Jean-Michel Basquiat

Wer war Jean-Michel Basquiat?

Jean-Michel Basquiat (22.12.1960–12.8.1988) war ein New Yorker Maler. Er zählte in den 1980er Jahren zu den gehypten Talenten, war 1982 mit 21 Jahren der jüngste Teilnehmer der documenta aller Zeiten, der erste afroamerikanische Künstler, der den Durchbruch in der hauptsächlich weißen Kunstwelt schaffte (vielleicht mit Michael Jackson vergleichbar), und die Legende, die 1988 mit 27 an einer Überdosis starb. In nur acht Jahren malte Jean-Michel Basquiat über 1.000 Gemälde und sogar noch mehr Zeichnungen.

Kindheit und Ausbildung

Jean-Michel Basquiat kam aus einer wohlhabenden, aufstrebenden New Yorker Familie, der Vater stammte aus Port-au-Prince auf Haiti, die Mutter Matilde war Puerto Ricanerin. Gemeinsam mit seinen beiden Schwestern wuchs das Ausnahmetalent in gehobenen Verhältnissen auf. Unterstützt von seiner ebenfalls zeichnenden Mutter, konnte der hochbegabte Kind bereits mit vier Jahren lesen und erhielt eine Juniomitgliedschaft für das Brooklyn Museum of Art. An der Saint Anne's School hatte er auch einen künstlerischen Schwerpunkt. Ein Autounfall des sechsjährigen Basquiat wurde zum Schlüsselerlebnis: Seine Mutter brachte ihm Gray's Anatomy mit ins Krankenhaus, wo ihm die Milz entfernt worden war. In dem traditionsreichen Lehrbuch für Anatomie fand er farbige Illustrationen, auf denen Schrift und schematisiertes Abbild vom Körperinneren und von den Organen zusammengeführt wurden.

Im folgenden Jahr trennten sich die Eltern, da Basquiats Mutter an Depression erkrankte und mehrere Aufenthalte in psychiatrischen Anstalten folgten. Jean-Michel übersiedelte mit seinem Vater und seinen Geschwistern für mehrere Jahre nach Puerto Rico. Die Familie kehrte zurück, als Jean-Michel Basquiat 15 Jahre alt war. Er besuchte noch kurz eine öffentliche Schule in Brooklyn, New York, riss aber dann von zu Hause aus. Der Jugendliche wurde drogenabhängig, schlug sich als Postkartenmaler durch, schlief bei Bekannten auf dem Boden und bemalte T-Shirts. Bald bewegte sich Basquiat in den Szenetreffs der New Yorker Künstlerschaft, Andy Warhol (1928–1987) gehörte zu seinen größten Idolen. Sich selbst einen Namen zu machen, gelang ihm erstmals unter dem Pseudonym SAMO.

Basquiat wird SAMO

Jean-Michel Basquiat kam aus der Post-Punk Untergrund Kunstszene in Downtown New York, genauer Lower Manhattan. 1978 im Alter von 17 Jahren zog er erste Aufmerksamkeit auf sich, als er unter dem Pseudonym SAMO© geheimnisvolle Statements in der Stadt verteilte. Zwischen 1977 und Ende 1979 taggte er mit seinem Klassenkollegen Al Diaz im Viertel SoHo und der Lower East Side über seine Desillusion.

SAMO© zierte Hauswände an der Brooklyn Bridge, in ganz Manhattan und dem Galerienviertel SoHO mit philosophischen Überlegungen. Die Street-Art bildete die Grundlage für Jean-Michels künstlerisches Tun. 57 Fotografien des avantgarde-Musikers, Künstlers und Philosophen Henry Flynt dokumentieren diese ephemeren Graffiti. Indem Basquiat verschiedene Pseudonyme für sich in Anspruch nahm, und auch SAMO© unterschiedliche Rollen beschrieb, lernte der jugendliche Künstler performativ zu denken. Bald begann er im eigenen Stil zu zeichnen, Baseball- wie Postkarten zu überarbeiten, auf Kleidung, Gebäudeteilen oder improvisierten Leinwänden zu malen. Mit einem einzigen Werk – Basquiat hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Atelier (!) – nahm er im Juni 1980 an der Schau „Times Square Show“ unter seinem alten Pseudonym SAMO© teil.

