Heinrich Campendonk

Wer war Heinrich Campendonk?

Heinrich Campendonk (1880–1957) war ein deutscher Maler des Expressionismus und Mitglied der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. 1910 kam er über August und dessen Cousin Helmuth Macke, mit dem Campendonk die Kunstgewerbeschule in Krefeld besucht hatte, in Kontakt mit Wassily Kandinsky und Franz Marc. Kurz darauf zog Heinrich Campendonk nach Sindelsdorf und stellte auf der „Ersten Ausstellung der Redaktion des ‚Blauen Reiter‘“ aus. In den 1920er Jahren wandte sich Campendonk der Glasmalerei zu und unterrichtete in Essen, Köln und Düsseldorf. Die Nationalsozialisten schickten ihn 1933 zuerst in Zwangsurlaub, dann kündigten sie ihn. Vor der Diffamierung floh Campendonk nach Antwerpen. Ab 1937 lehrte er in Amsterdam. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Heinrich Campendonk nicht mehr nach Deutschland zurück.

Kindheit und Ausbildung

Heinrich Campendonk wurde am 3. November 1889 in Krefeld geboren und begann als 15-Jähriger eine Lehre an der dortigen Fachschule für Textilkunde. Campendonk ließ sich zum Dessinateur ausbilden. Im Jahr 1905 wechselte der Rheinländer an die Handwerker- und Kunstgewerbeschule Krefeld, wo der Niederländer Johan Thorn Prikker (1868–1932) sein Lehrer und Förderer wurde. Zu seinen Studienkollegen zählte Helmuth Macke, ein Cousin von August Macke.

1908 ging Heinrich Campendonk eine Ateliergemeinschaft mit Walter Giskes, später auch mit Helmut Macke und Heinrich Nauen ein. Ab 1909 arbeitete Campendonk unter prekären finanziellen Bedingungen und auf sich selbst gestellt, da die Gruppenbildung scheiterte. Campendonk begeisterte sich in dieser Phase für das Werk von Vincent van Gogh. Nachdem Campendonck 1910 sein Elternhaus verlassen hatte, um dem Historienmaler Schnelle bei der Ausführung von Wandgemälden im Dom zu Osnabrück zu assistieren, hatte er im Juni 1911 seine erste Ausstellung im Kölnischen Kunstverein.

Kontakt zu Marc und Kandinsky

Durch Helmuth und August Macke kam Heinrich Campendonk in Kontakt mit der Münchner Avantgarde, der „Neuen Künstlervereinigung“. Die Cousins Macke schickten Franz Marc und Wassily Kandinsky Bilder Campendonks geschickt und setzten sich daraufhin bei Kunsthändlern und Ausstellungsmachern für den Maler ein, obwohl sie ihn noch nicht persönlich kennengelernt hatten. In der Folge wurde Heinrich Campendonk das mit Abstand jüngste Mitglied der Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“, denn er stieß während der entscheidenden Phase kurz vor der Eröffnung der ersten Ausstellung im Winter 1911/12 zu der sich formierenden Gruppe.

„Die gegenseitige Durchdringung der inneren Erlebnisse mit denen der äußeren Erscheinungswelt […] Formen befreit von allem Nebensächlichem, um das Notwendige stark zu sage – Sprechen vom Geheimen durch Geheimnis“ (Heinrich Campendonk in einem Brief an Adda Deichmann, 4.7.1910)

Heinrich Campendonk in Sindelsdorf

Im Herbst 1911 fuhr Campendonk nach München und zog im Oktober ins bayrische Sindelsdorf, wo er bis 1914 in der unmittelbaren Nachbarschaft von Franz Marc lebte. Marc, den Campendonk sehr verehrte, hatte ihn eingeladen, sich der Künstlergruppe anzuschließen. Die Freundschaft zu Marc war so ausgeprägt, dass dessen Kriegstod am 4. März 1916 Campendonk tief traf. Über Anregung der Künstler des „Blauen Reiter“ begann auch Heinrich Campendonk sich mit volkskundlicher Hinterglasmalerei zu beschäftigen.

