Was ist zeitgenössische Kunst?

Auf diese Frage kann eine ernstzunehmende Antwort nur aus einer Auflistung von Ausstellungsbesprechungen und Künstlerproträts bestehen. Wir von ARTinWORDS haben uns entschieden, alle lebenden Künstlerinnen und Künstler in der Kategorie zeitgenössisch zu führen. Das bedeutet natürlich, dass junge und ältere Positionen gleichermaßen die künstlerische Produktion der Jetzt-Zeit prägen und nicht noch zwischen einer Kunst der Gegenwart, wounter meist die Kunstproduktion der letzten 15 Jahre gemeint ist, zu unterscheiden.

Zeitgenössische Kunst ist so vielfältig wie es Künstlerinnen und Künstler gibt. Stilbegriffe haben spätestens seit den 1980er Jahren keine Relevanz mehr, so man nicht willens ist diese Heterogenität als Postmoderne zu bezeichnen.

9. November 2020
Kehinde Wiley, Barack Obama & Amy Sherald, Michelle LaVaughn Robinson Obama, 2018 (National Portrait Gallery, Smithsonian Institution)

Chicago | Art Institute of Chicago: The Obama Portraits Kehinde Wileys und Amy Sheralds offizielle Bildnisse des Präsidentenpaars

Im Sommer 2021 zeigt das Art Institute of Chicago zwei renommierte Porträts in seinen Galerien: Kehinde Wileys Porträt von Präsident Barack Obama und Amy Sheralds Bildnis von der First Lady Michelle Obama.
6. November 2020
William Kentridge, Espagne Ancienne (Porter with Dividers), 2005, Tapestry © William Kentridge

Hamburg | Deichtorhallen: William Kentridge Why Should I Hesitate: Putting Drawings To Work

Die Ausstellung „Why Should I Hesitate: Putting Drawings To Work“ bietet einen umfassenden Überblick über das Werk Kentridges. Gezeigt werden Werke aus über 40 Jahren künstlerischer Produktion.
5. November 2020
Sheila Hicks, Porträt, 2018, Musée Carnavalet, Paris, Foto © Cristobal Zanartu

Wien | MAK: Sheila Hicks Textilkünstlerin zu „Garn, Bäume, Fluss“

Sheila Hicks entwickelt eigens für die Ausstellung im MAK, Wien, raumgreifende Skulpturen sowie neue Werke und bezieht inspirative Objekte der MAK-Sammlung Textilien und Teppiche ein.
4. November 2020
William Kentridge, Shadow Procession, 1999, Video (VHS-Kassette) (ALBERTINA, Wien)

Wien | Albertina: Schwarz Grau Weiß Großformatige Kohle- und Bleistiftzeichnungen aus der Sammlung

In der Propter Homines Halle zeigt die Albertina in beeindruckenden Künstlerräumen großformatige Werke aus der eigenen Sammlung.
22. Oktober 2020
Stephan Balkenhol, Kalender 2020 (Januar), Detail, 2019, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Stephan Balkenhol

Duisburg | Lehmbruck Museum: Stephan Balkenhol Werkschau des deutschen Bildhauers

Ausgehend von seinen frühen Arbeiten aus der Mitte der 1980er Jahre spannt sich die Ausstellung bis in die Gegenwart und umfasst dabei auch mehrere Arbeiten, die extra für Duisburg angefertigt werden.
16. Oktober 2020
Pierre Soulages, Peinture , 13 juin 1971, Öl/Leinwand, 111 x 162 cm (Sammlung Domnick © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Pierre Soulages Lichtbilder in Schwarz von 1946 bis 2019

Die Ausstellung zeigt Werke aus dem 80-jährigen Schaffen von Pierre Soulages - und wirft einen Blick in die Zukunft des 100jährigen Malers.
16. Oktober 2020
Nobuyoshi Araki, Sentimental Journey, 1971, Gelatin silver print (© Nobuyoshi Araki)

Wien | Albertina: ARAKI Frühwerk des japanischen Fotografen

Die Ausstellung der Albertina konzentriert sich auf das Frühwerk des Künstlers, womit er – von den Avantgardebewegungen Tokios geprägt – die klassische Dokumentarfotografie ab den 1960er Jahren radikal erneuerte.
16. September 2020

München | Pinakothek der Moderne: Anish Kapoor – Howl

Am 16. September 2020, exakt 18 Jahre nach Eröffnung der Pinakothek der Moderne, installiert Anish Kapoor eine neue ortsspezifische Arbeit in der Pinakothek der Moderne, München.
14. September 2020
Shirin Neshat, Land of Dreams, Porträt von Manuel Martinez, Detail, 2019, 183 x 122 cm, C-Print und Tinte, Foto: Gladstone Gallery, New York und Brüssel und Goodman Gallery, London © Shirin Neshat

München | Pinakothek der Moderne: Shirin Neshat „Land of Dreams“ erstmals in Deutschland ausgestellt

Selbstbewusst und kraftvoll, zugleich verletzlich und fragil wirken die Werke der iranischen Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin Shirin Neshat (* 1957). Shirin Neshats Arbeiten stehen im Zentrum der ersten Präsentation innerhalb der Kooperation der Pinakothek der Moderne mit der Written Art Collection (Herbst/Winter 2021/22).
9. September 2020
Hito Steyerl, How Not to Be Seen: A Fucking Didactic Educational .MOV File, 2013; HD video, single screen in architectural environment; 15 minutes, 52 seconds; Image CC 4.0 Hito Steyerl; Image courtesy of the Artist, Andrew Kreps Gallery, New York and Esther Schipper, Berlin

Düsseldorf | K21: Hito Steyerl

„Hito Steyerl. I Will Survive“ im K21 ist die erste große Ausstellung über das Werk der Künstlerin, Filmemacherin und Autorin in einem Museum in Deutschland.
1. September 2020
München, Various Others 2020

München | VARIOUS OTHERS 2020

VARIOUS OTHERS 2020, das Kooperationsprojekt von Münchner Museen, Galerien und Off-Spaces, lädt ein zum Galerienrundgang, Diskussionen und Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst.
21. August 2020
Julius von Bismarck, Fire with Fire, 2020, Courtesy the artist; alexander levy, Berlin; Sies+Höke, Düsseldorf and Marlborough Gallery, London/New York © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Bonn | Bundeskunsthalle: Julius von Bismarck. Feuer mit Feuer

Julius von Bismarck erforscht in der Bundeskunsthalle Bonn Waldbrände in einer multimedialen Installation, Sound & Skulpturen. Die Schönheit der Naturgewalten in sublimen Bildern und Videos.
16. August 2020
Andreas Gursky, Paris, Montparnasse, Detail, 1993, © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Courtesy: Sprüth Magers

Leipzig | Museum der bildenden Künste: Andreas Gursky Erste Retrospektive in Gurskys Geburtsstadt

Das MdbK zeigt im Winter 2020/2021 erstmals eine institutionelle Einzelausstellung des international renommierten Fotokünstlers Andreas Gursky (* 1955) in seiner Geburtsstadt Leipzig.
12. August 2020
Lori Hersberger, Sunset 164, 2006, Neon, schwarzes Floatglas, 1,84 x 3,68 m (Neon), Installationsmaße variabel, © Lori Hersberger Studio, Zürich, Foto: Hans-Georg Gaul, Berlin

Wolfsburg | Kunstmuseum: Licht Macht! Licht! mit politischen, ökologischen oder sozialen Aussagen

Die Ausstellung Macht! Licht! versammelt Lichtkunst mit politischen, ökologischen oder sozialen Aussagen.
12. August 2020
Richard Wilson, 20:50, 1987, Installationsansicht Space Shifters © Der Künstler, Hayward Gallery 2018. Foto: Mark Blower.

Wolfsburg | Kunstmuseum: Erdöl OIL. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters

Ausstellung zur 100-jährigen Erdölmoderne in Wolfsburg: zeitgenössische Kunst reflektiert Naturwissenschaft, Technik, Politik und Alltagsleben (Sommer 2021)
10. August 2020
Filmstill aus "There goes our Neighbourhood" © Tom Wholohan

Wien | Architektur.Film.Sommer 2020 Gebaute Gerechtigkeit?

