Florence Henri

Wer war Florence Henri?

Florence Henri (New York 28.6.1893–24.7.1982 Compiègne) war eine amerikanisch-französischen Fotografin des Neuen Sehens und Malerin der Abstraktion (→ Neues Sehen | Abstrakte Kunst). Ausgebildete von Fernand Léger und kurz am Bauhaus von Lucia Moholy-Nagy, wurde Florence Henri mit raffinierten Selbstporträts und Stillleben bekannt, für die sie Spiegelungen als raumschaffendes und raumfragmentierendes Element einsetzte. Henris Werke bilden das Bindeglied zwischen der Neuen Fotografie in Deutschland und ihren europäischen Varianten.1

Kindheit

Florence Henri wurde am 28. Juni 1893 als einzige Tochter des Franzosen François Henri und der aus Schlesien stammenden Mutter, Anna Marie Schindler, in New York geboren. Ihr Vater war französischer Direktor einer Ölgesellschaft. Nach dem Tod von Henris Mutter 1895, erforderte die Arbeit ihres Vaters häufige Reisen in ganz Europa. So lernte Henri während der ersten Lebensjahre mehrere europäische Hauptstädte, darunter Paris, Wien und München, kennen.

1905 ließen sich Florence Henri und ihr Vater für die folgenden drei Jahre in England nieder. Henri wurde am Konservatorium in Earls Court Road von Percy Grainger unterrichtet; sie zeigte eine zeichnerische Begabung, obwohl das Klavierspiel ihr vorrangiges künstlerisches Betätigungsfeld war.

Der Tod ihres Vaters 1907 beendete Henris Jugend jäh. Ein auf ihren Namen eingerichteter Treuhandfonds sorgte jedoch in den Folgejahren für ihre ökonomische Absicherung. Im Alter von zehn Jahren zog Florence Henri zu ihrer Tante Anni und ihrem Onkel Gino Gori, einem Dichter, in Rom. Gino Gori pflegte Kontakte zu den italienischen Futuristen F. T. Marinetti, Luigi Russolo und Luciano Folgore.

Von 1909 bis 1911 kehrte Florence Henri nach England zurück, um ihr Klavierstudium fortzusetzen. 1912 erfolgte ein Umzug nach Berlin, wo die ihr Musikstudium fortführte. Florence Henri erhielt Klavierunterricht von Ferruccio Busoni. Ihr Haus wurde zu einem Treffpunkt avantgardistischer Komponisten und Musiker.

Ausbildung: Hinwendung zur Malerei – Endecken der Fotografie

Florence Henri beschloss anstelle von Musik Malerei zu studieren und besuchte 1914 die Berliner Kunstakademie. Dort lernte sie unter anderem Helma und Kurt Schwitters kennen. Während dieser Jahre entstanden mehrere Zeichnungen, sowohl Figurenstudien als auch Landschaften. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie zwischen 1914 und 1918 durch Klavierbegleitung von Stummfilmen im Kino.

Henri begegnete 1919 dem Kunsthistoriker, Schriftsteller und Kritiker Carl Einstein, der für viele Jahre ein enger Freund und persönlicher Mentor wurde. Die junge Künstlerin verkehrte in den Kreisen der Avantgarde-Künstler wie Hans Richter, Hans Arp, John Heartfield, Ivan Pougny und László Moholy-Nagy, mit denen sie enge Freundschaften schloss.

Zwischen 1922 und 1923 besuchte Florence Henri die Malschule von Johannes Walter-Kurau in Berlin. Dort traf sie Margarete Schall, eventuell auch noch Else Lohmann. Während einer Italienreise mit Einstein hielt sich Henri mehrmals in Rom auf, um ihren Onkel Gino Gori zu besuchen. Dieser hatte das Cabaret del Diavolo gegründet, einen angesagten Treffpunkt für die italienische Nachkriegs-Avantgarde und den Kreis der Futuristen.

Paris: Lhote, Léger und die Abstraktion

Als Florence Henri 1924 beschloss, nach Paris zu übersiedeln, hatte sie aufgrund ihrer „Staatenlosigkeit“ Schwierigkeiten, eine Aufenthaltsgenehmigung für Frankreich zu erhalten. Die Scheinehe mit dem Schweizer Karl Anton Koster 1924 ermöglicht Florence Henri die Rückkehr nach Paris (18.6.). Henri wohnte am Boulevard Quinet 14 in Paris und besuchte André Lhotes Académie Montparnasse.

