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Zürich | Kunsthaus Zürich: Ausstellungen 2020 Welche Ausstellungen zeigt das Kunsthaus Zürich im Jahr 2020?

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 30. April 2020
Kunthaus Zürich Ausstellungen 2020

Kunthaus Zürich Ausstellungen 2020

Das Kunstjahr 2020 beginnt im Kunsthaus Zürich mit einer neuen Installation des bedeutenden Künstlers Olafur Eliasson (ab 17.1.), gefolgt von einer Soloausstellung des in Paris geborenen Kader Attia (21.8.–15.11.2020). Beide zählen zu den bekanntesten Kunstschaffenden der Gegenwart. Die Corona-Krise hat auch Zürich nicht verschont. Es können alle Ausstellungen des Jahres 2020 gezeigt werden, die Termine wurde bereits aktualisiert

Der Moderne wird im Kunsthaus Zürich 2020 ebenfalls breiter Raum gegen, wenn mit „Ottilia Giacometti – Ein Porträt. Werke von Giovanni und Alberto Giacometti” (ab 7.2.) erstmals die wenig bekannte Schwester von Alberto und Diego ins Zentrum gerückt wird. Als Modell für Vater und Brüder ist sie in vielen ihrer Werke präsent.

Mit „Schall und Rauch – Die wilden Zwanziger. Von Josephine Baker bis Thomas Ruff“ (ab 3.7.) wird die heterogene Kunstszene der Weimarer Republik – von Bauhaus über Dadaismus, von Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit – in den Kontext ihrer Entstehungszeit gestellt. Genauso „wild“ ging es im 19. Jahrhundert her, wenn man „Im Herzen wild: Schweizer Romantik von Füssli bis Böcklin“ (ab 4.9.) Glauben schenken dar. Mit Ottilie W. Roederstein (ab 4.12.) wird eine vergessene schweizer Porträt- und Stilllebenmalerin seit Jahrzehnten erstmals wieder der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Alten Meister werden im Jahresprogramm 2020 in zwei Ausstellungen gewürdigt: „Die Poesie der Linie. Italienische Meisterzeichnungen“ (ab 31.1.) versammelt Arbeiten auf Papier aus der Renaissance und dem Barock. Die Sommerausstellung „Landschaften – Orte der Malerei“ (ab 4.7.) bringt das fruchtbare Thema Landschaft und Naturausschnitt mit Werken, die vor 1800 entstanden sind, auf den Punkt.

Hier finden Sie den Überblick zu den Ausstellungen 2021 → Zürich | Kunsthaus: Ausstellungen 2021

 

Ausstellungen im Kunsthaus Zürich 2020

Olafur Eliasson (17.1.–22.3.2020)

→ Zürich | Kunsthaus Zürich: Olafur Eliasson

Olafur Eliasson (* 1967) gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern. Für das Kunsthaus Zürich entwickelt er exklusiv eine neue, ortsspezifische Installation, die eine Ausstellungsfläche von rund 1000 m2 einnimmt.

 

Die Poesie der Linie. Italienische Meisterzeichnungen (31.1.–26.4.2020)

Das Kunsthaus Zürich zeigt eine Auswahl seiner kleinen, hochkarätigen Sammlung italienischer Zeichnungen, die in der Zeit zwischen Renaissance und Barock entstanden sind. Neben dem bekannten Juwel, Raffaels Studie für ein Fresko im Vatikanpalast, werden bislang unbekannte Werke von Italienern wie Correggio, Guercino und Carlo Maratti zu sehen sein, die in der Kunstgeschichte Rang und Namen haben. Beim Anblick der virtuos auf das Papier geworfenen Linien ist man der Entstehung eines Kunstwerks so nah wie nur irgend möglich.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich.

 

Ottilia Giacometti – Ein Porträt. Werke von Giovanni und Alberto Giacometti (7.2.–19.7.2020)

Die Ausstellung widmet sich Ottilia, der Tochter von Giovanni und Annetta Giacometti, Schwester von Alberto, Diego und Bruno. Sie stellt die am wenigsten bekannte Figur der berühmten Künstler-Familie ins Zentrum, die 1937 bei der Geburt ihres Sohnes Silvio im Alter von nur 33 Jahren starb.

Rund 60 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von Giovanni und Alberto Giacometti zeigen Ottilia als Kind, als Jugendliche und als junge Frau. Ein Teil der Ausstellung ist den Porträts ihres Sohnes Silvio gewidmet. Im Neffen, der Alberto sehr am Herzen lag, lebte die Erinnerung an Ottilia weiter. Einige Bilder und unveröffentlichte Dokumente beleuchten die starken Familienbande der Giacomettis.

