0

Vincent van Gogh: Bilder vom Wald Bäume und Wälder im Werk von Van Gogh, Rousseau und Corot

Vincent van Gogh, Baumwurzeln, Auvers-sur-Oise Juli 1890, Öl auf Leinwand, 50.3 × 100.1 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam / Vincent van Gogh Foundation)

Vincent van Gogh, Baumwurzeln, Auvers-sur-Oise Juli 1890, Öl auf Leinwand, 50.3 × 100.1 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam / Vincent van Gogh Foundation)

Vincent van Gogh (1853–1890) ist als Maler von Äckern, Gärten und Olivenhainen berühmt – doch auch Wälder spielen in seinem Werk eine nicht unbedeutende Rolle. Die frühe Orientierung des holländischen Landschaftsmalers an den Meistern der Schule von Barbizon, seine Auseinandersetzung mit dem Werk von Daubigny und des Impressionismus während seiner Pariser Jahre und nicht zuletzt sein Aufenthalt im Hospital von Saint-Paul in Saint-Rémy-de-Provence inspirierten ihn zu seiner Serie von Waldeinblicken. Van Goghs Erbe lässt sich ebenfalls mit einem „Wald“ in Verbindung bringen: Die unvollendeten „Baumwurzeln“ ist vielleicht das letzte Bild, an dem Vincent van Gogh gearbeitet hatte, bevor er sich das Leben nahm. Der exaltierten, naturfernen Farbigkeit und dem abstrahierten Ornamentieren gingen Einblicke ins „Unterholz“ voraus, deren pointillistischer Farbauftrag die Möglichkeiten malerischen Experimentierens und die zunehmende Auflösung der Form dokumentieren.

Van Goghs Vorbilder aus dem Wald von Fontainebleau

Vincent van Gogh bewunderte die Maler der Schule von Barbizon bereits als er noch als Kunsthändler tätig war. Der Wald von Barbizon ist ein ca. 168.000 km² großes, 55 Kilometer südlich von Paris gelegenes Waldstück, das für seine Baumvielfalt und mächtigen Eichen bekannt ist. Die Nähe zu Paris aber auch die „Wildnis“ vor der Haustür begeisterte Maler wie Théodore Rousseau und Camille Corot den 1820er Jahren. Die während der Sommer angefertigten Skizzen wurden in der kalten Jahreszeit zu ersten bedeutenden Landschaftsgemälden umformuliert. Der Wald von Barbizon wurde in ihren Bildern zum Symbol der Heimat, zum paradiesischen Ort von Ursprünglichkeit.

Der aus gutbürgerlichen Verhältnissen stammende Camille Corot (1796–1875) wandte sich während der 1820er Jahre in der italienischen Campagna der Landschaftsmalerei zu. Es sollte allerdings bis zur Jahrhundertmitte dauern, bis die Landschaftsmalerei von der strengen Salonjury Anerkennung fand. Der Pariser Kunsthändler Paul Durand-Ruel förderte Corot wie Théodore Rousseau, Narcisse Diaz de la Peña und promotete diese Maler unter dem Namen „Gruppe von 1835“; der Begriff „Schule von Barbizon“ wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts erfunden. Obwohl jeder Maler einen anderen Fokus entwickelte, gibt es Verbindendes: Die teils monumentalen Landschaftsgemälde der Schule von Barbizon teilen sich ein gemeinsames Motiv (Bäume, Steinbrüche, Schäferinnen, vereinzelte Kühe) und die zunehmend freie Handhabung der Farbe. So wurde Théodore Rousseau für seine detailgenauen Darstellungen von mächtigen Eichen gerühmt. Da er viel Zeit beim Malen im Freien verbrachte, ist er einer der Begründer der Pleinairmalerei. Nach seiner Bitte an Kaiser Napoleon III. wurde der Wald 1853 unter Naturschutz gestellt. Die Werke der Schule von Barbizon – zu der manchmal auch Gustave Courbet und Jean-François Millet gezählt werden – bot damit einen reichen Erfahrungsschatz an Walddarstellungen für den sich autodidaktisch fortbildenden Vincent van Gogh.

Van Goghs Wälder

Bäume, Baumgruppen und Wälder begleiten Vincent van Gogh vom Früh- bis zum Spätwerk. Als sich der Holländer nach einem gescheiterten Versuch, Laienprediger im Borinage zu werden (→ Vincent van Gogh im Borinage. Die Geburt eines Künstlers), intensiv mit Malerei beschäftigte, setzte er sich mit Werken der Haager Schule, den modernen niederländischen Landschaftsmalern seiner Zeit, und den Malern der Schule von Barbizon auseinander. Erste pastos gemalte Werke belegen seine Beschäftigung mit den inzwischen berühmten Vorgängern.