Florence Henri wechselte 1925 gemeinsam mit Marcelle Cahn und Franciska Clausen zu Fernand Léger und Amedée Ozenfant an die Académie Moderne, Paris. Einflüsse durch den späten Kubismus, durch Léger und den „Esprit nouveau“. Sie teilt sich ein Atelier mit der Malerin Margarete Schall aus Essen. Erste Fotografische Arbeiten entstanden. Der polnische Maler Victor Yanaga Posznanski lud sie zur Ausstellungsteilnahme in „L’Art aujourd’hui“ ein. Es handelte sich um die erste internationale Avantgarde-Kunstausstellung in Paris seit dem Krieg. Es waren alle Strömungen der 20er Jahre vertreten: Kubismus, Futurismus, Purismus, Surrealismus und Konstruktivismus in Werken u. a. von Léger, Ozenfant, Sonia Delaunay-Terk und Robert Delaunay, Hans Arp, László Moholy-Nagy, Pablo Picasso und Paul Klee. Henri schloss enge Freundschaft mit dem Künstlerpaar Delaunay. In diesem Jahr unternahm Henri mehrere Reisen nach Berlin.

1926 stellte Florence Henri mit der Gruppe der Académie Moderne einige abstrakte Werke in der Pariser Galerie d’Art Contemporain aus. In der neuen, jedoch bereits renommierten avantgardistischen Zeitschrift „Cahiers d’Art“ wurde eines ihrer Gemälde abgebildet. Henri erkannte das Potenzial der ungegenständlichen Kunst – ihre Arbeiten, die bereits von den kubistische-puristischen Untersuchungen der Académie Moderne beeinflusst waren, wurden nun gänzlich abstrakt.

Bauhaus: Entdeckung der Fotografie

Zum Sommersemester 1927 ging Florence Henri sie als Gasthörerin ans Bauhaus nach Dessau: Sie besuchte den Vorkurs bei László Moholy-Nagy und Malerei bei Wassily Kandinsky und Paul Klee. Henri erhielt Anregungen zur fotografischen Arbeit durch die befreundete Lucia Moholy, wohnte im Meisterhaus beim Ehepaar Moholy-Nagy, machte ihr erstes Selbstportrait und setzte sich mit der Komposition von Raum im fotografischen Bild auseinander. Lucia Moholy schoss mehrere fotografische Porträts von Henri; diese beschäftigte sich zunehmend mit Architektur.

Internationaler Durchbruch

1927 kehrte Florence Henri nach Paris zurück, wo sie sich ein Atelier im Montparnasse-Viertel einrichtete. Im folgenden Jahr gab Florence Henri die Malerei auf und setzte sich intensiv mit der Fotografie auseinander. Es entstanden konstruktivistische Kompositionen: Portraits, Selbstportraits, Stillleben, häufig im Spiegel zum multiplen Brechen des Raums aufgenommen. Erste Veröffentlichung fotografischer Arbeiten – einer Gruppe von Spiegel- und Kugelkompositionen, durch die sie das Sehen als eine „raumerzeugende Aktivität“ zeigte – und der ersten kritischen Abhandlung durch László Moholy-Nagy in der holländischen Kunstzeitschrift „i 10 – internationale revue“. Ab diesem Zeitpunkt beschleunigte sich die Karriere von Florence Henri durch Ausstellungen, Veröffentlichungen und kommerzielle Auftragsarbeiten. In den folgenden elf Jahren wurden ihre raumbezogenen Fototechniken zunehmend komplexer.

„Mit den Fotos von Florence Henri tritt die fotografische Praxis in eine neue Phase ein, deren Umfang bis heute undenkbar gewesen wäre. Über die präzise und exakte dokumentarische Komposition dieser hochdefinierten Fotos hinaus wird die Erforschung der Lichteffekte nicht nur durch abstrakte Photogramme, sondern auch durch Fotos von realen Motiven angegangen. Das gesamte Problem der manuellen Malerei wird durch den fotografischen Prozess an Bord genommen und dank dieses neuen optischen Instruments offensichtlich eine ganz neue Tiefe erhalten. Reflexionen und räumliche Beziehungen, Überlagerungen und Schnittpunkte sind nur einige der Bereiche, die aus einer völlig neuen Perspektive und Perspektive erkundet werden.“2 (Lászlo Moholy-Nagy, Dezember 1928)

Durch den Einsatz von Spiegelungen gelang Florence Henri eine raffinierte Form von Verdoppelung bzw. illusionistischen Vervielfältigung von Gegenständen wie Kugel, Garnrolle oder Früchten. Ihre sorgfältig inszenierten Stillleben sind im Bildaufbau ihren geometrisch-abstrakten Gemälden verwandt; gelegentlich dienten sie auch der Produktwerbung. Bekannt wurde Florence Henri aber vor allem für eine ganze Serie von Selbstporträts mit Spiegeln.3