Mit „Gebaute Gerechtigkeit“ thematisiert das internationale Filmfestival Architektur.Film.Sommer des Az W 2020 an vier Kinoabenden Fragen zu Aneignung von öffentlichem Raum, zum Überwinden von Räumen und Grenzen, zum Zusammen Zuhause.
10. August 2020
Gilbert & George, Darwin Day, Details, 2019, Mixed media, 226 × 253 cm (© Courtesy of Gilbert & George and Sprüth Magers)

Frankfurt | Schirn: Gilbert & George Living Sculptures aus London 2021 in Hessen

Die SCHIRN widmet dem bildgewaltigen Universum des exzentrischen Londoner Künstlerduos eine umfangreiche Retrospektive. Als Living Sculptures verkörpern sie ihre Kunst und sind Thema und Gegen­stand ihrer großformatigen Collagen.
15. Juli 2020
Banksy, If you don’t mask – you don’t get (Ratte mit Desinfektionsmittel), 14.7.2020, Londoner U-Bahn

Banksy: If you don’t mask – you don’t get Graffiti-Künstler wirbt für Masken in der Londoner U-Bahn

Banksys Ratten halten nichts von der Maskenpflicht in der U-Bahn und treiben allerlei Schabernack mit der Schutzausrüstung. Britischer Graffiti-Künstler wirbt fürs Masketragen!
13. Juli 2020
Thomas Ruff, tableau chinois_03 2019, Detail, C-Print, Edition 01/04, 240 x 185 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Düsseldorf | K20: Thomas Ruff Fotokünstler ohne Kamera

In den Fotoserien der vergangenen 20 Jahre nahm Thomas Ruff, der zu den wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen Fotografie zählt, kaum noch selbst eine Kamera zur Hand.
13. Juli 2020
Berlin, Gropius Bau, Ausstellungen 2020

Berlin | Gropius Bau: Ausstellungen 2020 Welche Ausstellungen zeigt der Gropius Bau 2020?

Welche Ausstellungen zeigt der Gropius Bau 2020? Hier findest du die Antwort!
10. Juli 2020
Yayoi Kusama, Infinity Mirror Room – Phalli’s Field (Detail), 1965, Installation, verschiedene Medien © YAYOI KUSAMA, Courtesy: Ota Fine Arts, Victoria Miro & David Zwirner

Berlin | Gropius Bau: Yayoi Kusama Yayoi Kusama in Berlin zeigt einen Überblick über 70 Jahre Kunst

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart – nicht nur in Japan. Der Gropius Bau widmet im Herbst 2020 Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die einen Überblick über sämtliche Schaffensperioden der letzten siebzig Jahre bietet und neben aktuellen Gemälden einen neuen Infinity Mirrored Room und Installation der Künstlerin umfasst.
7. Juli 2020
Daniel Spoerri © Daniel Spoerri, Foto © Rita Newman

Wien | Kunstforum: Daniel Spoerri

Das Bank Austria Kunstforum Wien widmet Daniel Spoerri im Frühjahr 2021 eine umfassende Retrospektive - mehr als die „Fallenbildern [frz. tableaux piège]“.
22. Juni 2020
Llyn Foulkes, Deliverance, 2007 (Pinault Collection © Llyn Foulkes)

Venedig | Punta della Dogana: Untitled, 2020

Die französische Kuratorin Caroline Bourgeois, der in L.A. lebende Künstler Thomas Houseago und seine Partnerin, die Kunsttherapeutin Muna El Fituri, kuratieren für die Punta della Dogana eine Ausstellung zur Gegenwartskunst.
21. Juni 2020
Cindy Sherman, Untitled #582, Detail, 2016 (Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York © 2019 Cindy Sherman)

Paris | Fondation Louis Vuitton: Cindy Sherman

Mit mehr als 300 Werken von Cindy Sherman aus den Jahren 1975 bis heute ehrt die Louis-Vuitton-Stiftung eine der größten zeitgenössischen Fotografinnen.
18. Juni 2020
K. H. Hödicke, Entwurf, Detail, 1972, Bleistift und Wachsmalstift auf Papier, 297 x 210 mm (Staatliche Graphische Sammlung München, Schenkung S. K. H. Herzog Franz von Bayern 2019, Foto: Staatliche Graphische Sammlung München © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

München | Pinakothek der Moderne: K. H. Hödicke Arbeiten auf Papier in der Staatlichen Graphischen Sammlung München

K. H. Hödicke, der Berliner Maler, in der Pinakothek der Moderne und in einem zweibändigen Katalog, vorgestellt als Zeichner von duftigen DIN-A4-Blättern und monumentalen malerischen Gouachen. Der Erwerb von 53 Arbeiten auf Papier durch die Staatliche Graphische Sammlung München wie eine zweijährige Zusammenarbeit ihres Direktors Michel Hering mit dem Künstler ermöglichen, Hödicke als gewitzten, sich mit der Pop-Art, Konzeptkunst und seiner Umgebung höchst innovativ beschäftigenden Maler kennenzulernen.
4. Juni 2020
Gerhard Richter, 12.1.18, Detail, 2018, Bleistift und Farbstift auf Papier, 14,2 x 20,2 cm, Gerhard Richter Archiv, Staatliche Kunstsammlungen Dresden © Gerhard Richter 2020 (08022020)

Dresden | Albertinum: Gerhard Richter. Neue Zeichnungen 2017 bis 2020

Die neuen, im Albertinum ausgestellten Zeichnungen Gerhard Richters sind mit Blei- und Farbstiften aber auch Fettkreiden gestaltet. Mit Tagesdaten zwischen dem 5.11.2017 und dem 15.5.2019 betitelt, gliederte der Maler die Zeichnungen in mehrere Werkblöcke.
22. Mai 2020
Bruce Nauman, Violins Violence Silence, 1981/82. ARTIST ROOMS Tate and National Galleries of Scotland. Lent by Anthony d'Offay 2010. © ARS, NY and DACS, London 2020

London | Tate Modern: Bruce Nauman

Die Tate Modern organisiert die erste große Ausstellung von Bruce Naumans Arbeiten in London seit mehr als 20 Jahren (Herbst/Winter 2020/21).
22. Mai 2020
Jeff Koons, Rabbit, 1986 (Collection Museum of Contemporary Art Chicago, Photo: Nathan Keay, © MCA Chicago, © Jeff Koons)

Florenz | Palazzo Strozzi: Jeff Koons Größte Ausstellung Koons‘ und der „Schein“ seiner Werke

Jeff Koons zeigt im Herbst/Winter 2020 im Palazzo Strozzi, Florenz, seine größte Ausstellung in Italien. „Glanz“, daher der Titel „Shine“, ist ein Schlüsselmerkmal seiner Kunstwerke – von der postmodernen Neuerfindung des Vorgefundenen bis hin zu seiner Arbeit mit perfekt poliertem Metall.
14. Mai 2020
Jasper Johns

Potsdam | Museum Barberini: Jasper Johns „The 100 Monotypes”

Anlässlich seines 90. Geburtstags am 15. Mai 2020 würdigt ihn das Museum Barberini mit der Präsentation seiner jüngsten Serie „The 100 Monotypes“, die begleitend zu seinem Werkverzeichnis (Wildenstein-Plattner Institut, 2017) entstanden ist.
9. Mai 2020
Norbert Tadeusz, Swimmingpool, 1993 (Albertina, Wien, Rafael and Teresa Jablonka Foundation. © VG Bild-Kunst, Bonn 2020. Foto: LWL / Hanna Neander)

Münster | LWL-Museum: Norbert Tadeusz

Norbert Tadeusz (1940–2011) in Münster organisiert das Werk nach Themen: Venus, sakrale Räume, Fleisch und Leiber, Tadeusz-Bilder, Akte, Swimmingpool, Interieurs und schließlich die Palio-Bilder.
7. Mai 2020