„SAMO AS AN ALTERNATIVE TO GOD. SAMO AS AN END TO PLAYING ART. RIDING AROUND IN DADDY’S CONVERTIBLE WITH TRUST FUND MONEY.“

Zu SAMOS© ersten Bewunderern zählte Keith Haring. Mit dem Spruch „SAMO IS DEAD“ setzte Basquiat einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit mit Diaz. Basquiats großes Interesse für Hip Hop macht die Struktur seiner Arbeiten mit Sampling und Scratching vergleichbar. Die gestische und unmittelbare Arbeitsweise Basquiats hat oft dazu geführt, dass seine Malerei als Neoexpressionismus bezeichnet wurde.

Frühe Werke

Bereits im Februar 1981 lud Diego Cortez den Autodidakten zu einer weiteren Gruppenausstellung ein, die Basquiats Ruhm begründete: „New York/New Wave“ im P.S.1. Fünfzehn Gemälde aus dieser Ausstellung sind erstmals wieder gemeinsam zu sehen, darunter auch das „Titelbild“, mit dem die Ausstellung eingeleitet wurde: „Untitled“ (1980, Whitney Museum of American Art). Künstlerkollegen und Kritiker waren gleichermaßen von dem knapp 20-jährigen Maler begeistert. Die rohe Art seiner Schrift-Bild-Kombinationen erinnert an Werke von Cy Twombly, die Basquiat sehr schätzte und die er in der 1979 Retrospektive im Whitney gesehen haben könnte. Kurz nach seiner Entdeckung spielte der obdachlose Jungstar im Sommer 1981 in „Downtown 81“ [ehem. „New York Beat“] die Hauptrolle, Debbie Harry von Blondie hatte einen Gastauftritt. Der Spielfilm wurde von Glenn O’Brien geschrieben, von Maripol produziert. Da der Tag eines Graffiti-Künstlers in New York vorgestellt wurde, malte Basquiat für das Set seine ersten Bilder auf Leinwand.

Doch erst die Galeristin Annina Nosei hatte die Kontakte, die dem aufstrebenden Künstler die Türen der Kunstwelt weit öffneten. Da Jean-Michel Basquiat noch immer kein Atelier hatte, stellte sie ihm den Keller ihrer Galerie zu Verfügung. Hier arbeitete Basquiat zu Ravels „Bolero“. Bald, so betont Eleanor Nairne in ihrem Beitrag, gab es das Gerücht, Nosei würde Basquiat in ihrem Keller gefangen halten und zwingen, im Akkord Kunst zu produzieren. Wüste Bilder kursierten, bis Basquiat, darauf angesprochen, alles relativierte:

„Oh Christ. If I was white, they would just call it an artist-in-residence.“1

Krone, Heiligenschein und Pantheon

Das frühe Selbstporträt Basquiats aus dem Jahr 1981 ist ikonisch geworden! Der Künstler blickt als schwarze Maske, als Silhouette mit leeren Augen aus dem Bild. Seine Dreadlocks stehen in Dreiecken gen Himmel – und bilden eine Krone. Flankiert wird Basquiat vom Namen des Saxofon Spielers Ben Webster und Texten des Bebop Pioniers Thelonious Monk. Die Krone als Symbol von Macht, Ruhm und Bedeutung, als Auszeichnung wird von Jean-Michel Basquiat genauso gerne eingesetzt wie der Heiligenschein. Letzterer kann schon mal zur Dornenkrone werden, sind die Heroen aus Basquiats Pantheon doch häufig zu außergewöhnlichen Leistungen befähigt und doch Märtyrer der Gesellschaft.