Anfang 1929 lernte Florence Henri den belgischen Dichter, Autor und Kunstkritiker Michel Seuphor kennen und wurde Teil eines kleinen Freundeskreises, der sich regelmäßig in dessen Wohnung traf. Henri wurde daraufhin auch Mitglied in der Künstlergruppe „Cercle et Carré“ in Paris.
Ab diesem Jahr wurden Florence Henris Werke regelmäßig in internationalen (Kunst-)Zeitschriften wie „Die Form“, „Advertising Display“, „Tezca Arts et Métiers Graphiques“, Modern Photography“ und „Vogue“ veröffentlicht. Zudem wurde Henri zu wichtigen Ausstellungen eingeladen: Teilnahme an internationalen Fotografie-Ausstellungen: „Fotografie der Gegenwart“ in Essen und der „Film und Foto (FiFo)“ in Stuttgart. Künstlerportraits. Kommerzielle fotografische Arbeiten und ihr Zugang zur Welt der Werbefotografie waren in dieser Phase am wichtigsten für ihre Entwicklung. Mitarbeit an der französisch-polnischen Zeitschrift „L’Art Contemporain“, gegründet von Nadia Khodossiewitsch Grabowska (später Léger) und Jan Brzękowski.

Henris Fotoatelier

Die Weltwirtschaftskrise beeinträchtigte spürbar ihr Erbe. Florence Henri eröffnete deshalb ein Fotoatelier in Paris und reüssierte mit ihren Werbe-, Sachaufnahmen und Portraits auch in Ausstellungen. Ihre Schüler*innen waren u.a.: Lisette Model, Gisèle Freund, Lore Krüger (1935). Weiters pflegte sie Kontakte zu Man Ray, Germaine Krull und André Kertész.

Werke – Ausstellungen – Spiegelungen – Porträts

Florence Henris erste Einzelausstellung fand 1930 im Foyer des Kinos „Studio 28“ statt. Die Künstlerin schoss eine Porträtserie moderner Frauen aus der Kunstwelt und von Modellen, die sie wegen ihrer charakteristischen Gesichtszügen auswählte. Diese Aufnahmen wurden häufig auf den Titelseiten von Zeitschriften und Zeitungen abgedruckt. Die Fotokünstlerin begann eine Serie von Spiegelungen in Pariser Schaufenstern mit dem Titel „Vitrines“, an der sie mit Unterbrechungen während der nächsten fünf Jahre arbeitete.

1931 nahm Henri an der Ausstellung „Foreign Advertising Photography“ im New Yorker „Art Center“ teil. Sie sandte eine Komposition mit Zwirnrollen ein, für die sie eine ehrenvolle Erwähnung erhielt. Die Ausstellung versammelte die führenden Tendenzen der modernen europäischen Werbefotografie. Den Winter 1931/32 verbrachte Florence Henri in Rom. Dort fotografierte sie Skulpturen und Architekturruinen. Diese Aufnahmen bildeten das Ausgangsmaterial für eine Serie von Fotomontagen und Collagen, die im Laufe der folgenden vier Jahre entstanden.

Zusammen mit Man Ray, Lee Miller, Umbo, André Kertesz und László Moholy-Nagy nahm Henri an der Ausstellung „Modern European Photography“ in der Julien Levy Gallery in New York (20.2.–11.3.1932). Weiters stellte sie auch in „The Modern Movement in Photography“ an der Royal Photography Society in London aus. In Deutschland wurde sie 1932 im Hamburger Kunstverein in der Ausstellung „Internationale Foto-Ausstellung“ gezeigt. Zu sehen waren Aufnahmen von Hugo Erfurth, Hans Finsler, Florence Henri, Walter Peterhans, Robert Petschow, Sasha Stone, Umbo, Edward Weston und Willy Zielke, die zu diesem Zeitpunkt bereits einen Kanon der Fotografen der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens bildeten.

Florence Henri hatte eine 1933 Einzelausstellung im Kunstverein Folkwang in Essen. Sie schuf mehrere Aktfotos, die sie für Fotomontagen verwendete. Sonia Delaunay-Terk und Robert Delaunay besuchten Henri regelmäßig und brachten Freunde mit, damit diese ihr Werk kennenlernen konnten. Gewöhnlich traf sich die Gruppe im „Café Closerie des Lilas“, wo sie Zeit mit Ciacelli, Piet Mondrian, Marinetti, Naum Gabo und Moholy-Nagy verbrachten.