Anfangs teilte er sich eine kleine Atelierwohnung mit Helmuth Macke, später zog Campendonks Freundin Adelheid (Adda) Deichmann ebenfalls nach Sindelsdorf. Das Paar heiratete 1913 und lebte mit den anderen Künstlerpaaren Franz und Maria Marc sowie dem Schweizer Tiermaler Jean-Bloé Niestlé und Marguerite Legros in enger dörflicher Gemeinschaft. 1912 entzweite sich Heinrich Campendonk allerdings mit Helmut Macke, der daraufhin nach Berlin übersiedelte.

Als Heinrich Campendonk sein einsames Arbeiten gegen die Gemeinschaft der späteren Künstler des „Blauen Reiter“ eintauschte, veränderten sich sein Leben und seine Kunst radikal. Die neuen Eindrücke prasselten in München im Stundentakt auf ihn ein. Am 7. Oktober 1911 schrieb er an seine Freundin Adda Deichmann:

„In München traf ich morgens um sieben Uhr ein, traf eine Stunde später mit [Helmuth] Macke zusammen. Nachmittags waren wir bei Kandinsky, wo wir großartige Dinge sahen und neben einigen anderen Herrn auch Herrn Kuno Amiet [Cuno Amiet] kennen lernten. Montag waren wir im Salon Thannhauser und in der Pinakothek, lernten auch noch Erbslöh kennen. Abends fuhren wir mit Mackes Vetter [August] nach Penzberg, wo Herr Marc uns im Wagen abholte, und es ging im Trab nach Sindelsdorf.“

Mitglied des „Blauen Reiter“

Unmittelbar nach seiner Ankunft in Sindelsdorf wurde Henrich Campendonk in den Kreis der Redaktion des Almanachs und der Ausstellungen des „Blauen Reiter“ einbezogen. Die „Erste Ausstellung der Redaktion ‚Der Blaue Reiter‘“ eröffnete am 18./19. Dezember 1911 in der Galerie Thannhauser und lief bis zum 3. Januar 1912. Sie zeigte etwa 50 Werke von Albert Bloch, David und Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Epstein, Eugen von Kahler, Wassily Kandinsky, August Macke, Franz Marc, Gabriele Münter (→ Gabriele Münter: Malen ohne Umschweife), Jean-Bloé Niestlé, Arnold Schönberg und dem gerade verstorbenen Henri Rousseau. Campendonk präsentierte das „Springende Pferd“ sowie „Frau und Tier“.

Campendonks Leben war eng mit seinen Künstlerfreunden verbunden. Seine Werke der beginnenden 1910er Jahre unterliegen stark den Einflüssen seiner Künstlerfreunde aus dem „Blauen Reiter“. Vor allem die Bilder Franz Marcs und auch Kandinskys prägten Campendonks Schaffen. Auch die oberbayerische Region um Sindelsdorf und später die etwas weiter nördlich gelegene kleinen Bergarbeiterstadt Penzberg hinterließen Spuren in Campendonks Werk. Die modernen Stilelemente von Marc und Kandinsky kombinierte der Maler mit Lehren, die er aus Kubismus, Orphismus und Futurismus zog. Das Ergebnis sind höchst eigenwillige, aber märchenhafte Tier- und Landschaftsdarstellungen. Campendonks Werke überzeugen durch transparent leuchtende Farbfacetten, die er sowohl in Ölgemälden wie auch der Technik der Glasmalerei umsetzte.