Zu den wichtigsten Bezugspersonen der Stadt zählte seit Jahren Andy Warhol. Auch für Basquiat stellte der Pop Künstler ein Idol dar, mit dem er in Kontakt treten wollte. Dass sein Schweizer Galerist ihn dann auch vorstellte, um die beiden zur Zusammenarbeit zu animieren, führte zu einer äußerst produktiven Phase 1984/85. Nachdem Warhol auf Bitten Bischofbergers den aufstrebenden Maler fotografiert hatte, schuf dieser ein Doppelporträt, bekannt unter dem Titel „Dos Cabezas“ (1982, Privatsammlung). Auch in späteren Porträts von Warhol kann man ihn an seiner struppigen Frisur und der Kamera erkennen. Die Zusammenarbeit zwischen Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol wird im Bild „Arm and Hammer II“ (1984, Guarded by Bischofberger, Männedorf-Zürich, Schweiz) dokumentiert. Die gemeinsam bemalten und bedruckten Leinwände umfassen mehr als 10 Prozent von Basquiats Lebenswerk – wurden allerdings so schlecht kritisiert, dass Basquiat daraufhin mit Warhol brach.

Großformatige Arbeiten wie „King Zulu“ (1986, MACBA Collection), „King of the Zulus“ (1984/85, Musée d’Art Contemporain, Marseille), „Plastic Sax“ (1984, agnès b. collection) ehren Jazz-Musiker wie Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Louis Armstrong alias „King Zulu“. „Untitled (Titian)“ (1982, Privatsammlung) verbindet die Welten Jazz und bildende Kunst: Miles Davis ist als dunkler Kopf präsent, begleitet von Galileo Galileis erster Zeichnung des Mondes und dem Namen Tizian. Sind es Gedankensplitter direkt aus Basquiats Kopf auf den Bildträger notiert? Auf Lernkarten fasste er die wichtigsten Informationen über Duchamp, Lichtenstein oder Pollock zusammen. An Pablo Picasso reibt er sich offensichtlich. In „Leonardo da Vinci’s Greatest Hits“ (1982, Sammlung Jonathan Schorr) kompiliert dessen anatomische Studien wie ein Mix-Tape.

Basquiats Kunst

Jean-Michel Basquiat verband in seinen Bildern archetypische Zeichen, Text, anatomisches Wissen, die Geschichte der Afroamerikaner und der Jazzmusik (z. B. Hommage an Charlie Parker) usw. auf fragmentierten oder collagierten Bildträgern. Er war berühmt dafür, immerfort zu malen, wo immer er sich auch gerade aufgehalten hat und was immer er in seinen Händen hielt.

Bereits 1984 stellte Basquiat mit den bekannten Künstlern New Yorks wie Eric Fischl oder Julian Schnabel aus und wurde bei den führenden Händlern gezeigt. Wenn auch der Shootingstar nun haufenweise Geld verdiente, so stieg der Druck auf ihn ins Unerträgliche. Gleichzeitig setzte sich Basquiat auch selbst unter Druck, da er mit Perfektinismus an die Arbeit ging.

Zusammenarbeit mit Andy Warhol

Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat schufen 1984/85 auf Initiative ihres Zürcher Kunsthändlers Bruno Bischofberger eine Serie von über 130 sogenannten Collaborations, von Gemeinschaftswerken (→ WARHOL / BASQUIAT). Im Dezember 1983 begannen sie ihre Zusammenarbeit anfangs noch mit Francesco Clemente zu dritt. Diese Phase dauerte bis zum Frühjahr 1984 und brachte 15 Werke hervor. Gleichzeitig arbeiteten jedoch Warhol und Basquiat auch an eigenen Bildern nur zu zweit, woebi Basquiat stolz darauf war, Warhol wieder zur Siebdrucktechnik zurückgebracht zu haben. Zudem kehrte er für sie auch wieder zur Ölmalerei zurück, Basquiat überarbeitete die Motive mit breitem Borstenpinsel und dicken Ölkreiden.

