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Wien | Leopold Museum: Ausstellungen 2020 Welche Ausstellungen zeigt das Leopold Museum 2020?

Leopold Museum, Ausstellungen 2020

Leopold Museum, Ausstellungen 2020

Bisher hat das Leopold Museum erst eine Ausstellung für 2020 bekanntgegeben: Hundertwasser – Schiele verspricht, die Verbindungen zwischen zwei der berühmtesten österreichischen Künstler erstmals in einer Ausstellung aufzudecken und anschaulich zu machen.

Weiterhin zu sehen sein ist die auf drei Stockwerken präsentierte Dauerausstellung zu Wien 1900. Aufbruch in die Moderne → Leopold Museum: Wien um 1900. Aufbruch in die Moderne

bis 20.1.2020 Leopold Museum: Richard Gerstl
bis 20.4.2020 Leopold Museum: Deutscher Expressionismus

 

Leopold Museum: Ausstellungen 2020

Hundertwasser – Schiele. Imagine Tomorrow (21.2.–31.8.2020)

Zwei „offizielle“ Vertreter der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts treffen erstmals in dieser Doppelausstellung aufeinander. Egon Schiele (1890–1918) war das große Vorbild von Friedensreich Hundertwasser (1928–2000)! Eine Ausstellung der Albertina im Herbst 1948 hatte den damals 19-jährigen Kunststudenten erstmals mit Werken des Wiener Expressionisten vertraut gemacht. Kurz darauf verließ er die Akademie, um sich in Italien selbst weiterzubilden. Als Hundertwasser nach Paris übersiedelte, ließ er sich von seiner Mutter Bücher über Schiele nachschicken. Bis zu seinem Lebensende umgab sich der ökologische Visionär und populäre Maler mit Reproduktionen von Schiele, wie Bilder von dessen Atelier in Neuseeland verraten. Was in der Literatur schon seit Jahrzehnten thematisiert wird, wird im Leopold Museum erstmals an den Wänden überprüft. Anlässlich der 20. Wiederkehr des Todestags von Hundertwasser und dem 130. Geburtstag von Schiele zeigt die Ausstellung Parallelen auf, wo sie noch nie vermutet wurden.

Kuratiert von Robert Fleck, mit wissenschaftlicher Beratung von Alexandra Matzner und kuratorischer Assistenz von Aline Marion Steinwender.

 

Emil Pirchan (30.5.–21.9.2020)

Der Architekt, Maler, Bühnen- und Kostüämbildner, Plakatgestalter, Autor Emil Pirchan (1884-1957) wird erstmals in Wien in einer großen Ausstellung gewürdigt. Sein Lebensweg führte ihn von einem Architekturstudium in Wien bei Otto Wagner nach München und Berlin, wo er sich als Bühnenbildner hervortat. Während der 1930er und 1940er Jahre lehrte er in Breslau und Wien, wo er u.a. Künstlermonografien zu Hans Makart und Gustav Klimt publizierte.

Der "Universalkünstler" Emil Pirchan wird anhand seines in Zürich aufgefundenen Nachlasses erstmals in Österreich groß präsentiert und als "Erbe" von Wien 1900 zugänglich gemacht.

Kuratiert von René Grohnert und Ivan Ristić.

 

Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern (30.5.–21.9.2020)

Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven rekonstruiert das Leopold Museum das Musikzimmer der Villa Scheid mit Gemälden von Josef Maria Auchentaller (1865-1949). Rund um diese außergewöhnliche, weil als Installation gedachte Jugendsti-Malerei stellen die Kuratoren Werner Telesko und Dominik Papst Fragen nach der Tradition des Musikzimmers um 1900 und der Beethoven-Ausstellung der Wiener Secession 1902.

Kuratiert von Werner Telesko und Dominik Papst.

 

The Body Electric. Erwin Osen und Egon Schiele (27.8.2020–14.2.2021)

Kürzlich wiederentdeckte Zeichnungen von Erwin Osen (1891–1970), einem Weggefährten und Freund von Egon Schiele, werden im Leopold Museum erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Zeichnungen entstanden im Auftrg des Mediziners Stefan Jellinek (1871–1968), der während des Ersten Weltkriegs den Einsatz von Elektrizität zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen erforschte.

Kuratiert von Gemma Blackshaw, Verena Gamper.

 

Monet, van Gogh, Cézanne, Gauguin. Sammlung Emil Bührle (2.10.2020–28.6.2021)

Bevor die Stiftung Sammlung E.G. Bührle als Dauerleihgabe im Kunsthaus Zürich 2021 einen festen Platz erhält, präsentiert das Leopold Museum die hochkarätige Sammlung zum französischen Impressionismus in Wien. Der in Deutschland geborene Bührle begann in den 1930er Jahren zu sammeln und bgeisterte sich besonders für Claude Monet, Paul CézannePaul Gauguin - schloss aber auch die Vorläufer des impressionistischen, skizzenhaften Malens nicht aus.

Kuratiert von Lukas Gloor.

 

Josef Pillhofer. Retrospektive (20.11.2020–15.3.2021)

Der österreichische Bildhauer Josef Pillhofer (1921–2010) erhält im Leopold Museum eine große Überblicksschau, die das Werk des Wotruba-Schülers in seiner Breite - Skulptur aber auch Zeichnung - vorstellt. 1950 erhielt Pillhofer ein Staatsstipendium, das ihm eine Übersidlung nach Paris ermöglichte. Dort studierte er bei Ossip Zadkine und knüpfte Kontakte zu Jacques Lipchitz, Alexander Archipenko und Henri Laurens, Constantin Brancusi, Germaine Richier und Alberto Giacometti. Obschon Pillhofers Ausgangspunkt die Natur war, abstrahierte er zunehmend vom Naturvorbild, um zum ersten "abstrakten Plastiker Österreichs" (Wilfried Skreiner) zu werden.

Kuratiert von Hans-Peter Wipplinger.