Der Umzug des Künstlers nach Paris machte Vincent van Gogh schlagartig klar, dass seine naturalistische, erdige Farbigkeit längt vom Impressionismus überholt worden war. Claude Monet, der Pionier der impressionistischen Landschaft, hatte sich Mitte der 1860er Jahre selbst im Wald von Barbizon aufgehalten, um naturalistische Landschaften zu malen. Diese stellte er 1866 im Salon sogar aus und wurde vom jungen Kritiker Émile Zola für dessen „realistische“ Qualitäten gelobt. Während der 1870er Jahre waren am Salon noch weitere Ansichten aus dem Wald von Barbizon ausgestellt worden, sie repräsentierten jedoch nicht mehr die Avantgarde der Malerei. Monet selbst hatte sich in diesen Jahren der Seine und ihren Ufern zugewandt, ja begonnen wie Daubigny in einem Boot zu malen (→ Claude Monet und Daubigny).

Vincent van Gogh beschäftigte sich zuerst in Paris und erneut in Südfrankreich mit Waldeinblicken und Baumgruppen. Die im Mai bis Juli 1887 entstandenen Waldeinblick in der Nähe von Paris sind schöne Beispiele für die Rezeption des Pointillismus durch Vincent van Gogh (→ Seurat, Signac, Van Gogh – Wege des Pointillismus). Das Blattwerk löst sich in eine Myriade von Pinselstrichen auf.

In Südfrankreich (1888 bis 1889) prägt die kargere Garique-Landschaft Van Goghs Gemälde. Das Van Gogh Museum in Amsterdam konnte „Sonnenuntergang bei Montmajour“ (1888) aus Privatbesitz für die kleine Schau gewinnen.1 Vincent van Gogh beschrieb in zwei Briefen im Sommer 1888 den Ausblick als:

„auf einer steinigen Heide, wo sehr kleine, verkrümmte Eichen wuchsen, im Hintergrund eine Ruine [der Abtei Montmajou] auf dem Hügel und Weizen im Tal“2 (Brief von Vincent van Gogh an Theo, 5. Juli 1888)

Lässt sich der sommerliche Blick auf die Abtei Montmajou noch als ein Werk der avancierten Impressionismus begreifen, so zeigen die Wolkenformationen bereits die für den späten Van Gogh so charakteristische, dynamische Formgebung. Der Aufenthalt von Paul Gauguin in Arles endete nicht nur mit der dramatischen Selbstverstümmelung des Holländers, sondern animierte ihn auch, mit kräftigen, unnaturalistischen Farben zu experimentieren (→ Vincent van Gogh : Paul Gauguin in Arles).

In den folgenen Monaten wurde vor allem der Garten des Hospitals in Saint-Rémy, in das er sich selbst am 8. Mai 1889 eingewiesen hatte, zu einer Inspirationsquelle Vincent van Goghs. Wie schon in der Nähe von Paris wählte er den Blick auf ins efeubedeckte Unterholz bzw. auf die sich nun wie Flammen emporzüngelnden Baumstämme. Bilder wie „Fallende Blätter“ oder „Unterholz“ gehen den außergewöhnlichen siebzig letzten Werken Vincent van Goghs voraus: Das unvollendete Gemälde „Baumwurzeln“ (Auvers-sur-Oise Juli 1890) wurde mit seiner exaltierten, naturfernen Farbigkeit und dem abstrahierten Ornamentieren zum künstlerischen Vermächtnis Vincent van Goghs: pointillistischer Farbauftrag und zunehmende Auflösung der Form machten den ehemaligen Realisten zu einem der Väter der Moderne und Vorläufer des Expressionismus.

Vincent van Gogh. Wald & Bäume: Bilder

  • Jules Dupré, Der versunkene Weg, 1835–1840 (Van Gogh Museum, Amsterdam)
  • Jean-Baptiste-Camille Corot, Erinnerung an Nemi. Felsen und Sträucher, 1844/45 (The Mesdag Collection, Den Haag)
  • Jean-Baptiste-Camille Corot, Verlassener Steinbruch, 1850 (The Mesdag Collection, Den Haag)
  • Théodore Rousseau, Bach im Wald von Fontainebleau, 1849 (The Mesdag Collection, Den Haag)
  • Théodore Rousseau, Der schräge Baum bei Carrefour de l'Epine, 1852 (The Mesdag Collection, Den Haag)
  • Claude Monet, Küstenlandschaft, 1864 (Van Gogh Museum, Amsterdam; acquired with the support of the Vincent van Gogh Foundation and Rembrandt Association)
  • Vincent van Gogh, Landschaft mit schiefen Bäumen, 1883 (Privatsammlung)
  • Vincent van Gogh, Le Saule [Die Weide], 1885 (Collection Van Lanschot)
  • Vincent van Gogh, Waldweg, Paris Mai 1887–Juli 1887, Öl auf Leinwand, 45.3 × 37.7 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam / Vincent van Gogh Foundation)
  • Vincent van Gogh, Bäume, Paris Juli 1887, Öl auf Leinwand, 46,5 × 38 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam / Vincent van Gogh Foundation)
  • Vincent van Gogh, Sonnenuntergang bei Montmajour, 1888, Öl auf Leinwand, 73,3 × 93,3 cm (Privatsammlung)
  • Vincent van Gogh, Unterholz, Saint-Rémy-de-Provence Juli 1889, Öl auf Leinwand, 73 × 92,3 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam / Vincent van Gogh Foundation)
  • Vincent van Gogh, Der Garten vom Saint-Paul Hospital („Fallende Blätter“), Saint-Rémy-de-Provence, Oktober 1889, Öl auf Leinwand, 73.8 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam / Vincent van Gogh Foundation)
  • Vincent van Gogh, Baumwurzeln, Auvers-sur-Oise Juli 1890, Öl auf Leinwand, 50.3 × 100.1 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam / Vincent van Gogh Foundation)

