Bilder mit mehr oder weniger verhohlener sexueller Konnotation auf. Befeuert wurden sie durch ihren Ehemann, der O‘Keeffes Abstraktionen bereits 1919 mit Sigmund Freuds Theorien in Verbindung brachte. Der Künstler und Freund Stieglitz', Marsden Hartley, verfasste 1921 einen Artikel, der diese Lesart von O'Keeffes Bildern noch verstärkte. Georgia O’Keeffe wehrte sich zeitlebens gegen diesen Ansatz, befand sie ihn doch zu sehr durch ihr weibliches Geschlecht motiviert. Sie wollte als Künstlerin berühmt werden und nicht als (erotische, von ihrem Geschlecht bestimmte) Künstlerin. Da O’Keeffe befand, ihre abstrakten Kompositionen hätten diese Deutung quasi provoziert, entschloss sie sich ab 1924 zu wiedererkennbaren Formen zurückzukehren. Doch auch diese Kehrtwendung in ihrer Kunst half wenig, genauso wie der Hinweis, dass die meisten Blumen androgyn sind und sowohl männliche wie weibliche Geschlechtsorgane nebeneinander besitzen. Die Vorstellung des 19. Jahrhunderts, dass Blumen in die Welt des Weiblichen gehören würden, hält sich lange. Auch als die Feministinnen die 83-jährige Malerin zur Ikone ihrer Bewegung erklärten, folgten sie der Idee, dass ihre Kompositionen Ausdruck einer spezifisch weiblichen Ikonografie wären. Künstlerinnen wie Judy Chicago verbanden ihre Werke mit dem weiblichen Körper. Bis heute sind Georgia O’Keeffes Gemälde u. a. Synonyme für Erotik und Sexualität. Dem stellte die Künstlerin eine geschlechtslose Deutung entgegen: Für Georgia O’Keeffe war Malerei eine visuelle Kunst.

New Mexico

„Wo ich geboren wurde und wo und wie ich gelebt habe, ist ohne Bedeutung. Wichtig ist, was ich mit dem Ort, an dem ich mich befand, getan habe.“6 (Georgia O’Keeffe 1976)

Der Norden von New Mexico stellte für die Malerin ab 1929 einen nie versiegenden Quell an landschaftlichen und architektonischen Motiven bereit. Im Jahr 1934 entdeckte O’Keeffe in Abiquí eine Ranch umgeben von 21.000 Hektar Land, die als Ghost Ranch bekannt wurde. Auch wenn Georgia O’Keeffe erst zwanzig Jahre später als über Sechzigjährige (1949) ihren Wohnsitz in den Südwesten verlegte, so widmete sie sich schon in den Jahrzehnten davor mit großer Hingabe den Sujets, die sich ihr hier boten: von der Sonne gebleichte Knochen, Kirchen, „Patios“ und immer wieder zerklüftete Berge bzw. bunte Felsen. Der amerikanische Südwesten wurde durch O’Keeffe erstmals mit einem weiblichen Blick analysiert und dem Kunstpublikum vorgestellt. Zunehmend sind O’Keeffes Bilder, deren Titel die dargestellten Dinge einfach benennen, an der Schwelle zwischen Figuration und Abstraktion angesiedelt. Im Bank Austria Kunstforum hängen im großen Raum daher frühe Abstraktionen und figurative Darstellungen mit diesem gewissen Kippeffekt einander gegenüber. Allein die Serie „Pelvis [Becken]“ zeigt dieses Spiel mit der Wahrnehmung, springt das Sujet doch zwischen einem blauen, dreidimensionalen Etwas und, sobald man des Bildtitels gewahr wird, dem Blick durch das in die Luft gehobene Hüftloch gegen den Himmel. Diese Veränderung des Blicks, der neuartige, überraschende Perspektiven hervorbringt, nimmt Alltägliches als Ausgangspunkt für eine Bildwelt, die die Schönheit der Natur und der Bedeutung der Kulturlandschaft bedingungslos inszeniert.

„All the earth colors of the painter’s palette are out there in the many miles of bad lands. The light Naples yellow through the ochers – orange and red and purple earth – even the soft earth greens. You habe no association with those hills – our wast land – I think our most beautiful country.“7

Nach einer Dürreperiode 1930 sammelte sie ausgeblichene Stierschädel, Hirschschädel mit ausladenden Geweihen und Eselsknochen. Georgia O’Keeffe nutzte die weißen Schädelknochen vor weiten Landschaften als Memento mori, als Symbole für Trockenheit und Staubstürme genauso wie für den amerikanischen Traum und das Verschwinden der indigenen Bevölkerung. Die monumentalen Schädel schweben gespenstisch über weite Landschaften, manchmal schmückt sie die Künstlerin noch mit einer Blume. Dadurch erscheinen sie noch kahler, skurriler in ihrem Totsein, aber auch schöner.