Campendonks Stil

Ab 1913 entwickelte Heinrich Campendonk eine persönliche Handschrift, in der er Stilmerkmale von Marc, Kandinsky und Werken des Kubismus bis in die frühen 1920er Jahre verfolgte. Der markante Unterschied zu Marcs Vision einer ursprünglichen Einheit von Mensch und Tier ist der Charakter des Märchenhaft-Geheimnisvollen in seinen Bildern. Viele der Kompositionen wirken allerdings schwer lesbar, setzte Campendonk doch die Facetten weniger deutlich zusammenhängend ein. Diese Durchdringung von Figur und Hintergrund soll Campendonks Vorstellung von der Einheit aller Lebewesen mit dem Kosmos wiederspiegeln. Die Nähe zu Franz Marcs Pantheismus ist durch die Motivwahl gegeben. Stilistisch unterscheiden sich die beiden Maler allerdings durch die Offenheit Marcs der Abstraktion gegenüber. Dieser setzte Campendonk eine an der naiven Kunst, Volkskunst und Kinderkunst orientierte „Naivität“ seiner idyllischen Naturausschnitte gegenüber.

Den Kubismus lernte Campendonk über die Werke von Robert Delaunay und Oskar Kokoschka kennen. Kokoschkas Gemälde und Druckgrafiken hatte er in der Berliner Galerie „Der Sturm“ gesehen, offensichtlich beschäftigten sie ihn nachhaltig. Kokoschkas Illustrationen zu dessen Drama „Mörder, Hoffnung der Frauen“ rufen mit ihren unregelmäßigen Konturen und spitzen Schraffuren eine ebensolch dynamische Wirkung hervor wie Campendonks Bilder. Auch auf thematischer Ebene öffnete sich der Rheinländer der latent zum Ausdruck gebrachten Aggressivität des Wiener Expressionisten. Diese expressive Bildsprach lässt sich auch in zeitgleichen Holzschnitten nachweisen, allerdings nicht in Campendonks Malerei.

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs gelang Heinrich Campendonk der Durchbruch in Deutschland. Er nahm 1913 an der Ausstellung „Erster deutscher Herbstsalon“ in Berlin und „Rheinische Expressionisten“ in Bonn teil. Bildverkäufe durch die „Sturm“-Galerie sicherten seine Existenz.

Campendonk im Ersten Weltkrieg

Heinrich Campendonk absolvierte seinen Militärdienst in Augsburg. Die Familie, die seit 1915 um den Sohn Herbert gewachsen war, blieb in Kleve. Im folgenden Jahr wurde Campendonk aufgrund einer Krankheit vom Wehrdienst befreit. Im Frühjahr 1916, kurz nachdem Franz Marc gefallen war (4. März 1916), zog Campendonk mit seiner Familie nach Seeshaupt am Starnberger See. Dort lebte er mit dem Künstlerfreund und Tiermaler Jean-Bloé Niestlé in enger Nachbarschaft, denn dieser durfte ein von Bernhard Koehler finanziertes Haus beziehen. In seinen Bildern wählte er die ländliche Umgebung und Arbeitswelt, mithilfe derer er sich auf die Suche nach dem „ursprünglich-mystischen“ Ausdruck machte. Ebenfalls im Jahr 1916 schuf Heinrich Campendonk eine Reihe von schwarz-weißen Holzschnitten, die Herwarth Walden in seiner Zeitschrift „Der Sturm“ veröffentlichte. In ihnen herrscht der Eindruck einer ausgewogenen Hell-Dunkel-Musterkomposition vor.1

Werke: Malerei und Glasmalerei

Als Mitglied der „Sturm“-Künstler trat Heinrich Campendonk 1918 der „Novembergruppe“ und dem „Arbeitsrat für Kunst“ bei. In diesem Jahr beschäftigte sich der Rheinländer mit Marc Chagall, Hieronymus Bosch, Pieter Bruegel der Ältere und Grünewald. Auf den Spuren der „Phantasten“ der Kunstgeschichte gewann er Inspiration für seine eigenen verträumten Kompositionen.