Banksy: Game Changer feiert Pflegepersonal Britischer Graffiti-Künstler schenkt NHS neues Bild

Banksy hat am 6. Mai 2020 ein neues Werk - "Game Changer" - beim General Hospital in Southampton hinterlassen: Hier findst das das Bild, eine Beschreibung und seine Bedeutung.
26. März 2020
Francesco Clemente, Southern Cross, 2006, Öl auf Leinwand (ALBERTINA, Wien - The JABLONKA Collection)

Wien | Albertina: Francesco Clemente Selbstporträts und Sirene

Die Albertina widmet dem italienisch-US-amerikanischen Künstler Francesco Clemente eine umfassende Personale. Anlass ist die Übernahme der Sammlung Jablonka, die viele bedeutende Werke des Künstlers beinhaltet.
18. März 2020
Vija Celmins in der Hamburger Kunsthalle 2021

Hamburg | Hamburger Kunsthalle: Vija Celmins – Gerhard Richter Double Vision bringt erstmals die beiden zusammen

Die Hamburger Kunsthalle verortet große Nähe zwischen Celmins und Richter: Themen, Arbeit mit fotografischen Vorlagen, Bedeutung der Farbe Grau und die elementaren Bedingungen des Darstellens.
29. Februar 2020
Gerhard Richter, Seestück (oliv bewölkt), Detail, 1969, Öl/Lw, 80 cm x 100 cm (Privatsammlung, Italien © Gerhard Richter, WVZ 237-3)

New York | The Met Breuer: Gerhard Richter. Bilder trotz allem „Birkenau“ und „Cage“ erstmals in New York

„Gerhard Richter: Bilder trotz allem [Painting After All]“ ist der umfassendste Überblick über das bisherige Schaffen des Künstlers. Zwei jüngere Serien werden in New York zum ersten Mal zu sehen und daher auch zentral präsentiert werden: „Birkenau“ (2014) und „Cage (2006).
26. Februar 2020
Heimo Zobernig, Ohne Titel, Detail, 2019, Acryl, Leinwand, 100 x 100 cm (Courtesy Galerie Meyer Kainer, Wien, Foto Archiv Heimo Zobernig)

Wien | mumok: Heimo Zobernig Malerei als Maschine für die Produktion von Erkenntnissen

Malerei ist neben Skulptur, Film, Performance und Gestaltung ein zentraler Bestandteil der medienübergreifenden Kunst von Heimo Zobernig. Im Herbst 2020 widmet das mumok dem österreichischen Künstler eine Retrospktive.
26. Februar 2020
Eric Fischl, The Krefeld Project: The Bedroom. Scene 1, Detail, 2002, Öl auf Leinwand (ALBERTINA, Wien – The JABLONKA Collection © Eric Fischl / Bildrecht, Wien, 2019)

Wien | Albertina: Sammlung Jablonka „My Generation“ von Hirst bis Noland

Rafael Jablonka gibt erstmals in der Albertina Einblick in seine umfassende Sammlung zeitgenössischer Kunst, eine der profiliertesten zur amerikanischen und deutschen Kunst der achtziger Jahre, die er im Juli 2019 der Albertina übergab.
26. Februar 2020
Michela Ghisetti, AFUA/DER WEG (Triptychon/Zweiter Teil), 2012, Farbstift auf Holz (ALBERTINA, Wien © Michela Ghisetti)

Wien | Albertina: Michela Ghisetti Figurativ und abstrakte Malerei der in Wien lebenden Künstlerin

Die Albertina widmet Michela Ghisetti als erstes Museum eine umfassende Retrospektive. Das Werk der 1966 im italienischen Bergamo geborenen und seit 1992 in Wien lebenden Künstlerin bewegt sich zwischen den Polen Abstraktion und Figuration.
17. Februar 2020
David Hockney, My Parents, Detail, 1977 (Tate, London, © David Hockney, © Foto: Tate, London 2019)

Hamburg | Bucerius Kunst Forum: David Hockney Retrospektive Überblicksausstellung des britischen Malers und Grafikers

Retrospektive Ausstellung im Bucerius Kunstforum, Hamburg, zeigt David Hockneys Werk von den 1960ern, zu den Bild-Ikonen aus Südkalifornien und der Neuerfindung des kubistischen Raumes von den 1980ern bis heute
28. Januar 2020
Cindy Sherman, Untitled Film Still #2, Detail, 1977, Silbergelatineabzug, 95,5 x 70 cm (KUNSTMUSEUM WOLFSBURG, Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York)

Wien | Bank Austria Kunstforum: The Cindy Sherman Effect Identität und Transformation in der zeitgenössischen Kunst

Cindy Shermans Werk, beginnend mit ihren ikonischen „Untitled Film Stills“ (1977–1980), inspirierte nachfolgende Künstlergenerationen dazu, die Thematik Identität und Transformation in diversen Medien zu erkunden. Die Kamera wird als Spiegel oder Bühne für Inszenierungen des Selbst verwendet.
13. Januar 2020
Gerhard Richter, Piz Surlej, Piz Corvatsch, 1992, Öl auf Fotografie, 8,9 x 12,6 cm (Privatbesitz © Gerhard Richter, Köln)

Gerhard Richter: Landschaft Romantische Natur- und Landschaftsvisionen des deutschen Malers im Kunstforum Wien

„Sehnsucht“ und der „Traum nach klassischer Ordnung und heiler Welt“ – gemeinhin klassische Motivationen für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Landschaft in der Tradition der deutschen Romantik – sind auch für Gerhard Richter Anlass, sich seit 1963 durchwegs diesem Genre zu widmen. Das Kunstforum Wien zeigt im Herbst 2020 einen Überblick über Richters Landschaftsmalerei.
3. Januar 2020
Olafur Eliasson, Test für eine neue Lichtinstallation für das Kunsthaus Zürich, 2019

Zürich | Kunsthaus Zürich: Olafur Eliasson Neue Lichtinstallation thematisiert Symbiose von Mensch mit seiner Umwelt

Neue, ortsspezifische Installation von Olafur Eliasson in Zürich zum Verhältnis von des Menschen zu den anderen Lebewesen und Spezies auf der Erde.
15. November 2019
Rebecca Warren, The Living, 2005, Mixed Media Wandvitrine mit Neon 72 x 122 x 33 cm (© Rebecca Warren. Courtesy Maureen Paley, Galerie Max Hetzler, and Matthew Marks Gallery)

Wien | Belvedere 21: Rebecca Warren Erste Ausstellung der britischen Bildhauerin in Österreich

Rebecca Warrens erste Einzelausstellung in einem österreichischen Museum zeigt einen Querschnitt neuer und älterer Arbeiten.
15. November 2019
Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte 2019 © Renate Bertlmann, Foto: Sophie Thun

Wien | Belvedere: Renate Bertlmann Biennale-Installation von 2019 im Oberen Belvedere

Das Belvedere präsentiert in der Reihe CARLONE CONTEMPORARY die Arbeit der Multimediakünstlerin Renate Bertlmann für den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig 2019: ein Feld roter Messer-Rosen.
15. November 2019
Ugo Rondinone, thank you silence, 2013, Ausstellungsansicht im M Museum Leuven, Courtesy studio rondinone

Wien | Belvedere 21: Ugo Rondinone „Akt in der Landschaft“ verbindet zwei gegensätzliche Zugänge des Künstlers

Für Ugo Rondinones (* 1964) erste museale Einzelausstellung in Österreich vereint der Künstler neue Werkgruppen aus den klassischen Genres Akt und Landschaft.
23. Oktober 2019
NOUS, LES ARBRES in der Fondation Cartier pour l’art contemporain, 2019

Paris | Fondation Cartier: Bäume Bäumen eine Stimme geben

Den etwa drei Trillionen Bäumen der Welt eine Stimme zu verleihen, ist das erklärte und erreichte Ziel der Ausstellung „Nous, les arbres [Wir, die Bäume]“ in der Fondation Cartier pour l’art contemporain.
8. Oktober 2019
Mark Dion, The Shipwreck, 2001, Buntstift auf Papier, 27,5 x 34,8 cm (Schenkung der Sammlung Florence und Daniel Guerlain, 2012 | Centre Pompidou – Musée National d’Art Moderne, Paris)