Warhol und Basquiat arbeiteten in Andy Warhols Atelier in 860 Broadway abwechselnd auf derselben Leinwand, füllten sie mit Symbolen ihrer eigenen Bildwelten und reagierten aufeinander – quasi ein malerischer Dialog zwischen dem arrivierten und dem jungen aufstrebenden New Yorker Künstler. In der Geschichte der Malerei der 80er Jahre nehmen die Gemälde eine wichtige Stellung ein, animierte der Shootingstar Basquiat doch den etablierten Warhol, wieder mit dem Malen zu beginnen. Obwohl Warhol und Basquiat unterschiedlicher nicht sein konnten, ergänzen sich ihre spontanen Bildideen zu spannenden, experimentierfreudigen Kompositionen. Kurz vor dem Tod beider Künstler sollten die negativen Reaktionen der Presse auf die Collaborations dem Gemeinschaftsprojekt bereits den Todesstoß versetzen. Obwohl Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat ihre Zusammenarbeit anfangs noch weiter aufrecht erhielten, sollte sich Basquiat ab 1986 zunehmend von Warhol distanzieren und nicht mehr mit ihm arbeiten. Als Warhol 1987 unerwartet verstarb, verkaufte Basquiat seinen Anteil an den letzten Bildern Bruno Bischofberger.

Frühes „Spätwerk“

Zwischen 1985 und 1987 schuf Jean-Michel Basquiat großformatige Werke, in denen er Acrylfarbe mit Ölkreide und Collage mischte. Grafische Vorgangsweisen erinnern an Techniken des Sampling in der Musik und erzeugen dichte Oberflächen und zersplitterte Kompositionen, die eine Vielzahl an verschiedenen Lesarten zulassen.

Mit „Unbreakable“ (1987) und das noch immer überraschende „Riding with Death“ (1988) gehören zu den letzten Werken des amerikanischen Künstlers. Zum einen ließ sich Basquiat dafür von Renaissance-Kunst inspirieren zum anderen finden sich aber auch Referenzen auf Geschehnisse aus dem 20. Jahrhundert – ein komplexer Mix an Bezügen. Basquiats früher Tod im Jahr 1988 unterbrach seine überquellende Produktion: In nur acht Jahren malte Jean-Michel Basquiat über 1.000 Gemälde und sogar noch mehr Zeichnungen.

Alle Beiträge zu Jean-Michel Basquiat

2. Oktober 2018
Jean-Michel Basquiat, Grillo, 1984, Öl, Acryl, Ölkreide, Collage und Nägel/Holz, 243.8 x 537.2 x 47 cm (Fondation Louis Vuitton © Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York. Foto © Fondation Louis Vuitton / Marc Domage)

Jean-Michel Basquiat in der Fondation Louis Vuitton Retrospektive zeigt selten ausgestellte Bilder aus Privatsammlungen in Paris

Das Werk von Jean-Michel Basquiat (1960–1988) – 120 Arbeiten aus allen acht Schaffensjahren von 1980 bis 1988 – entfaltet sich auf vier Stockwerken von Frank Gehrys Gebäude. Beginnend mit der Trilogie „Heads“ (1981–1983), die erstmals in der Fondation Louis Vuitton in Paris nebeneinander hängen, und der Präsentation von einigen Kollaborationen zwischen Basquiat und Andy Warhol bringt die monografische Schau Werke zusammen, die noch nie in Europa ausgestellt waren.
12. Februar 2018
Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982 (Courtesy Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam © The Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York. Photo: Studio Tromp, Rotterdam)

Basquiat in der Schirn: Boom for Real Performance, Medien und direkte Emotionalität

Jean-Michel Basquiat war ein Wunderkind, der erste erfolgreiche, dunkelhäutige amerikanische Künstler, der von der Straße her den New Yorker Kunstmarkt im Sturm eroberte (und von diesem in Beschlag genommen wurde). BOOM FOR THE REAL in der Schirn fragt nach der Bedeutung seines Verhältnisses zu Musik, Literatur, Bebop Jazz, Film und Fernsehen, zur Performance.
8. Februar 2018
Edo Bertoglio, Jean-Michel Basquiat am Set von Downtown 81, 1980/81, © New York Beat Film LLC, By permission of The Estate of Jean-Michel Basquiat, Licensed by Artestar, New York, Photo: Edo Bertogli