Seit ihrer Ankunft in New Mexico beschäftigte sich die Künstlerin mit der regionalen Kultur, oder besser den regionalen Kulturen wie den Pueblo-Indianern (Kachina-Puppen), den christlichen Kirchen, den Gebetshäusern der „Penitentes“ (Laienbruderschaft der Büßer). Die ersten fünf Jahre verbrachte O’Keeffe mit Exkursionen und einer Art Bestandsaufnahme. Als sie 1935 die Ghost Ranch entdeckte und sie 1940 erwerben konnte, wandelte sich auch ihr Zugang zur Region. Nun stellte sie nahezu seriell einzelne Motive immer wieder dar. Bis 1953 malte sie Landschaften, wie beispielsweise in der „Black Place“-Serie (1936–1949, 14 Gemälde und eine große Pastellzeichnung), die sie zu immer neuen Abstraktionen inspirierten. Hier ist Abstraktion nun eine Form der Vereinfachung, Akzentuierung und Verwandlung. Die Künstlerin geht im Laufe der Arbeit an der Serie so weit, dass die Formationen zunehmend weniger wiedererkennbar sind. Architekturen, bildparallel angeordnet, eigenen sich besonders gut, Flächigkeit und Abstraktion zu forcieren. Formbare und Ungeformtes, Fassbares und Unfassbares verbinden sich in O’Keeffes Werk zu einer hybriden Mischung von Figuration und Abstraktion, an der sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Kunstkritik rund um Clement Greenberg abarbeitete. Ob es die „Pelvis“-Serie ist, für die sie durch einen Hüftknochen den Himmel beobachtete, oder Bäume oder anonyme „Patios“, dem Unfassbaren in sich selbst, ist die Künstlerin bis zu ihrem Ende auf der Spur geblieben.

„Es ist atemberaubend, wenn man über die Welt hinaufsteigt. … Es ist ein sehr schöner Weg hinein in die ebene Ferne, fantastisch schön – wie irgendwelche wundervollen Teppichmuster von möglicherweise „Abstrakten Bildern“ … Die Welt völlig vereinfacht und schön und säuberlich zerschnitten in Muster, als ob Zeit und Geschichte diese unsere Zeiten vereinfachen und in Ordnung bringen werden.“8 (Georgia O‘Keeffe)

1979 erhielt Georiga O'Keeffe den Preis des Women’s Caucus for Art für ihre herausragenden Verdienste um die Kunst verliehen. Die Auszeichnung überreichte ihr US-Präsident Jimmy Carter. Neben ihr wurden noch Isabel Bishop, Selma Burke, Louise Nevelson und Alice Neel (1900–1984) geehrt.

Georgia O’Keeffe beeinflusste

Beiträge zu Georgia O'Keeffe

8. September 2021
Georgia O'Keeffe, Inside Red Canna, Detail, 1919 (© Georgia O’Keeffe Museum/Adagp Paris 2021)

Paris | Centre Pompidou: Georgia O’Keeffe

Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Reise einer Künstlerin nach, die in ihrem langen Leben von der Protagonistin der amerikanischen Moderne zur Suchenden einer amerikanischen Identität in den 1930er Jahren und der Vorreiterin der „harten“ Abstraktion der 1950er Jahre wurde.
21. Juni 2020
Helen Frankenthaler, Spring Bank, Februar 1974, Acryl/Leinwand, 273,5 x 269,5 cm (Centre Pompidou, Paris)

Paris | Centre Pompidou: Künstlerinnen der Abstraktion

Die Ausstellung zeichnet die Kunstgeschichte der Abstraktion des 20. und 21. Jahrhunderts nach – mit einigen Abstechern ins 19. Jahrhundert – und konzentriert sich auf den Beitrag von Künstlerinnen. Mit Werken von Hilma af Klingt, Sonia Delaunay-Terk, Georgia O'Keeffe, Helen Frankenthaler oder Louise Bourgeois, Gunta Stölzl, Germaine Dulac oder Zilia Sánchez u.v.m.
6. Dezember 2016
Georgia O’Keeffe, From the Faraway, Nearby [Aus der Ferne, nah)], 1937, Öl auf Leinwand 91,4 x 101,9 cm (The Metropolitan Museum of Art, New York © 2016 Georgia O’Keeffe Museum/Bildrecht, Wien Foto: © BKP/ The Metropolitan Museum of Art / Malcolm Varon)

Georgia O’Keeffe: Leben und Werk Leben & Bilder zwischen Abstraktion und Figuration

Georgia O’Keeffe (1887–1986) ist berühmt für ihre frühen Abstraktionen, „vulvaförmigen Blumen“ (dieser Deutung widersprach die Künstlerin genauso vehement wie erfolglos). Sie ist eine Ikone der Frauenbewegung und weltweit anerkannte Malerin von Stillleben und Landschaften aus der Wüste von New Mexico.
  1. Bice Curiger, Birth of the Cool (Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich; Deichtorhallen, Hamburg), Ostfildern 1997, S. 11.
  2. Bice Curiger, S. 2.
  3. „My first memory of Alfred Stieglitz,” recalled the photographer’s wife, the painter Georgia O’Keeffe, “was on a day in 1908 when . . . I went with two or three other students to see the Rodin drawings at ‘291.’ . . . where a new kind of art was shown—and it was the only place in New York you could see anything like it.”
  4. Barbara Buhler Lynes, Georgia O’Keeffe. An American Phenomenon: Issues of Identity, in: Barbara Buhler Lynes (Hg.), Georgia O’Keeffe (Ausst.-Kat. Fondazione Roma Museo Palazzo Cipolla, Rom; Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München; Helsinki Art Museum), 2011, S. 13–22, hier S. 14.
  5. Zitiert nach Ausst.-Kat., S. 10.
  6. Zitiert nach Cody Hartley, Verortung und Ortswechsel im Leben und Schaffen von Georgia O’Keeffe, in: Ausst.-Kat., S. 144–153, hier S. 145.
  7. Zitiert nach ebenda, S. 17.
  8. Zitiert nach ebenda, S. 18.