Albertina: Zeichnungen aus der Sammlung Guerlain Zeichnen heute: Internationale Positionen seit 2000

Die Albertina zeigt eine Auswahl an zeitgenössischen Zeichnungen aus der Sammlung von Florence und Daniel Guerlain, Stifter des Prix de dessin, die vor einigen Jahren dem Centre Pompidou 1.200 Arbeiten auf Papier schenkten.
30. September 2019
Xenia Hausner, Hotel Shanghai, Detail, 2010, Acryl auf Hartfaser, 250 x 290 cm

Wien | Albertina: Xenia Hausner „True Lies“ umkreist Hausners geheimnisvolle Menschenbilder

Mit „Xenia Hausner. True Lies“ zeigt die Albertina eine der wichtigsten österreichischen Malerinnen unserer Zeit. Der Schwerpunkt der Schau liegt auf dem Aspekt der Inszenierung, der die Werke von Xenia Hausner auszeichnet.
28. September 2019
Elizabeth Peyton, The Age of Innocence, Detail, 2007 (Courtesy The Brant Foundation, Greenwich, CT. USA © Elizabeth Peyton. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York and Brussels)

London | National Portrait Gallery: Elizabeth Peyton Überblick zu den Porträts und historische Nachbarschaften

Die Ausstellung „Elizabeth Peyton. Porträts“ entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und untersucht die Entwicklung von Peytons Porträts von den 1990er Jahren bis in die Gegenwart.
24. September 2019
Edmund de Waal © Edmund de Waal, Foto: Ben McKee, 2015

Edmund de Waal „im Goldhaus“ für Dresden angekauft Stifter aus dem Kreis der Freunde der SKD finanzieren Erwerb

Im Anschluss an die Eröffnung der Paraderäume und des Porzellankabinetts im Residenzschloss zeigt Edmund de Waal erstmals seine neue Installation „im Goldhaus“.
14. September 2019
Dorit Margreiter, Boulevard, 2019, Filmstill (© Dorit Margreiter)

mumok: Dorit Margreiter. Really! Erste Retrospektive der österreichischen Medienkünstlerin

Das mumok bereitet für Frühjahr 2019 eine umfassende Einzelausstellung der in Wien lebenden Künstlerin Dorit Margreiter vor. Margreiters Interesse gilt den Verbindungen von visuellen Systemen und räumlichen Strukturen, dem Verhältnis von Gegenwart und Geschichte, sowie jenem von Realität, Repräsentation und Fiktion.
8. September 2019
Herbert Brandl, Ohne Titel, Detail, 2000

Wien | Belvedere 21: Herbert Brandl Exposed to Painting. Die letzten zwanzig Jahre

. Das Belvedere 21 präsentiert ab Ende Jänner 2020 Brandls Œuvre mit dem Schwerpunkt auf Arbeiten der vergangenen beiden Jahrzehnte bis hin zu Werken, die der Künstler eigens für die Ausstellung schafft.
1. September 2019
München / Open Art 2019

München | OPEN art 2019 Wochenende der Galerien zeitgenössischer Kunst Münchens

Am zweiten Wochenende im September öffnen die Münchner Galerien zeitgenössischer Kunst ihre Tore für das Publikum: OPEN art 2019 lockt wieder mit spannenden Ausstellungen, informativen Rundgängen und der Vielfalt der modernen und zeitgenössischen Kunstproduktion!
1. September 2019
Various Others München 2019

München | VARIOUS OTHERS 2019 Zeitgenössische Kunst und internationale Kooperationen in Münchner Galerien & Institutionen

Münchner Galerien laden internationalle Partner ein zum Festival der Gegenwartskunst 2019: Hier findest du das Programm 2019 - alle Galerien & Institutionen
24. August 2019
Jetzt! Junge Malerei in Deutschland

Jetzt! Junge Malerei in Deutschland Großangelegtes Ausstellungsprojekt in Bonn, Wiesbaden, Chemnitz und Hamburg zur aktuellen Malerei

Das Kunstmuseum Bonn, das Museum Wiesbaden, die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser und die Deichtorhallen Hamburg unternehmen mit dem Ausstellungsprojekt „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ den Versuch, den aktuellen Stand des Mediums zu bestimmen. Wie malt die Generation Y in Deutschland?
16. August 2019
Sheela Gowda, Making of And ..., 2007 © Sheela Gowda

München | Lenbachhaus: Sheela Gowda Maria-Lassnig-Preisträgerin 2019 im Kunstbau

Die Maria-Lassnig-Preisträgerin 2019 Sheela Gowda (* 1957 in Bhadravati, Indien) lebt und arbeitet in Bangalore. In ihren Arbeiten verbindet Gowda alltägliche Materialien und damit Konnotationen von Alltagsgebrauch mit einer poetischen Aufladung. Dabei bezieht sich für die Künstlerin auf das städtische wie ländliche Leben in Indien.
14. August 2019
Georg Baselitz-Saal mit den Werken der Schenkung zu Ehren von S.K.H. Herzog Franz von Bayern in der Pinakothek der Moderne, München, 2019, Foto: Johannes Haslinger, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Georg Baselitz 2019

München | Pinakothek der Moderne: Georg Baselitz. Die Schenkung Pinakothek der Moderne besitzt nun über 31 Werke des Künstlers – von 1962 bis in die Gegenwart

Georg Baselitz schenkte den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zu Ehren von S.K.H. Herzog Franz von Bayern sechs Gemälde und eine Skulptur aus den Jahren 2008 bis 2017. Der Baselitz-Saal in der Pinakothek der Moderne zeigt bis auf Weiteres diese Arbeiten in unterschiedlicher Zusammenstellung.
12. August 2019
Karla Black, Festival d'Automne à Paris, École des Beaux Arts, Installationansicht, 20. Oktober 2017–17. Januar 2018, © Karla Black, Foto: Simon Vogel, Köln

Frankfurt | Schirn: Karla Black Raumskulptur der schottischen Künstlerin für die Rotunde

Karla Black wird für die SCHIRN eine neue Raumskulptur für die öffentlich zugängliche Rotunde entwickeln´(Herbst/Winter 2019).
15. Juli 2019
Olafur Eliasson, Stardust particle, 2014, Ø 1760 mm (Tate, Foto: Jens Ziehe, 2017)

London | Tate Modern: Olafur Eliasson Retrospektive zu Natur, Wissenschaft und Teilhabe unter dem Titel „In real life“

Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson (* 1967) war bereits 2003 für seine Installation „The weater project“ in der Tate Modern international gewürdigt worden. Im Juli 2019 kehrt er für eine großangelegte Ausstellung und ein Kunstwerk im öffentlichen Raum nach London zurück.
15. Juli 2019
Vladimir Dubossarsky & Alexander Vinogradov, Earth Wins!, Detail, 2004, Öl/Lw, 295 x 390 cm (Collection of Ekaterina and Vladimir Semenikhin © Vladimir Dubossarsky & Alexander Vinogradov)

Salzburg | Museum der Moderne: Fly Me To The Moon 50 Jahre Mondlandung aus künstlerischer Perspektive analysiert

50 Jahre Mondlandung. Dieses Ereignis hat unser Verhältnis zur (Um-)Welt verändert. Wie haben Künstlerinnen und Künstler auf den Mond und die Mondlandung reagiert? Die Ausstellung ist ein Streifzug durch die Geschichte künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Mond. Ausgehend von der Romantik liegt ihr Schwerpunkt in der Kunst der Gegenwart – mit Werken von Kiki Kogelnik, Vladimir Dubossarsky & Alexander Vinogradov u.v.m.
28. Juni 2019
Monica Bonvicini, Hy$teria, 2019, Aluminium, gewachst 73,5 x 200 x 2 cm, Foto: Roman März, © Monica Bonvicini und Bildrecht Wien

Wien | Belvedere 21: Monica Bonvicini „I Cannot Hide My Anger” ortsspezifische und raumgreifende Installation