Merken

Weitere Beiträge zu Vincent van Gogh

1. August 2022
Vincent van Gogh, Selbstporträt, Detai, 1887, Öl/Karton, 32,8 x 24 cm (Kröller-Müller Museum, Otterlo © Indien van Toepassing, Amsterdam)

Rom | Palazzo Bonaparte: Van Gogh Meisterwerke aus dem Kröller-Müller Museum | 2022/23

70 Bilder aus der gesamten Schaffenszeit zeigen van Goghs Stil und Farbigkeit.
24. Juli 2022
Vincent van Gogh, Der Torfkahn, Detail, Nieuw-Amsterdam, Oktober 1883, Öl auf Leinwand auf Holz, 37 x 55,5 cm (Drents Museum, Assen (erworben mit Unterstützung der Provinz Drenthe, Nederlandse Aardolie Maatschappij, Vuil Afvoer Maatschappij, Stiftung Pieter Roelf, Stiftung Van Gogh, Stiftung Vrienden van het Drents Museum, Stiftung Schone Kunsten rond 1900, VSB-fonds und Vereniging Rembrandt)

Assen | Drents Museum: Van Gogh in Drenthe Moorlandschaft und Liebermann-Verehrung | 2023

Erstmals befasst sich die Ausstellung mit Van Goghs Inspirationsquellen und dem Drenther Werk seiner Zeitgenossen. Angesichts der harten Arbeitswelt und der Schönheit der Landschaft fühlte er sich im Herbst 1883 als Maler von Bauern bestätigt.
24. Juli 2022
Vincent van Gogh, Doktor Paul Gachet, Detail, 1890, Öl-Lw, 68,2 x 57 cm (Geschenk von Paul und Marguerite Gachet, Dr. Gachets Kinder, 1949 © Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)

Paris | Musée d’Orsay: Van Gogh in Auvers-sur-Oise Seine letzten Monate | 2023/24

Van Goghs letzte 70 Tage in Auvers-Sur-Oise, das etwa 32 Kilometer von Paris entfernt in Getreidefeldern liegt. Ländlicher Charakter, alte Strohdächer und der homöopathische Arzt Dr. Paul Gachet, Daubignys Garten und sein tragischer Tod.
24. Juli 2022
Vincent van Gogh, Eingang zum Öffentlichen Garten in Arles, Oktober 1888, Öl/Lw, 72,39 x 90,805 cm (Phillips Collection, Washington, DC)

London | National Gallery: Van Gogh in der Provence Dichter und Liebende | 2024/25

Zum 200. Geburtstag der National Gallery organisiert sie eine "spektakuläre" Van Gogh-Ausstellung zu dessen Aufenthalt in der Provence - mit berühmten Bildern aus Arles und Saint Rémy!
24. Juli 2022
Vincent van Gogh, Weizenfeld mit Krähen, Auvers-sur-Oise 1890 (Amsterdam)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Van Gogh in Auvers-sur-Oise Seine letzten Monate | 2023

Seine letzten 70 Tage lebte der heute so berühmte Maler im beschaulichen Dorf Auvers-sur-Oise, das etwa 32 Kilometer von Paris entfernt in Getreidefeldern liegt. Dort schuf er Landschaften voller Melancholie und bäuerlicher Arbeit.
10. Juli 2022
Vincent van Gogh, Angeln im Frühling, Pont de Clichy (Asnières), Detail, 1887 (Chicago)

Chicago | Art Institute: Van Gogh und die Avantgarde Postimpressionismus entlang der Seine | 2023

Zwischen 1882 und 1890 strömten postimpressionistische Maler wie Vincent van Gogh, Georges Seurat, Paul Signac, Emile Bernard und Charles Angrand in Scharen in die Dörfer am Rande von Paris. Dort entstand der Postimpressionismus.
21. Juni 2022
Jan Hendrik Weissenbruch, Blick auf drei Mühlen, Detail, 1890 (Stedelijk Museum, Amsterdam)

Potsdam | Museum Barberini: Impressionismus in Holland. Wolken und Licht Landschaftsmalerei von Haager Schule und Amsterdamer Impressionismus | 2023