Wirtschaftlichen Erfolg versprach die Abnahme des Frankfurter Kunsthändlers Zingler im Jahr 1919. Dies führte zum Bruch mit Herwarth Walden, der allerdings Campendonk weiterhin in der „Sturm“-Galerie ausstellte. Erst 1920 lernte Campendonk Paul Klee persönlich kennen. Auf einer Reise durch Italien studierte der Maler in Ravenna, Assisi und Florenz byzantinische Mosaike und Fresken des 14. und 15. Jahrhunderts, u.a. von Giotto di Bondone. Die Auseinandersetzung mit den „Naiven“ der spätgotischen Malerei bzw. der italo-byzantinischen Kunst führte zu einer stilistischen Veränderung: klare Konturen, fest umrissene Figuren und eine stärkere Monumentalität der Protagonisten. 1922 kehrte Campendonk nach Krefeld zurück, wo ihm der Industrielle und Mäzen Paul Multhaupt ein Haus zur Verfügung stellte und ein monatliches Fixum zusicherte.

Die Lehrtätigkeit Heinrich Campendonks während der 1920er/30er Jahre begann in der Kunstgewerbeschule Essen, wo er 1923 Flächenkunst unterrichtete. Einer ersten Retrospektive im Düsseldorfer Kunstverein 1924 folgte ein Ruf an die Kölner Werkschule, den er allerdings ablehnte. Im Oktober 1926 wurde er auf Empfehlung von Walter Kaesbach als Lehrer der Meisterklasse für „Wandmalerei, Glasmalerei, Mosaik und Gobelinweberei“ an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Zu den wichtigsten Glasmalerei-Arbeiten Campendonks in den folgenden Jahren zählen: Die „Kreuzigung Christi“ für das Kloster Marienthal bei Wesel (1926), das Oberlicht für die Sparkasse Krefeld (1927), die Fenster für Maria Grün in Hamburg (1930), Fenster für die Krypta des Bonner Münsters und der Kunstakademie in Düsseldorf (beide 1931).

Diffamierung und Lehre in Amsterdam

1933 wurde Campendonk durch die Nationalsozialisten zwangsbeurlaubt. Er schuf in diesem Jahr noch die Fenster für die Taufkapelle in Brühl-Vochem. Im folgenden Jahr erfolgten zuerst der Zwangsruhestand und dann die Entlassung aus der Kunstakademie Düsseldorf. Heinrich Campendonk, der sich bereits 1932 von seiner Frau hatte scheiden lassen, emigrierte zur flämischen Künstlerin Edith van Leckwyck nach Antwerpen.

1935 erhielt er einen Ruf als Professor für „Monumentale und dekorative Kunst“ an die Rijksakademie Amsterdam. Der Künstler zog mit Edith van Leckwyck nach Amsterdam und heiratete sie.

In der Aktion „Entartete Kunst“ 1937 wurden 87 Werke von Heinrich Campendonk in Deutschland beschlagnahmt. Im gleichen Jahr erhielt der diffamierte Künstler für sein „Passionsfenster“ im niederländischen Pavillon der Weltausstellung in Paris den Grand Prix. Weitere Glasmalereien für öffentliche Gebäude in Amsterdam folgten.

Nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen wurde Heinrich Campendonk kurz inhaftiert. Die Freilassung erfolgte aufgrund mangelnden Belastungsmaterials. Bis 1944 schuf er fünf monumentale Fensterentwürfe für St. Kolumba in Köln, von denen zwei während der Kriegsjahre ausgeführt wurden. Da die Kirche im Krieg zerstört wurde, wurden die Glasfenster nie eingebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Campendonk trotz mehrfacher Stellenangebote nicht mehr in sein Heimatland zurück. Die Verhandlungen mit Kunstschulen in Düsseldorf, Köln und Krefeld scheiterten an der Pensionsbürokratie der Landesregierung. Während der 1950er Jahre schuf Heinrich Campendonk noch Fensterentwürfe für das Essener Münster und St. Paulus in Düsseldorf. 1951 nahm Heinrich Campendonk die niederländische Staatsbürgerschaft an.

Tod

Heinrich Campendonk starb am 9. Mai 1957 in Amsterdam. Kurz vor seinem Tod war ihm noch der Quellinus-Preis der Stadt Amsterdam verliehen worden, und er wurde zum Ritter vom Orden De Neederlandse Leeuw ernannt (1956).