Monica Bonvicini zeigt im Belvedere 21 eine ortsspezifische und raumgreifende Installation über Kontrollmechanismen und Machtdispositive.
28. Juni 2019
Antony Gormley, Clearing V, 2009, ca. 11 km von 12.7 mm Aluminiumröhre, Installationsansicht Kunsthaus Bregenz, Österreich © the Artist. Photo: Markus Tretter

London | Royal Academy of Arts: Antony Gormley Körper-Raum-Erfahrungen des britischen Objektkünstlers

Der Bildhauer Antony Gormley (* 1950) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den bedeutendsten Künstlern in Großbritannien. Die Ausstellung in der Royal Academy of Arts vereint für diesen Anlass sowohl bestehende als auch dafür konzipierte neue Arbeiten, von Zeichnungen und Skulpturen bis hin zu experimentellen Environments.
26. Juni 2019
Cindy Sherman, Untitled Film Still #21, Detail, 1978 (© Cindy Sherman, Courtesy of the artist, Sprüth Magers and Metro Pictures, New York)

Cindy Sherman: „Untitled Film Stills” in der National Portrait Gallery, London Retrospektive der amerikanischen Fotokünstlerin

National Portrait Gallery zeigt die gesamte Serie „Untitled Film Stills“ (1977–1980) von Cindy Sherman. Wichtige Fotografien aus weiteren Serien ergänzen die Schau zu einer Retrospektive. Aufschlussreich wird die Gegenüberstellung von Ingres' Porträt von Madame Moitessier und Shermans Interpretation der Komposition.
22. Juni 2019
Maria Moser, Materie in spiritu, Detail, 2018/19, Öl/Lw, 390 x 390 cm, Foto: Alexandra Matzner | ARTinWORDS

Thalheim | Museum Angerlehner: Lena Göbel & Maria Moser 2 Captains – 1 Mission

Lena Göbel (* 1983) und Maria Moser (* 1948) präsentierten in der großzügigen Halle des Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels (OÖ) großformatige Holzschnitte und Abstraktionen. Mutter (Moser) und Tochter (Göbel) werden von Günther Oberhollenzer im spannungsreichen Dialog – Moser arbeitet gestisch-abstrakt und Göbel figurativ – einander gegenübergestellt.
5. Juni 2019
Kiki Smith, Born, 2002, Bronze, 99,1 x 256,5 x 61 cm (© Kiki Smith, courtesy Pace Gallery, Foto Ellen Page Wilson, courtesy Pace Gallery)

Kiki Smith: Procession Körperfragmente, Feminismus und das Verhältnis zum Tier

In über drei Jahrzehnten hat die amerikanische Künstlerin Kiki Smith (*1954 in Nürnberg) ein facettenreiches Werk geschaffen, das sich mit den politischen und sozialen, den philosophischen und spirituellen Aspekten der menschlichen Natur befasst.
20. Mai 2019
Toba Khedoori, Untitled (doors), Detail, 1999, Öl und Wachs auf Papier, 335,3 × 485,1 cm (Privatsammlung, Courtesy David Zwirner, New York / London, © Toba Khedoori, Courtesy Regen Projects, Los Angeles & David Zwirner, Foto: © Fredrik Nilsen)

Fondation Beyeler: Resonating Spaces Zeitgenössische Künstlerinnen und ihr Verhältnis zum Raum

Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz, Rachel Whiteread reflektieren Raum in einer Ausstellung der Fondation Beyeler (Herbst 2019)
16. Mai 2019
Hermann Nitsch, Schüttbild, Detail, 2011, Acryl auf Jute © Hermann Nitsch

Hermann Nitsch in der Albertina Ausstellung „Räume aus Farbe“ zeigt Nitschs Schüttbilder von den 1960ern bis heute

Hermann Nitsch (* 1938) zählt zu den umstrittensten Künstlern Österreichs und den wichtigen Wiener Aktionisten. Die Albertina zeigt erstmals einen Überblick über Nitsch's Schüttbilder seit den 60ern.
7. Mai 2019
Ai Weiwei, Illumination, 2009, Handyfoto (c) Ai Weiwei, Courtesy Ai Weiwei Studio

Düsseldorf K20 / K21: Ai Weiwei Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt größten Ausstellung in Europa

„Alles ist Kunst, alles ist Politik“ ist auch Leitmotiv seiner bisher größten Ausstellung in Europa, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gleichzeitig im K20 und im K21 zeigt.
24. April 2019
Arnulf Rainer, Schranken, 1974/75, Ölkreide, Öl auf Fotografie auf Holz (Albertina, Wien © Arnulf Rainer)

Albertina: Arnulf Rainer 2019 feiert der österreichische Künstler seinen 90. Geburtstag

Anlässlich des 90. Geburtstags von Arnulf Rainer präsentiert die Albertina eine Auswahl aus ihren umfangreichen Beständen des Künstlers. Im Mittelpunkt stehen Beispiele der frühen Übermalungen und Kreuze, eine Auswahl aus der umfangreichen Werkgruppe der „Face Farces“, von denen die Albertina besonders zentrale und bedeutende Werke verwahrt, sowie eine Serie von Schleierbildern.
10. April 2019
Georg Baselitz, Ein Grüner zerrissen, Detail, 1967, Öl/Lw, 131,5 x 162 cm (Staatsgalerie Stuttgart © Georg Baselitz 2018)

Baselitz – Richter – Polke – Kiefer Die jungen Jahre der Alten Meister

Die Ausstellung zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke, Anselm Kiefer in der Staatsgalerie Stuttgart und den Deichtorhallen in Hamburg zeigt die Auseinandersetzung der vier aufstrebenden Künstler mit ihrer Gegenwart und der NS-Zeit. Dies - wie auch die „Marke Made in Germany“ - interessiert Kurator Götz Adriani.
30. März 2019
Banksy, Devolved Parliament, Detail, 2009 (Privatsammlung, © Banksy)

Bristol Museum präsentiert Banksys „Devolved Parliament”: ein Kommentar auf den Brexit? Was ist die Bedeutung des Bildes?

Zum Gedenken an die Ausstellung „Banksy vs. Bristol Museum“ – so das Museum – präsentiert es über den Sommer das Gemälde „Devolved Parliament“ von Banksy. Der Künstler hatte es anlässlich seiner Einzelpräsentation 2009 gemalt – jetzt scheint es zur Brexit-Problematik zu passen. Was steckt hinter dem Bild?
29. März 2019
Robin Rhode

Kunstmuseum Wolfsburg: Robin Rhode. Memory is the weapon Wandmalerei und Zeichnung

Südafrikanischer Künstler Robin Rhode, bekannt für großformatige Wandgemälde und reduzierte Zeichnungen, vereinfacht das Chaos mit den Mitteln der Kunst.
17. März 2019
Sean Scully, Landline China 8, Detail, 2018, Öl/Aluminium, 300 × 190 cm (Privatsammlung (SS3506) © Sean Scully. Photo: courtesy the artist)

National Gallery, London: Sean Scully – Sea Star Irisch-amerikanischer Maler zoll Hommage an William Turner

In „Sea Star“ ehrt Sean Scully sein Vorbild William Turner und gibt in der National Gallery of Art, London, einen Überblick über Arbeiten der letzten Jahre. Vor allem die Serie „Landline“ zeigt mit ihren den Horizont abstrahierenden Streifen formale Ähnlichkeit mit der malerischen Auseinandersatzung des Romantikers mit dem Meer, dem Horizont und dem Himmel.
2. März 2019
David Hockney, More Felled Trees on Woldgate, Detail, 2008, Öl auf 2 Leinwände, 91,4 x 122 je, 152,4 x 243,8 cm gesamt (© David Hockney, Foto: Richard Schmidt)

Van Gogh Museum: Hockney – Van Gogh „Die Freude an der Natur“ zeigt Landschaftsbilder und Einfluss des Niederländers