Das Museum Barberini zeigt im Sommer 2023 erstmals einen Überblick über die holländische Landschaftsmalerei zwischen Tradition (Naturialismus) und französischem Impressionismus und Pleinair-Malerei.
27. Mai 2022
Edvard Munch, Melancholie, Detail, 1894–1896, Öl/Lw, 80 x 100 cm (KODE Art Museum and Composer Homes, Bergen, Norwegen)

London | The Courtauld Galley: Edvard Munch Meisterwerke aus dem KODE in Bergen | 2022

Erstmals ist die Munch-Sammlung des norwegischen Industriellen Rasmus Meyer in Großbritannien zu sehen! Die permanente Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Werke des Courtauld schafft einen spannenden Kontext für die Ausstellung. Sie Werke zeigen einige der künstlerischen Inspirationen Munchs, denen der norwegische Maler während seiner experimentellen Jahre in Paris von 1889 bis 1892 begegnete.
9. April 2022
David Hockney, Three Trees near Thixendale, Summer, Detail, 2007, Öl auf acht Leinwänden (Sammlung Würth 12501, © David Hockney, Foto: Richard Schmidt)

Berlin | Gemäldegalerie: David Hockney – Landschaften im Dialog Vier Jahreszeiten der Sammlung Würth | 2022

Mit seinem großformatigen Jahreszeitenzyklus „Three Trees near Thixendale“ (2007/08) der Sammlung Würth wendet sich David Hockney dem stimmungsvollen jahreszeitlichen Wandel der Natur in seiner britischen Heimat zu. Ausgewählte Landschaften aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin zeigen Hockneys Auseinandersetzung mit der Kunst vorangegangener Jahrhunderte.
29. März 2022
Vincent van Gogh, Olivenbäume, Detail, Juni–Juli 1889, ÖlLw, 51,2 x 65,3 cm (National Galleries Scotland. erworben 1934)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Van Gogh und die Olivenhaine 15-teilige Serie in Saint-Rémy 1889 | 2022

Von Juni bis Dezember 1889 schuf Vincent van Gogh eine beeindruckende Serie von 15 Gemälden, die Olivenbäume zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten einfangen. Erstmals beleuchtet das Van Gogh Museum in Amsterdam diese Gruppe von Bildern und setzt sie in den Kontext seiner Biografie.
6. Februar 2022
Paul Signac, Le port de Saint-Tropez [Der Hafen von Saint-Tropez], 1901/2, Öl auf Leinwand, 131 x 161,5 cm (The National Museum of Western Art, Tokio, ehemals Museum Folkwang, Hagen/Essen)

Essen | Museum Folkwang: Impressionismus RENOIR, MONET, GAUGUIN. Bilder einer fließenden Welt | 2022

Die bedeutende Sammlung spätimpressionistischer Werke aus dem Museum Folkwang tritt in Dialog mit der Sammlung Kojiro Matsukatas aus den Beständen des National Museum of Western Art in Tokio.
2. Januar 2022
Vincent van Gogh, Selbstporträt mit verbundenem Ohr, Detail, 1889, Öl/Lw, 60.5 x 50 cm (The Courtauld Gallery (The Samuel Courtauld Trust, London)

London | The Courtauld Gallery: Van Goghs Selbstporträts 2022 werden seine Selbstbildnisse in London vereint

Kaum zu glauben, aber das Courtauld in London plant für die erste Jahreshälfte 2022 die erste (!) Ausstellung zu Vincent van Goghs Selbstporträts! Die Werkauswahl umspannt alle schöpferischen Jahre des Niederländers – von seinen ersten Schritten bis zu seinem dramatischen Ende in Frankreich.
6. Oktober 2021
Max Liebermann, Selbstbildnis mit Pinsel, Detail, 1913, Öl auf Leinwand (Kunstpalast Düsseldorf, Horst Kolberg)

Darmstadt | HLMD: Max Liebermann Europäischer Netzwerker von Weltrang

Die Ausstellung thematisiert Liebermanns Auseinandersetzung mit seinen Vorbildern, zu denen unter anderem Jean-François Millet und Rembrandt van Rijn gehören, und ermöglicht eine direkte Gegenüberstellung zu ihnen.
21. September 2021
Valentin Serow, Iwan Abramowitsch Morosow, Moskau 1910

Paris | Fondation Louis Vuitton: Morosow Sammlung Ikonen der modernen Kunst erstmals in Paris

2021 überlässt die Fondation Louis Vuitton für fünf Monate die gesamte Galerie den Meisterwerken aus der Sammlung der Brüder Michail Abramowitsch Morosow (1870–1903) und Ivan Abramowitsch Morosow (1871–1921).
13. Juni 2021
Etel Adnan, Untitled, 2010, Öl/Lw, 24 x 30 cm (Collection Mudam Luxemburg, Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. © Photo: Rémi Villaggi / Mudam Luxembourg)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Etel Adnan. Colour as Language Adnan und Van Gogh | 2022