Literatur zu Heinrich Campendonk

  • Myriam Wierschowski, Kristalline Welten – Die Glasgemälde Heinrich Campendonks (Ausst.-Kat. Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich, 5.4.–28.9.2014), Linnich 2014.
  • Heinrich Campendonk, in: Helmut Friedel, Annegret Hoberg (Hg.), „Der Blaue Reiter“. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus dem Lenbachhaus. Ein Tanz in Farben (Ausst.-Kat. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, 19.6.–26.9.2010; Albertina, Wien, 4.2.–15.5.2011), München 2010, S. 49–50.
  • Gisela Geiger (Hg.), Heinrich Campendonk, Rausch und Reduktion (Ausst.-Kat. Stadtmuseum Penzberg, 13.9.–18.11.2007) Penzberg 2007.
  • Gisela Geiger, Anne Beutler (Hg.), Heinrich Campendonk. Oberbayern – Station Penzberg (Ausst.-kat., Stadtmuseum Penzberg) Penzberg 2002.
  • Barbara Alms, Melancholie und Ornament: Heinrich Campendonk. Das malerische Werk, Bremen 2002.
  • Heinrich Campendonk – Ein Maler des Blauen Reiter (Ausst.-Kat. Kaiser Wilhelm Museum Krefeld, 24.9.1989–26.11.1989; Städtische Galerie im Lenbachhaus München, 13.12.1989–14.2.1990) Krefeld 1989.
  • Andrea Firmenich, Heinrich Campendonk (1889 –1957) – Leben und expressionistisches Werk. Mit einem Werkkatalog des malerischen Œuvres, Recklinghausen 1989.
  • Paul Wember, Heinrich Campendonk, Krefeld 1889–1957 Amsterdam, Krefeld 1961.

Beiträge zu Heinrich Campendonk

10. Februar 2014
Wassily Kandinsky, Murnau, 1908, Ö auf Karton, Merzbacher Kunststiftung.

Expressionismus in Deutschland und Frankreich Was die deutschen Künstlern von ihren französischen Kollegen lernten

Bereits am Cover des umfassenden Katalogs wird deutlich, dass Timothy O. Benson, Kurator am LACMA und Organisator dieser Wanderausstellung, den deutsch-französischen Kunstaustausch über die Farbe definiert. Denn was der Begriff „Expressionismus“ genau beschreibt, das wussten bereits die Zeitgenossen nicht. Von Alfred Döblin bis Oskar Kokoschka reichen die Kommentatoren einer Kunstrichtung , die sich über Innerlichkeit, Mystik, Farbexperimenten und Farbexplosionen (bis ins Unrealistische), dynamischem Pinselduktus, Musikalität, Kubismus-Rezeption, Primitivismus (vom „nordischen“ Nolde, der ägyptisierenden Modersohn-Becker bis zur Rezeption afrikanischer Plastik durch die Fauves und die Brücke Künstler) u.v.m. als neu und zeitgemäß definierte.
17. März 2011
Wassily Kandinsky, Entwurf zu „Improvisation 30 (Kanonen)“, 1913, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München.

Der Blaue Reiter Ein Tanz in Farben aus dem Lenbachhaus und der Albertina

München 1912: Die Ausstellung „Schwarz-Weiss“ der Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ erregt die Gemüter der Bayern. Vor der Buch- und Kunsthandlung von Hans Goltz sammeln sich immer wieder Menschentrauben, um die moderne Kunst in den Auslagen mit wütenden Protesten und Beschimpfungen zu kommentieren.
  1. Heinrich Campendonk, in: Helmut Friedel, Annegret Hoberg (Hg.), „Der Blaue Reiter“. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus dem Lenbachhaus. Ein Tanz in Farben (Ausst.-Kat. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, 19.6.–26.9.2010; Albertina, Wien, 4.2.–15.5.2011), München 2010, S. 49–50.