1934 begann Florence Henri eine Portraitserie von Künstlerinnen und Künstlern: Léger, Arp, Delaunay-Terk, Delaunay und Villon. Viele dieser Aufnahmen wurden zur Illustration von Artikeln über diese Kunstschaffende verwendet. Ausstellungsbeteiligung in „La Publicite par la photographie“ in der Galerie de la Pleiade, Paris, neben Dora Maar, Albin-Guillot, Ilse Bing, Pierre Boucher, Nora Dumas, Eli Lotar, Man Ray, Daniel Masclet und Sougez (9.–22.11.1934).

Eine Komposition mit Spiegel und Kugel sowie ein Stillleben erschienen 1935im Artikel „fotoplastica“ von Arturo Ciacelli. Dieser Beitrag ist ein seltenes Zeugnis von Henris Verbindung zu den Futuristen. Ausstellungsbeteiligung „L‘Humour et le fantastique dans la photographie“ neben Dora Maar, Brassai, Remy Duval, Roger Parry, Sougez und Ylla in der Galerie de la Pleiade.

1936 wählte die Künstlerin die Terrasse ihres Hauses in der Rue Saint-Romain 17 als Schauplatz einer Serie von Stillleben, Porträts, Selbstporträts und Kompositionen mit Spiegeln. Nach einer Pause von zehn Jahren machte Henri wieder Selbstporträts. Sie lernte den Autor und Dichter Pierre Minet kennen, der im selben Gebäude wohnte.

Florence Henri machte 1938 Fotoreportagen für mehrere Zeitschriften, darunter die populäre britische Zeitschrift „Lilliput“. Noch 1939 stellte sie acht Werke auf der „Exposition de l’École Française de Photographie“ im Kunstindustriemuseum Kopenhagen aus (März). Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs veränderte für die international erfolgreiche Künstlerin alles.

Structures [Strukturen]

Für die Weltausstellung im Palais de l’Air stellte Florence Henri ihre umfangreichste Werkgruppe der späten 1930er Jahre her: Gegenstand der Fotoserie mit dem Titel „Structures“ waren die dekorativen Elemente dieses Gebäudes.

Zweiter Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs lebte Florence Henri in Paris. Sie widmete sich hauptsächlich der Malerei und der Herstellung von Patchwork-Arbeiten.

Rückkehr zur abstrakten Malerei

Zwischen 1946 und 1950 schoss Florence Henri Fotoportraits für den Lebensunterhalt. Florence Henri wandte sich wieder der abstrakten Malerei zu und ließ sich von jüngeren Kunstschaffenden wie Maria Helena Vieira da Silva und Nicolas de Staël beeinflussen. In den 1950er Jahren erschienen Henris Fotografien der 1930er Jahre in verschiedenen Zeitschriften wie der „N-Z-Wochenschau“ (1951–1962). Sie nahm weiterhin gelegentlich an Ausstellungen teil.

1959 reiste die Künstlerin nach Cadaques, Costa Brava. Auf Einladung von Salvador Dalí verbrachte Florence Henri drei Jahre auf Ibiza mit ihrer Freundin Jeanne Taffoireau. Nach ihrer Rückkehr in die französische Picardie, nach Bellival (Oise), im Jahr 1963 entstanden Collagen und abstrakte, geometrische Arbeiten, die konstruktivistische Einflüsse aufweisen.

Wiederentdeckung der Fotografin Florence Henri

Ann und Jürgen Wilde entdeckten 1973 die Fotografin Florence Henri wieder. Angespornt durch die positiven Reaktionen auf ihr Werk während der 1970er Jahre, konzentrierte sich Henri darauf, Abzüge früherer Fotoarbeiten herzustellen und die Vergrößerung und Übertragung ihrer charakteristischen Bilder auf lichtempfindliche Leinwand zu betreuen. Die Bedeutung Henris innerhalb der Avantgarde und ihr Einfluss auf die Entwicklung der Fotokunst wurden in kunsthistorischen Untersuchungen allgemein anerkannt. Das führte zu Ausstellungen in Deutschland, Italien, Nord-Amerika, Frankreich.

Tod

Florence Henri starb am 24. Juli 1982 in Compiègne, Bellival, Frankreich.