Etel Adnan verbindet mit Vincent van Gogh, dass beide versuchten, die Kraft der Natur auf der Leinwand mit einer eigenen Farbpalette und einem ganz eigenen Malstil zu vermitteln.
2. Juni 2021
Paul Signac, Konstantinopel: Yeni Djami, Detail, 1909, Öl auf Leinwand (Dauerleihgabe, Stiftung Kunst im Landesbesitz, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln)

Köln | Wallraf-Richartz-Museum: Paul Signac „Eine impressionistische Reise durch die eigene Sammlung“

Im Herbst/Winter 2020/21 steht Signacs pointilistisches Hafengemälde „Konstantinopel: Yeni Djami“ (1909) in Köln im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Bon Voyage, Signac!“. Rund 60 Gemälde französischer Impressionisten und Postimpressionisten laden zur Reise durch Frankreich (Normandie, Bregtagne, Südfrankreich) - und darübr hinaus - ein.
23. Juni 2020
Vincent van Gogh, Sonnenblumen, Detail, Ende August 1888, Öl/Lw, 93 x 73 cm (National Gallery, London)

Tokyo | National Gallery London zeigt Van Goghs „Sonnenblumen” während der Olympischen Spiele in Japan Ausstellung ab Frühjahr 2020 in Tokyo und Osaka

Vincent van Goghs „Sonnenblumen” aus London für fast ein halbes Jahr in Japan! Im Frühjahr 2020 in Tokyo und während der Olympischen Spiele in Osaka ausgestellt.
30. März 2020
Vincent van Gogh, Fruühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen, 1884

Niederlande | Van-Gogh-Gemälde in Laren gestohlen

Früh am Morgen des 30. März 2020 wurde das Bild „Frühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen“ von Vincent van Gogh aus dem Singer Laren Museum in der Nähe von Amsterdam gestohlen.
5. Dezember 2019
Vincent van Gogh, Sämann bei Sonnenuntergang, Detail, 1888, Öl/Lw, 73,5 x 93 cm (© Sammlung Emil Bührle, Zürich, Foto: SIK-ISEA, Zürich (J.-P. Kuhn)

Wien | Leopold Museum: Sammlung Emil Bührle Monet, Van Gogh, Cézanne, Gauguin

Sammlung Emil Bührle in Wien: Das bedeutet Räume voller Bilder von Monet, Gauguin, Cézanne, van Gogh im Leopold Museum (Herbst 2020). Die wichtigsten Bilder findet du vorab hier!
25. Oktober 2019
Vincent van Gogh, Stillleben mit Zwiebel, Detail, 1889, Öl/Lw (Kröller-Müller Museum, Otterlo)

Museum Barberini: Van Gogh. Stillleben Reflexionen über den Alltag: Schuhe, Blumen und Theos Briefe

Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit Farbe. Die erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs.
21. Oktober 2019
Vincent van Gogh, Selbstbildnis, Detail, 1887, Öl auf Malpappe, montiert auf parkettierter Holztafel, 44 x 32,5, cm (The Art Institute of Chicago, Joseph Winterbotham Collection)

Frankfurt | Städel: Vincent van Gogh „Making Van Gogh“ beleuchtet Rezeption von Van Goghs Kunst in Deutschland

Vincent van Gogh (1853–1890) verkaufte während seines kurzen Künstlerlebens nur ein einziges Bild. Doch 15 Jahre nach seiner Selbsttötung hatten die Kunstwelt und erste Sammler den immensen Wert seines Schaffens erkannt. Das Städel Museum in Frankfurt a.M. zeigt erstmals in einer Ausstellung, welche Rolle die deutschen Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte seiner Malerei spielten.
18. Oktober 2019
Vincent van Gogh, L`Homme à la pipe (Selbstbildnis [Mann mit Pfeife]), 1889, Privatsammlung.

Vincent van Gogh: Biografie Lebenslauf und Werk des holländischen Malers

Vincent van Goghs Biografie: Leben und Werke des spät berufenen Malers aus Holland. Hier findest du den Lebenslauf samt aller wichtiger Stationen!
28. September 2019
Vincent van Gogh, Der Sämann, Detail, um 25. November 1888, Öl auf Leinwand, 32 x 40 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam (Vincent van Gogh Stiftung)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Jean-François Millet. Die Saat der Modernen Kunst Wie inspirierte Millet van Gogh, Monet, Munch und Dalí?