 

Schall und Rauch – Die wilden Zwanziger. Von Josephine Baker bis Thomas Ruff (3.7.–11.10.2020)

→ Zürich | Kunsthaus Zürich: Die wilden Zwanziger. Von Josephine Baker bis Thomas Ruff

Erstmals werden in einer Ausstellung Stilrichtungen wie das Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und Architekturikonen des Modernismus gemeinsam betrachtet. Das Kunsthaus zeigt die Stilheterogenität jener Aufbruchsjahre in Malerei, Plastik, Zeichnung, Fotografie, Film und Collage. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, die sich explizit mit der Formensprache und den Inhalten der 1920er Jahre befassen, schlagen eine Brücke in die Gegenwart.

Mit Werken von Kader Attia, Josephine Baker, Marc Bauer, Constantin Brancusi (→ Constantin Brâncuşi: Biografie), Coco Chanel, Le Corbusier und Charlotte Perriand, Dodo, Liam Gillick, Friedrich Kiesler, Paul Klee, Fernand Léger, Jeanne Mammen, László Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Alexandra Navratil, Man Ray, Lotte Reiniger, Hans Richter, Ludwig Mies van der Rohe, Thomas Ruff, Christian Schad, Xanti Schawinsky, Margarete Schütte-Lihotzky, My Ullmann u. a.

 

Kader Attia (21.8.–15.11.2020)

Kader Attia wurde 1970 als Sohn algerischer Eltern in einem Vorort nördlich von Paris geboren. Die Erfahrung eines Lebens in zwei Kulturen nutzt Attia als Ausgangspunkt für seine künstlerische Praxis. Er thematisiert in seinem Werk die koloniale Vergangenheit Europas sowie der westlichen Welt und deren Folgen. Seine Skulpturen, Installationen, Fotos und Videos zeichnen sich durch einen hohen ästhetischen und ethischen Wert aus. Sie widmen sich den Krisen und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen unserer Zeit. Im Zentrum steht ein neues monumentales Werk, das der Künstler für das Kunsthaus realisiert.

 

Landschaften – Orte der Malerei (17.7.–8.11.2020)

Die Ausstellung fügt über 50 herausragende Gemälde zu einem Panorama der Landschaftsmalerei zusammen. Es handelt sich um Werke aus den Beständen des Kunsthauses, die zwischen 1500 und 1800 in Flandern, Holland, Italien und Frankreich entstanden sind. Zu den Künstlern zählen u.a. Joachim Patenier, Hendrick Avercamp, Jan van Goyen, Jacob van Ruisdael, Claude Lorrain, Domenichino und Bernardo Bellotto. Neuartig ist die parallele Präsentation frühmoderner Landschaften von Vincent van Gogh, Giovanni Segantini und Claude Monet. Diese Künstler reagierten auf das weite Land, das die Alten Meister auf so prägende Weise gemalt hatten, anders. Die horizontale Inszenierung ihrer Werke erschließt dem Betrachter diese neue Dimension.

 

Im Herzen wild: Schweizer Romantik von Füssli bis Böcklin (4.9.–6.12.2020)

Ob Szenerien der ungebändigten hochalpinen Natur, dramatische Wendepunkte in der Schweizer Geschichte oder aufwühlende Schiffbrüche: Die Ausstellung zur Schweizer Romantik verwandelt das Kunsthaus Zürich in ein Panorama der großen Gefühle. Mit über 150 Werken spannt die Schau einen Bogen von Johann Heinrich Füssli über Alexandre Calame bis zum frühen Arnold Böcklin. Sie führt den eminenten Beitrag der Schweizer Künstler zur Entwicklung der europäischen Landschaftsmalerei vor Augen und lässt die Faszination für das ewige Eis der Gletscher und die erhabene Bergwelt nacherleben. Die Romantik erschließt zudem Erfahrungsbereiche, die jenseits unseres rein rationalen Denkens liegen. Leidenschaft, Hingabe an die Sinne und die Faszination für das Unerklärliche sind zentrale Elemente, die die Kunst dieser Epoche aufruft. Sie spiegeln ein Lebensgefühl wider, das als Alternativentwurf zu unserem durchrationalisierten Lebensalltag derzeit wieder eine Hochkonjunktur erlebt.

 

Ottilie W. Roederstein (4.12.2020–5.4.2021)

Ottilie W. Roederstein (1859–1937) war zu ihren Lebzeiten eine erfolgreiche und unabhängige Malerin, die große Anerkennung für ihre Porträts und Stillleben fand. Ab 1883 stellte sie ihre Gemälde mit Erfolg in Paris aus. 1912 vertrat sie die Schweiz als einzige Künstlerin bei der epochalen internationalen Kunstausstellung des Sonderbundes in Köln – neben Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Trotz ihrer einst internationalen Wertschätzung ist Roederstein in Vergessenheit geraten. 83 Jahre nach ihrem Tod organisiert das Kunsthaus Zürich die erste monografische Werkschau in der Schweiz. Anhand von 60 Werken wird das stilistisch vielfältige Œuvre der Künstlerin nach langer Zeit wieder zugänglich.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Städel Museum, Frankfurt/Main.

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2026 zeigt das Musée Marmottan Monet die erste Ausstellung zu Giovanni Segantini in Paris. Der Symbolist trifft dabei auf eine Hommage von Anselm Kiefer.
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