Beiträge zu Florence Henri

21. Juni 2020
Helen Frankenthaler, Spring Bank, Februar 1974, Acryl/Leinwand, 273,5 x 269,5 cm (Centre Pompidou, Paris)

Paris | Centre Pompidou: Künstlerinnen der Abstraktion

Die Ausstellung zeichnet die Kunstgeschichte der Abstraktion des 20. und 21. Jahrhunderts nach – mit einigen Abstechern ins 19. Jahrhundert – und konzentriert sich auf den Beitrag von Künstlerinnen. Mit Werken von Hilma af Klingt, Sonia Delaunay-Terk, Georgia O'Keeffe, Helen Frankenthaler oder Louise Bourgeois, Gunta Stölzl, Germaine Dulac oder Zilia Sánchez u.v.m.
24. Februar 2015
Florence Henri im Jeu de Paume

Paris | Jeu de Paume: Florence Henri

Andreas Haus und Michel Frizot, in: Stilfiguren. Das Neue Sehen und die Neue Fotografie, in: Michel Frizot (Hg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998, S 457–475, […]
3. Januar 2012
Die andere Seite des Mondes, Cover (DuMont)

Künstlerinnen der Avantgarde Die andere Seite des Mondes

Die Kunstsammlung NRW schreibt noch bis 15. Jänner 2012 den kunsthistorischen Kanon der 1920er und 1930er Jahre um, indem sie acht Künstlerinnen besonders in den Blickpunkt nimmt. Sophie Taeuber-Arp, Sonia Delaunay, Hannah Höch, Florence Henri, Claude Cahun, Dora Maar, Katarzyna Kobro und Germaine Dulac werden in ausführlichen Biographien im Anhang (S. 262-286) und – mit Ausnahme Dulacs – im begleitenden Katalog in spannenden Texten vorgestellt. Die AutorInnen erzählen ein Kapitel europäischer Kunstgeschichte neu und bringen damit eine vergessene Facette in Erinnerung: Die Avantgarde wurde nicht nur von Künstlern erfunden, sondern in der Diskussion mit Künstlerinnen vorangetrieben.
9. Mai 2009
Florence Henri in Bochum

Bochum | Ruhr-Universität Bochum: Florence Henri

Andreas Haus und Michel Frizot, in: Stilfiguren. Das Neue Sehen und die Neue Fotografie, in: Michel Frizot (Hg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998, S 457–475, […]
  1. Andreas Haus und Michel Frizot, in: Stilfiguren. Das Neue Sehen und die Neue Fotografie, in: Michel Frizot (Hg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998, S 457–475, hier S. 472. Vgl. auch Herbert Molderings, 2008, S. 237–238.
  2. László Moholy-Nagy, Zu den Fotografien von Florence Henri, in: i10, Nr. 17–18, Amsterdam 1928.
  3. Vgl. Muriel Rausch (Hg.), Florence Henri. Miroir des avant-gardes (1927–1940) (Ausst.-Kat. Jeu de Paume), Paris, New York / London 2015; Zur Serie der Spiegelporträts vgl. Anja Guttenberger, Fotografische Selbstportraits der Bauhäusler zwischen 1919 und 1933, Berlin 2012, S. 72–74.
  4. Andreas Haus und Michel Frizot, in: Stilfiguren. Das Neue Sehen und die Neue Fotografie, in: Michel Frizot (Hg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998, S 457–475, hier S. 472. Vgl. auch Herbert Molderings, 2008, S. 237–238.
  5. László Moholy-Nagy, Zu den Fotografien von Florence Henri, in: i10, Nr. 17–18, Amsterdam 1928.
  6. Vgl. Muriel Rausch (Hg.), Florence Henri. Miroir des avant-gardes (1927–1940) (Ausst.-Kat. Jeu de Paume), Paris, New York / London 2015; Zur Serie der Spiegelporträts vgl. Anja Guttenberger, Fotografische Selbstportraits der Bauhäusler zwischen 1919 und 1933, Berlin 2012, S. 72–74.
  7. Andreas Haus und Michel Frizot, in: Stilfiguren. Das Neue Sehen und die Neue Fotografie, in: Michel Frizot (Hg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998, S 457–475, hier S. 472. Vgl. auch Herbert Molderings, 2008, S. 237–238.
  8. László Moholy-Nagy, Zu den Fotografien von Florence Henri, in: i10, Nr. 17–18, Amsterdam 1928.
  9. Vgl. Muriel Rausch (Hg.), Florence Henri. Miroir des avant-gardes (1927–1940) (Ausst.-Kat. Jeu de Paume), Paris, New York / London 2015; Zur Serie der Spiegelporträts vgl. Anja Guttenberger, Fotografische Selbstportraits der Bauhäusler zwischen 1919 und 1933, Berlin 2012, S. 72–74.