Wie inspirierte Millet van Gogh, Monet, Munch und Dalí? Als "Maler der Bauern" ging Jean-François Millet in die Kunstgeschichte ein. Seine Bilder beeinflussten die Moderne Kunst, denn Monet, van Gogh, Pissarro, Munch und Dalí kopierten und paraphrasierten die ländlichen Motive und neuartig stimmungsvollen Landschaften.
7. August 2019
Vincent van Gogh, Le Café de nuit à Arles, 1888 (Hahnloser-Jaeggli Stiftung, Villa Flora, Winterthur, Foto: Reto Pedrini, Zürich)

Wien | Albertina: Sammlung Hahnloser Cézanne, Matisse, Hodler - und die Künstler des Postimpressionismus, Fauvismus und Klassischen Moderne

Die Albertina präsentiert im Frühjahr 2020 eine repräsentative Auswahl an Werken der Schweizer Sammlung Hahnloser. Die Sammlung Hahnloser, zwischen 1905 und 1936 zusammengetragen von Arthur Hahnloser und dessen Ehefrau Hedy Hahnloser-Bühler, umfasst Werke des Postimpressionismus, Fauvismus und der Klassischen Moderne - von Van Gogh, Cézanne über die Nabis bis zu Matisse und Ferdinand Hodler.
13. Juli 2019
Vincent van Gogh, Der Weg nach Arles, Detail, 1888, Öl/Lw, 46,1 x 60,9 cm (National Gallery of Art, Washington D.C. © National Gallery of Art, Washington, Ailsa Mellon Bruce Collection)

Vincent van Gogh und Deutschland "Making van Gogh" im Städel

Vincent van Gogh (1853–1890) verkaufte während seines kurzen Künstlerlebens nur ein einziges Bild. Doch 15 Jahre nach seiner Selbsttötung hatten die Kunstwelt und erste Sammler den immensen Wert seines Schaffens erkannt. Das Städel Museum in Frankfurt a.M. zeigt erstmals in einer Ausstellung, welche Rolle die deutschen Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte seiner Malerei spielten.
17. Juni 2019
Vincent van Gogh, Die Sternennacht [La Nuit Etoilée], Detail, 18. Juni 1899 (Museum of Modern Art, New York)

Vincent van Gogh: Die Sternennacht “Vincent van Gogh. Die Farben der Nacht”

Vincent van Gogh schuf mit dem Gemälde „Die Sternennacht” am 18. Juni 1899 eines seiner berühmtesten Werke. Hier findest du die wichtigsten Infromationen über das Bild (Bildbeschreibung), seine Entstehung, Van Goghs Nachtdarstellungen und seine Vorläufer.
23. März 2019
Vincent van Gogh, Mohnblumen in einer Vase, Detail, 1886 (Wadsworth Atheneum Museum of Art, Hartcort, Connecticut, Bequest of Anne Parrish Titzell)

Vincent van Goghs Mohnblumen als Original bestätigt – im Herbst im Museum Barberini zu sehen Farbstudie aus dem Frühsommer 1886

Das Wadsworth Atheneum in Hartford, Connecticut, ist um ein Gemälde von Vincent van Gogh reicher. Das Van Gogh Museum in Amsterdam bestätigte, dass das pittoreske Gemälde „Mohnblumen in einer Vase“ aus dem Frühsommer 1886 ein Original des holländischen Malers ist!
2. März 2019
David Hockney, More Felled Trees on Woldgate, Detail, 2008, Öl auf 2 Leinwände, 91,4 x 122 je, 152,4 x 243,8 cm gesamt (© David Hockney, Foto: Richard Schmidt)

Van Gogh Museum: Hockney – Van Gogh „Die Freude an der Natur“ zeigt Landschaftsbilder und Einfluss des Niederländers

David Hockney ließ sich für seine Yorkshire Landschaften intensiv von Vincent van Gogh und dessen Bilder beeinflussen. Das Van Gogh Museum zeigt 2019 beide!
1. Dezember 2018
Vincent van Gogh Selbstporträt, Detail, 1889, Öl/Lw, 57.79 × 44.5 cm (National Gallery of Art, Washington, Collection of Mr. and Mrs. John Hay Whitney)

Tate Britain: Van Gogh und Großbritannien Einfluss britischer Kunst und Kultur und Reaktion britischer Künstler auf Van Gogh

Van Gogh und Großbritannien zeigt den Einfluss, den London und die britische Kultur - von Charles Dickens bis John Constable und Everett Millais - auf den Niederländer hatte, und wie seine Kunst britische Künstler inspirierte.
1. Dezember 2018
Vincent van Gogh, Sonnenblumen, Detail, Arles, Januar 1889, Öl/Lw, 95 cm x 73 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam (Vincent van Gogh Foundation)

Van Gogh Museum | Van Gogh und die Sonnenblumen Entstehung, Maltechnik und Erhaltung

2019 präsentiert das Van Gogh Museum Amsterdam Vincent van Goghs berühmtes Gemälde „Sonnenblumen“ (1889). Neben den Ergebnissen der jüngsten technologischen Forschung stellt die Ausstellung auch die Genese dieses Meisterwerks vor. Seine Entstehung hängt eng mit Vincent van Goghs Beziehung zu Paul Gauguin und seinen Nervenzusammenbruch 1888 zusammen.
22. November 2018
Vincent van Gogh, Wassermühle in Kollen bei Nuenen, Detail, 1884, Öl/Lw, 60,5 x 80 cm (Het Noordbrabants Museum 's-Hertogenbosch. Verworven dankzij de financiële steun van de provincie Noord-Brabant, het Mondriaan Fonds, de Vereniging Rembrandt (mede dankzij haar Alida Fonds en haar Jheronimus Fonds), alsmede dankzij een in 1999 nagelaten legaat van mevrouw Henriëtte M.J. van Oppenraaij)