David Hockney ließ sich für seine Yorkshire Landschaften intensiv von Vincent van Gogh und dessen Bilder beeinflussen. Das Van Gogh Museum zeigt 2019 beide!
10. Februar 2019
Barbara Kruger, Untitled (You are a very special person), 1995, Collage, 13,6 x 19,1 cm (© Barbara Kruger, courtesy Sprüth Magers)

Barbara Kruger erhält den Goslarer Kaiserring 2019 Amerikanische Konzeptkünstlerin für Kapitalismus- und Konsumkritik ausgezeichnet

Die amerikanische Konzeptkünstlerin Barbara Kruger (* 1945) wird den Kaiserring am 21. September 2019 in Goslar entgegennehmen.
5. Februar 2019
Markus Lüpertz im Haus der Kunst, 2018, Foto: Marion Vogel

Haus der Kunst: Markus Lüpertz. Die Zone der Malerei München zeigt aktuelle Werke des "Malerfürsten"

Im Herbst 2019 präsentiert das Haus der Kunst eine umfassende Einzelausstellung zum Werk von Markus Lüpertz (* 1941), die die unterschiedlichen Aspekte seiner spezifischen Bildsprache aufgreift. Lüpertz etabliert eine eigene Zone in der Malerei. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht die Idee von etwas unwiederbringlich Verlorenem.
3. Februar 2019
David Annesley, Swing Low, 1964, Stahl, bemalt, 128,3 x 175,9 x 36,8 cm (© Tate Images credit, © David Annesley)

PalaisPopulaire: Objects of Wonder – britische Skulptur seit den 1950ern Revolutionäre Neudefinition der Bildhauerei bis zur zeitgenössischen Objektkunst

PalaisPopulaire in Berlin zeigt in Kooperation mit der Tate Britain britische Skulptur seit den 1950ern: Henry Moore, Barbara Hepworth, David Annesley, Gilbert & George, Damien Hirst bis Helen Marten.
31. Januar 2019
Gerard Byrne und Sven Anderson, A Visibility Matrix, 2018, Ausstellungsansicht Secession 2019, Foto: Iris Ranzinger

Secession: Gerard Byrne Irischer Medienkünstler zu „Upon all the living and the dead“

Gerard Byrne zeigt in der Wiener Secession drei Arbeiten aus den letzten drei Jahren und trennt dafür den Hauptausstellungsraum in zwei Black-Boxes und einen lichtdurchfluteten Raum.
29. Januar 2019
Wang Xingwei, My Beautiful Life, Detail, 1993–1995, Öl auf Leinwand (Courtesy Sigg Collection © Wang Xingwei)

MAK: Chinesische Kunst aus der Sammlung Sigg Zeitgenössisches aus dem Reich der Träume

„CHINESE WHISPERS. Neue Kunst aus der Sigg Collection“ präsentiert ein umfassendes Bild chinesischer Gegenwartskunst und ihrer ästhetischen sowie ikonografischen Bezüge. Ausgehend von der Sammlung Uli Sigg, der seit den 1970ern chinesische Kunst sammelt, setzt das MAK zeitgenössische chinesische Kunst mit den eigenen Sammlungsbeständen in einen spannungsreichen Dialog.
28. Januar 2019
Heidrun Holzfeind, the time is now, 2018

Secession: Heidrun Holzfeind. the time is now Schamanische Improvisationsmusik von IRO

Heidrun Holzfeind entwickelte für ihre Ausstellung the time is now. eine neue Videoinstallation über das schamanische Improvisationsduo IRO (Toshio und Shizuko Orimo).
28. Januar 2019
Klara Lidén, Warm up, 2014, 4:3 Film, 4:25 Min.

Secession: Klara Lidén. Auf jeden Fall Interventionen im öffentlichen Raum

In der Secession wird Klara Lidén Videos ihrer neuesten Interventionen zeigen – wie immer verwegen und witzig – in einer Installation, die sie speziell für die Ausstellung realisiert hat.
21. Dezember 2018
Cecily Brown, Where, When, How Often and with Whom?, Detail, 2017, Öl/Leinen, 277 x 1008 cm (3-teilig) (© Cecily Brown. Courtesy of the artist)

Cecily Brown. Where, When, How Often and with Whom Britische Malerin zwischen Figuration und Abstraktion im Louisiana

Louisiana: Cecily Brown zollt der Verführungskunst der Malerei täglich Tribut und bezieht sich auf unterschiedlichste Künstler - hier findest du mehr zu ihr!
20. Dezember 2018
Christian Kosmas Mayer, Ohne Titel, 2018 (© Christian Kosmas Mayer / Bildrecht Wien, 2018)

Mumok: Ausstellungen 2019 Pattern and Decoration, Op Art, Margreiter, Schmeler, Hesse

Welche Ausstellungen zeigt das mumok 2019? Pattern and Decoration, Eva Hesse, Alfred Schmela, ... Hier findest du die gesamte Liste!
11. Dezember 2018
Christian Kosmas Mayer, Ohne Titel, 2018 (© Christian Kosmas Mayer / Bildrecht Wien, 2018)

Christian Kosmas Mayer. Aeviternity Alternative Zeitvorstellung und künstliche Versteinerungsquelle im mumok Wien

Christian Kosmas Mayers installative und medienübergreifende Arbeiten basieren auf eingehenden historischen und zeitgeschichtlichen Recherchen. Diese dienen einer Neubewertung von Geschichte und Gegenwart, indem sie Evolutionäres und Naturhaftes in einen kulturgeschichtlichen und wissenschaftlichen Bezug stellen. Zentrale Bedeutung in seiner Arbeit besitzt die Auseinandersetzung mit Fragen des Archivierens und Konservierens als geschichtlichem, gegenwartsbestimmendem und zukunftsweisendem Handeln.
7. Dezember 2018
Sean Scully, Eleuthera, Detail, 2016, Öl/Lw (© Sean Scully)

Albertina: Sean Scully. Eleuthera Bislang privateste Serie des abstrakten Malers in Wien

Sean Scully ist vor allem für seine ausdruckstarken abstrakten Gemälde farbiger Streifen oder Rechtecke bekannt. Die Albertina präsentiert erstmals eine Werkserie, die Scully von einer ganz neuen Seite zeigt. „Eleuthera“ aus dem Jahr 2016 hat ein sehr privates Sujet zum Hauptthema!
3. Dezember 2018
Nathalie Djurberg & Hans Berg, Worship, 2016, Stop-Motion-Animation, Video, Musik, 08:26 Min., © Nathalie Djurberg & Hans Berg / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Schirn Nathalie Djurberg Hans Berg Video, Installationen, Skulpturen, VR-Erfahrung

Die Begegnung mit den Filmen von Nathalie Djurberg (* 1978) und Hans Berg (* 1978) hat etwas von einer Verführung – eindrucksvoll und unmittelbar ziehen sie die Betrachter an, hinein in farbenprächtige, von hypnotischer Musik begleitete, suggestive Welten. In spielerisch erzählten, düsteren Fabeln voller schwarzem Humor werden die großen Fragen der Menschheit verhandelt.
27. November 2018
Ernst Caramelle, Anschnitt, 1984, Gesso, Aquarell auf Karton, 51 x 60 cm (© Ernst Caramelle)

Ernst Caramelle. Werke aus 45 Jahren mumok zieht „Ein Résumé“ voller Bildwitz, konzeptueller Tiefe und feinen Aquarellen

Ernst Caramelle (* 1952, Hall in Tirol) schafft seit 45 Jahren ein Werk, das konzeptuelles Denken, bildlicher Analyse von Ausstellungssituationen und abstrakte Aquarelle genauso kennt wie die Verschränkung von Text, Schrift und Bildwitz. Die Ausstellung im mumok präsentiert alle Werkphasen des österreichischen Künstlers von 1974 bis in die Gegenwart.
21. November 2018
Matthias Herrmann, To hide his deformity he wore special clothing, Detail, 1996, William Wegman, artist, 1971, black & white photograph, 2018 © Matthias Herrmann

Matthias Herrmann. Textpieces 1996–1998 Inszenierte Fotografie als Kommentar auf Kunst und Gesellschaft