Jean-Michel Basquiat: Biografie Leben und Ausstellungen des früh verstorbenen New Yorker Malers

Alles Wissenswerte über Jean-Michel Basquiats Biografie: Er war der am schnellsten aufsteigende Jungstar am New Yorker Kunsthimmel des 1980er Jahre. Als Graffitisprayer SAMO© eroberte er (gemeinsam mit Al Diaz) die Straßen von SoHo (1977–1979), bevor er in einer Dokumentation auftrat und ab 1980 als „Radiant Child“ die Kunstszene im Sturm eroberte.
19. Mai 2017
Yusaka Maezawa mit Jean-Michel Basquiats „Untitled“, 18.5.2017, Quelle: Instagram.

Jean-Michel Basquiat „Untitled“ bricht Rekorde Bild verkauft für $110,5 Millionen an Yusaka Maezawa

Gestern erzielte ein Gemälde von Jean-Michel Basquiat nach einem Bietergefecht am Telefon den atemberaubenden Preis von 110.487.500 US Dollar auf einer Auktion von Sotheby’s New York. Schon Tage zuvor hatte der Schätzpreis von $60 Millionen für Aufsehen gesorgt. Kurz nach dem Kauf präsentierte sich Yusaka Maezawa mit seinem neuen Schatz auf Instagram.
9. Mai 2017
Anish Kapoor, White Dark VIII, 2000, Fiberglas und Farbe, 160 x 160 x 64 cm (Privatbesitz), Foto: Anna-Maria Matzner, ARTinWORDS.

Intuition im Palazzo Fortuny Kuratiert von Axel Vervoordt und Daniela Ferretti (2017)

Intuition in der Kunst – über Kulturen, Zeiten und Regionen hinweg. Axel Vervoordt stellt einmal mehr für den Palazzo Fortuny eine atmosphärische Schau über das Unbewusste in der Kunst zusammen.
19. November 2013
Jean-Michel Basquiat & Andy Warhol, Bananas, 1985, Privatsammlung © Foto: Galerie Bruno Bischofberger, Schweiz © The Estate of Jean-Michel Basquiat und The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.

WARHOL / BASQUIAT Paintings

Andy Warhol (1928–1987) und Jean-Michel Basquiat (1960–1988) schufen 1984/85 auf Initiative ihres Zürcher Kunsthändlers Bruno Bischofberger eine Serie von über 130 so genannten Collaborations, von Gemeinschaftswerken. Sie arbeiteten abwechselnd auf derselben Leinwand, füllten sie mit Symbolen ihrer eigenen Bildwelten und reagierten aufeinander – quasi ein malerischer Dialog zwischen dem arrivierten und dem jungen aufstrebenden New Yorker Künstler. In der Geschichte der Malerei der 80er Jahre nehmen die Gemälde eine wichtige Stellung ein, animierte der Shootingstar Basquiat doch den etablierten Warhol, wieder mit dem Malen zu beginnen. Obwohl Warhol und Basquiat unterschiedlicher nicht sein konnten, ergänzen sich ihre spontanen Bildideen zu spannenden, experimentierfreudigen Kompositionen.
30. Mai 2010
Jean-Michel Basquiat von Hatje Cantz, 2010, Cover

Jean-Michel Basquiat in Basel Jung verstorbener Kunstrebell aus New York

Heuer wäre Jean-Michel Basquiat (1960–1988) 50 Jahre alt geworden. Dies nahm die Fondation Beyeler in Basel zum Anlass, dem Ausnahmetalent eine umfassende Retrospektive zu widmen, bei Hatje Cantz ist der Katalog erschienen.
  1. Eleanor Nairne, The Performance of Jean-Michel Basquiat, in: Ausst.-Kat. S. 25.