Van Goghs Freunde, Familie und Modelle Het Noordbrabants Museum zeigt, wer im Leben und der Kunst Van Goghs eine Rolle spielte

Wer spielte eine wichtige Rolle in Vincent van Goghs Leben und Werk? Das Noordbrabants Museum in ‘s Hertogenbosch gibt 2019 darauf eine Antwort, indem es den inneren Zirkel des Malers vorstellt. Seine Freunde, Familie und Modelle, Künstlerkollegen, Studenten von Brabant bis in den Süden Frankreichs – mit denen ihn komplexe Beziehungen verbanden. Wenn Vincent van Gogh häufig starke und langandauernde Freundschaften pflegte, so endeten diese manchmal in Entfremdung.
22. November 2018
Vincent van Gogh, Selbstporträt, Detail, 1887, Öl/Karton (Van Gogh Museum, Amsterdam (Vincent van Gogh Foundation)

Vincent van Gogh. Sein Leben in seiner Kunst Museum of Fine Arts in Houston interpretiert Van Goghs Werke autobiografisch

Vincent van Goghs Leben und Werke sind 2019 im MoFAH zu sehen. Das Werk des Niederländers wird autobiografisch gedeutet, Die Briefe des Malers an seinen Bruder Theo begleiten die Bilder.
4. Juli 2018
Edouard Manet, Eine Bar im Folies-Bergère, Detail, 1882, Öl/Lw, 96 x 130 cm (The Courtauld Gallery (The Samuel Courtauld Trust, London)

Die Courtauld Sammlung impressionistischer Malerei: von Manet bis Cézanne Bedeutende Sammlung französischer Impressionisten in London und in Paris vereint

Der englische Industrielle und Kunstsammler Samuel Courtauld (1876–1947) schuf eine der bedeutendsten Kollektionen impressionistischer Kunst in Europa. Erstmals seit 60 Jahren zeigt die Fondation Louis Vuitton die Werke der Pariser Künstler an ihrem Entstehungsort.
14. August 2017
Vincent van Gogh, Sonnenblumen, Detail, 1888, Öl/Lw, 100.5 x 76.5cm (Seiji Togo Memorial Sompo Japan Nipponkoa Museum of Art, Tokyo)

Van Goghs Sonnenblumen Fünf Sonnenblumen-Gemälde auf drei Kontinenten live auf Facebook vorgestellt

Van Goghs Sonnenblumen entstanden zwischen August 1888 und Januar 1889 in Arles (Südfrankreich): sieben Versionen seines berühmtesten Gemäldes malte rund um seinen Nervenzusxammenbruch. Heute sind fünf dieser Werke in Museen auf der ganzen Welt verstreut und konnten seither für keine Ausstellung an einen Ort gebracht werden. Am 14. August 2017 werden die „Sonnenblumen” virtuell, genauer: auf Facebook, wiedervereint.
7. August 2017
Félix Vallotton, Die Weiße und die Schwarze, 1913, Öl auf Leinwand, 114 x 147 cm (Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Winterthur, Schenkung Geschwister Jäggli, 1981)

Sammlung Hahnloser: Meisterwerke des Postimpressionismus Sammlung Hahnloser in Bern (ehemals Villa Flora, Winterthur)

Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler trugen zwischen 1905 und 1936 eine der prestiegeträchtigsten Schweizer Privatsammlungen zusammen: Die derzeit im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ausgestellten Werke von den Nabis und Fauvisten stehen aber auch für die Freundschaften des Sammlerehepaares, für das die so häufig genutzte Formel „Leben für die Kunst“ wahrhaftig zutraf.
22. März 2017
Vincent van Gogh, Kongregation verlässt die reformierte Kirche in Nuenen, Frühjahr 1884, Öl auf Leinwand(Van Gogh Museum, Amsterdam)

Van Gogh Museum erhält zwei gestohlene Gemälde zurück! Wichtige Frühwerke Van Goghs wohlbehalten in Amsterdam

„Kongregation verlässt die reformierte Kirche in Nuenen“ (1884) und „Sturm - Strand von Scheveningen“ (August 1882) sind zwei Frühwerke des aus den Niederlanden stammenden Vincent van Gogh, der sich 1880 seiner Leidenschaft – der Malerei – zuwandte. Im Selbststudium und kaum akademischer Unterstützung wollte er die Heimat und ihre Bevölkerung, der er sich stark verbunden fühlte, in ausdrucksstarke Gemälde fassen.
10. November 2016
Vincent van Gogh, Bauernhaus, Auvers-sur-Oise, Mai–Juni 1890, Öl auf Leinwand, 38.9 cm x 46.4 cm (Van Gogh Museum, Amsterdam Vincent van Gogh Foundation)