Matthias Herrmanns „Textpieces“ (1996–1998) zählen zu den interessantesten Auseinandersetzungen mit Körper, Geschlecht und Kunsttheorie. Im Gespräch mit Adrian Kowanz spricht der Künstler über seine Vorbilder, sein Konzept, seine Vorgangsweise.
20. November 2018
Nitsch Foundation: Hermann Nitsch zum 80. Geburtstag

Nitsch Foundation: Hermann Nitsch zum 80. Geburtstag: Orgien Mysterien Theater Umfassende Retrospektive zum 80. Geburtstag in der Nitsch Foundation

Anlässlich des 80. Geburtstags von Hermann Nitsch (* 1938) präsentiert die Nitsch Foundation in Wien eine umfangreiche Werkschau über die unterschiedlichen Disziplinen des Orgien Mysterien Theaters.
19. November 2018
Sophie Tiller

Paradise Girls – Natur, Affekt, Erinnerung und Harmonie Vier weibliche zeitgenössische Kunstpositionen im Miteinander

Anlässlich der Vienna Art Week 2018, die das Motto „Promising Paradise“ vorgibt, kuratiert und organisiert Ursula Tuczka eine Gruppenausstellung „im Miteinander“. Für eine Woche sind an zwei Ausstellungsorten im 7. und 8. Bezirk aktuelle Werke der vier Künstlerinnen präsentiert, in denen verschiedene Facetten des Begriffs Paradies anklingen.
14. November 2018
Louise Lawler, CS #204, Detail, 1990, Cibachrome © Courtesy Louise Lawler und Metro Pictures, New York / SAMMLUNG VERBUND, Wien

Louise Lawler. She’s Here Konzeptkünstlerin analysiert in der Sammlung Verbund das Kunstbusiness

Louise Lawler (* 1947) macht seit nahezu vier Jahrzehnten Kunst über Kunst. Ihre Fotografien zeigen Kunstwerke anderer, meist berühmter männlicher Kollegen, in unterschiedlichsten Kontexten. Ab wann wird ein Objekt zum Kunstwerk? Welche unterschiedlichen Inszenierungsstrategien werden angewandt?
3. November 2018
Alicja Kwade, DrehMoment, 2018, Installationsansicht Charlottenborg Kunsthal, Kopenhagen, 2018, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Alicja Kwade: Out of Ousia Raum-Zeit und andere Bewegungsstudien

Alicja Kwade (* 1979) widmet sich in der Kunsthal Charlottenborg in Kopenhagen dem „Wesen“ von Zeit, Raum und Dingen. Konzise Schau der Berliner Künstlerin!
17. Oktober 2018
Nadja Verena Marcin, Ophelia; OPHELIA’S CEREMONY (Moltkerei Werkstatt e.V.), Köln, 2018, Foto: Juliane Herrmann; Courtesy of the artist Nadja Verena Marcin & 532 Gallery Thomas Jaeckel, New York & AKArt, San Francisco. © Nadja Verena Marcin

Nadja Verena Marcin: „Wie ein Schwarm Bienen um den Wassertank“ Über das Abtauchen, Umweltschutz und das Wesen der Performancekunst

Performance-Künstlerin Nadja Verena Marcin (*1982 in Würzburg) ist auf zweijähriger Welttournee mit ihrer Performance und Videoskulptur „Ophelia“. ARTinWORDS hat Marcin vor ihrer Europapremiere in Köln getroffen und mit ihr über „Ophelia“, persönliche Erfahrungen, Erwartungen und das Wesen der Performancekunst gesprochen.
13. Oktober 2018
Aloïse Corbaz, Bal tango – Hôtel Rosière, Detail, 1960–1963, Farbkreiden, Farbstifte, Bleistift auf Papier (Kunstmuseum Solothurn, Schenkung Etienne und Jacqueline Porret-Forel, 1995 © Fondation Aloïse, Chigny Foto © Kunstmuseum Solothurn)

Künstlerinnen der Art Brut: Flying High Erste Ausstellung über weibliches Kunstschaffen der Art Brut in Wien

Künstlerinnen der Art Brut im Kunstforum Wien bringt 2019 wichtige Protagonistinnen zusammen: Aloïse Corbaz, Mary T. Smith, Misleidys Castillo Pedroso, ...
12. Oktober 2018
El Anatsui, Flag for a New World Power, Detail, 2004, Aluminum und Kupferdraht, 500 x 450 cm (Privatsammlung, Paris, Photo Courtesy: October Gallery, London)

El Anatsui. Triumphale Größe Haus der Kunst zeigt 2019 ghanaischen Bildhauer von Weltrang

Der ghanaische Bildhauer El Anatsui (* 1944 in Anyako) ist vielleicht der bekannteste lebende afrikanische Künstler. Die Ausstellung im Haus der Kunst, München (2019) – seine bislang größte und komplexeste überhaupt – wird Themen und künstlerische Anliegen aus seiner facettenreichen, inzwischen fünfzig Jahre umfassenden Karriere abdecken.
11. September 2018
Curated by 2018

curated by_2018 VIENNALINE: Wo stehst du Wien? Wiener Galerien widmen sich der Selbstanalyse

curated by_2018 VIENNALINE: Wo stehst du Wien?
11. September 2018
Sean Scully, Landline Bend Triptych, Detail, 2017, Öl/Aluminium, 3-teilig, je 215,9 × 190,5 cm (Privatsammlung © Sean Scully, Foto: Robert Bean)

Sean Scully: Landline Meer, Horizont und Himmel ineinander verwoben

Was 2014/15 als Projekt für Venedig begann, zeigt sich heute als Wendepunkt im Werk von Sean Scully: Indem er Meer, Horizont und Himmel ineinander verwebt, eröffnete er sich mit "Landlines" ein neues Formenreperoire. 2018/19 im Hirshhorn Museum and Sculpture Garten & Wadsworth Atheneum Museum of Art
10. September 2018
Thomas Struth, Art Institute of Chicago 2, Detail, Chicago 1990, C-Print, 184,1 x 219 cm (Astrup Fearnley, Museum of Modern Art, Oslo; © Thomas Struth, 2018)

Der Flaneur. Vom Impressionismus bis zur Gegenwart Kunstvolles Schlendern durch die Kunst im Kunstmuseum Bonn

Kunstvolles Schlendern durch die Kunst im Kunstmuseum Bonn: Sehen und gesehen werden in der modernen Großstadt als Thema von Kunstwerken von den 1880ern bis heute.
6. September 2018
Polly Apfelbaum, Evergreen Blueshoes, Detail, 2015, Ausstellungsansicht Belvedere 21, 2018 © Belvedere, Wien, 2018 / Foto: Alexandra Matzner / ARTinWORDS, Courtesy die Künstlerin & Frith Street Gallery, London

Polly Apfelbaum: „Das Publikum selbst soll Teil der Ausstellung werden – sie arbeiten zusammen“ Ein Gespräch über Vorbilder, Handwerk, Licht, Raum und natürlich das Glück im Belvedere 21

Polly Apfelbaum erhält vom Belvedere 21 ihre erste institutionelle Ausstellung in Österreich. „Happiness Runs“ versammelt sechs Teppich-Installationen, die seit 2012 für verschiedene Kontexte und Ausstellungshäuser geschaffen wurden. Erstmals legt Polly Apfelbaum ihr malerisch-handwerkliches Tun in einer Schau nur am Boden aus. Im Gespräch erzählt die Künstlerin, was sie antreibt, wer für sich wichtig ist und was Glück, Kreise und Teppiche miteinander zu tun haben.
2. September 2018
Polly Apfelbaum, The Potential of Women, 2017, Courtesy die Künstlerin, Galerie nächst St. Stephan, Alexander Gray Associates und Frith Street Gallery Alexander Grey Associates, NYC, NY

Polly Apfelbaum in Wien Poppiger Feminismus im Belvedere 21

Die amerikanische Künstlerin Polly Apfelbaum setzt im 21er Haus erstmals mehrere ihrer raumgreifenden Installationen zueinander in Beziehung. Ihre poetische Gesamtkomposition tritt in Dialog mit der offenen, lichtdurchfluteten Architektur des ehemaligen Weltausstellungs-Pavillons.
29. August 2018
Christian Ludwig Attersee, Feuerstelle, Detail, 2001, Mischtechnik mit Foto aus 1968 auf Karton, 36 x 48 cm (Privatbesitz)