Vincent van Gogh und Daubigny Blühende Obstbäume und Felder rund um Auvers

Vincent van Gogh (1853–1890) bewunderte Zeit seines Lebens die Landschaftsgemälde von Charles-François Daubigny. Im Jahr 1890 übersiedelte der Maler von Südfrankreich zuerst nach Paris und dann weiter nach Auvers-sur-Oise. Dreißig Jahre nachdem Charles-François Daubigny (1860) den Ort an der Oise zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht hatte, verbrachte Vincent van Gogh dort seine letzten Monate. Vincent van Gogh schuf in und um Auvers zwischen dem 20. Mai und dem 27. Juli 1890 seine beeindruckenden 75 letzten Bilder – und trat mit ihnen bewusst in die Fußstapfen Daubignys.
7. November 2016
Vincent van Gogh : Paul Gauguin, Cover

Vincent van Gogh : Paul Gauguin in Arles Gescheiterte Künstlerkolonie im Gelben Haus

Im Jahr 1888 lud Vincent van Gogh (1853–1890) seinen Malerkollegen Paul Gauguin (1848–1903) ein, zu ihm nach Arles in sein „Atelier des Südens“ zu kommen. Diese nur neun Wochen dauernde Zusammenarbeit wirkte sich auf beide Maler aus – künstlerisch wie emotional. Neben kameradschaftlicher Unterstützung war die Phase in Südfrankreich von Rivalität, Bewunderung und Eifersucht, Hoffnung und Enttäuschung geprägt. Vor allem Vincent van Goghs Hoffnung, eine Künstlerkolonie in Arles zu gründen, musste sich aufgrund unterschiedlicher Auffassungen als undurchführbar erweisen. Neun Wochen gemeinsames Arbeiten brachte die beiden Maler zwar menschlich nicht näher, dennoch beeinflussten sie einander künstlerisch. Das Experiment „Atelier des Südens“ endete mit Vincent van Goghs Nervenzusammenbruch und der panischen Flucht Paul Gauguins vor der Selbstverletzung Vincents.
14. September 2016
Paul Signac, Venedig, die rosa Wolke (Ankerplatz bei der Giudecca), 1909, Öl auf Leinwand, 73 × 92 cm (Albertina, Wien - Sammlung Batliner)

Seurat, Signac, Van Gogh – Wege des Pointillismus Kein Punkt ist gleich!

Ein Punkt, ist ein Punkt, ist ein Punkt? So einfach ist es wohl nicht, wie mir Albertina-Kurator Heinz Widauer in der Pointillismus-Ausstellung erklärt. Er zeigt diesen Herbst die „Mutation des Punktes“ von Georges Seurat (1859–1891) und Paul Signac bis Théo van Rysselberghe, Vincent van Gogh, Paul Klee und Piet Mondrian. Die Schau demonstriert die Entwicklung der Punktmalerei von Mitte der 1880er bis in die 1930er Jahre. Farbenprächtige Landschaften, lichterfüllte, helle Kompositionen, paradiesische Küstenschilderungen in Spektralfarben, aber auch repräsentative Porträts, intime Interieurs und mystisch-dekorative Visionen locken in den kommenden Wintermonaten sicher nicht nur Kunst-Enthusiasten in das Wiener Haus.
26. Februar 2016
Edouard Manet, Die Dante-Barke (nach Delacroix), um 1854, Öl/Lw, 37.5 x 45 cm (Musée des Beaux Arts de Lyon (B830) © Lyon MBA - photo Alain Basset)

Delacroix und die Malerei der Moderne Wegbereiter von Renoir, Monet, Cézanne, Gauguin, Redon...

Eugène Delacroix (1798–1863) steht an der Schwelle von Salonmalerei und moderner Malerei, die nur sich selbst verpflichtet ist. In Auseinandersetzung mit dem Grand Style von Paul Delaroche und den Farbtheorien Michel Eugène Chevreuls (1786–1889) entwickelte er einen auf Farben und Pinselstrich basierenden Malstil. Obwohl Delacroix kaum Schüler hatte, wurde sein Personalstil und seine Überlegungen zu Kunst zu den folgenreichsten des 19. Jahrhunderts. Generationen von Impressionisten (Manet, Fantin-Latour, Bazille, Renoir), Spätimpressionisten (Cézanne, Van Gogh), Symbolisten (Moreau, Redon, Gauguin) und Pointillisten (Seurat, Matisse, Metzinger) bezogen sich auf oft ungeahnte Weise auf ihren 1863 verstorbenen Wegbereiter.
  1. Das Gemälde wurde erst 2013 in der Öffentlichkeit präsentiert, nachdem eine mehrjährige Untersuchung die Authentizität des Werks bestätigte.
  2. Vincent van Gogh an Theo, Brief vom 5. Juli 1888 (letzter Aufruf 28.6.2017)
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.