Christian Ludwig Attersee. Feuerstelle Belvedere 21 fokussiert auf das Frühwerk des Österreichers

Ausstellung zum Frühwerk des österreichischen Künstlers Christian Ludwig Attersee (* 1940) zw. High und Low, Pop und Moderne, freier und angewandter Kunst im Belvedere 21.
19. August 2018
Christine Streuli, Christine Streuli, Warpainting_005, Detail, 2016/17, Mischtechnik auf Leinwand, 243,5 x 173 cm (Courtesy the artist & Galerie Sfeir-Semler, Hamburg/Beirut © Christine Streuli)

Pattern and Decoration. Ornament als Versprechen Muster und Feminismus von den 1970ern bis heute

Farbenfrohe Patchwork-Arbeiten und dekorative Muster auf der einen, politisch-emanzipatorischer Anspruch auf der anderen Seite – die Pattern and Decoration-Bewegung vereint vermeintliche Widersprüche. Sie entwickelt sich Mitte der 1970er Jahre in den USA, getragen von so vielen Frauen wie keine andere Kunstbewegung zuvor.
13. Juli 2018
Olaf Nicolai, Pepper, Kunsthalle Wien, 2018, Ausstellungsansicht Kunsthalle Wien © Olaf Nicolai, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Olaf Nicolai in Wien: There Is No Place Before Arrival Bild-Transfer und Übersetzungsfragen

Olaf Nicolai (* 1962) gastiert mit „There Is No Place Before Arrival“ im Sommer 2018 in der Kunsthalle Wien. Die Kunsthalle markiert der deutsche Konzeptkünstler als Ort der Kopie, als Verhandlungsplatz der Übersetzung, als Problemstelle Translation – und Kunst ist für ihn ein Vehikel, die Leerstellen dazwischen sichtbar zu machen.
4. Juli 2018
Anna Boghiguian, Un toute petite histoire de Nîmes, Detail, 2016, Ausstellungsansicht Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea, Rivoli-Turin, 2017, Courtesy die Künstlerin, Foto: Renato Ghiaz

Anna Boghiguian: Postkoloniale Erzählräume zwischen Poesie und Politik Künstlerbücher und Installationen der ägyptisch-kanadischen Künstlerin

Anna Boghiguian (* 1946) – ägyptisch-kanadische Künstlerin mit armenischen Wurzeln, die aktuell in Kairo lebt – wird mit einer großangelegten Retrospektive geehrt. Erstmals vereint die Ausstellung Notizbücher, Gemälde, Fotografien, Skulpturen und bühnenbildhafte Installationen. Das grafische Werk von Anna Boghiguian tritt in einen direkten und emotionalen Dialog mit dem Publikum – und ist doch im postkolonialen Diskurs zu verorten.
2. Juli 2018
Danh Vo, Twenty-Two Traps, 2012. Installation view, Mechanisms, Wattis Institute, San Francisco. Collection of Andrew Ong & George Robertson. Photo: Johnna Arnold

Anthony Hubmann: Andere Mechanismen Gruppenausstellung hinterfragt Werkzeuge der Produktivität

Anthony Hubmann kuratiert die Sommerausstellung 2018 der Wiener Secession: kritisches Hinterfragen, Ad-absurdum-Führen von Mechanismen (Werkzeuge, Regeln) in der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern steht im Zentrum seiner Analyse.
26. Juni 2018
Erwin Wurm, Gurke, Detail, 2017, Buntstift, Graphitstift, Papier (© Studio Erwin Wurm)

Erwin Wurm. Peace & Plenty Zeichnungen des österreichischen Bildhauers

Erwin Wurm zeichnet fast täglich, ob daheim oder auf Reisen. Die Zeichnungen sind Reflexion, Weltkommentar und Ideenspeicher. Thematisch gleichen sie einem Tagebuch, tauchen darin doch Menschen auf, mit denen Erwin Wurm in Kontakt ist, Künstlerfreunde, die Familie, aber auch Selbstporträts und aktuelle Projekte, seien dies Ideen zu One Minute Sculptures oder Skulpturen. Der Ausstellungstitel „Peace & Plenty“ verweist auf diese Situation – so heißt nämlich das Hotel in George Town/Great Exumas, in dem unzählige Zeichnungen entstanden – wie auf den Umfang des Konvoluts.
19. Juni 2018
Norbert Bisky, Trilemma, 2017, Ausstellungsansicht KÖNIG GALERIE, Berlin, Foto: Roman März / Courtesy the artist and KÖNIG GALERIE, Berlin/London

Norbert Bisky: Fernwärme im Museum Langmatt Familienbilder von 2008 bis 2018

Norbert Bisky (* 1970 Leipzig) zeigt im Museum Langmatt in der Schweiz einen Überblick über seine jüngsten Werke - und beschäftigt sich noch mit den Fotografien der Familie, die die Villa errichten ließ.
8. Juni 2018
James Turrell, Ganzfeld APANI (Venice Biennial 2011), 2011, Installation, LED, 16 x 12 x 6 m (Foto: Florian Holzherr, Courtesy Häusler Contemporary München | Zürich)

James Turrell. Lichtkunst Museum Frieder Burda präsentiert die „Wahrnehmungsmaschinen“ des amerikanischen Künstlers

James Turrell (* 1943, Los Angeles) zählt zu den wichtigsten Künstlern unserer Zeit. Seit mehr als fünfzig Jahren widmet er sein gesamtes Schaffen der Auseinandersetzung mit der (Im-)Materialität und Wahrnehmung von Licht. Wie keinem anderen gelingt es ihm, Licht als künstlerisches Medium sinnlich und geistig erlebbar zu machen.
6. Juni 2018
Georg Baselitz, Dystopische Glocken, Detail, 2015, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Corpus Baselitz in Colmar Aktuelle Arbeiten aus den Jahren 2014–2017

Seinen eigenen Körper und seinen Platz in der Kunstgeschichte hinterfragt Georg Baselitz (* 1938) in seinen aktuellen Werken. Bereits 2017 fiel der knapp 80-Jährige mit schonungslosen Bildern seiner Selbst auf. In den Jahren 2014 bis 2017 widmete er sich in Malerei, Zeichnung und Skulptur den ihn drängenden Fragen. Das Musée Unterlinden in Colmar zeigt erstmals eine bedeutende Werkauswahl dieser bisher noch nicht öffentlich gezeigte Arbeiten.
24. Mai 2018
Ydessa Hendeles, Crypt, Detail, 2016: Santos figure holding a candle, Italien, um 18. Jhd., Installationsansicht: The Power Plant, Toronto, 2017, Foto: Robert Keziere

Ydessa Hendeles: Death To Pigs über Zugehörigkeit, Entfremdung und soziale Ausgrenzung

Unzählige Gliederpuppen unterschiedlicher Größe sind in familiären Kleingruppen auf Kinderbänken aus dem frühen 19. Jahrhundert arrangiert. Eine rätselhafte hölzerne Armee, deren kollektiver Blick auf eine einzelne stehende Figur gerichtet ist. Befinden wir uns hier vor Gericht? Und worüber urteilt diese eingeschworene, wohl jahrhundertealte Gemeinschaft?
21. Mai 2018
Thomas Reinhold, Matrix, Detail, 2018, Öl auf Leinwand, 150 x 140 cm (© Thomas Reinhold)

Thomas Reinhold. Zur Geometrie des Amorphen Ein synästhetisches Erlebnis bei Artemons Contemporary

Thomas Reinhold (* 1953), ehemals Neuer Wilder, der sich nun vornehmlich im Medium der Malerei bewegt, stellt in der Artemons Gallery, Wien, unter dem Titel „Zur Geometrie des Amorphen“ Arbeiten aus Werkreihen von 2006 bis heute vor.
18. Mai 2018
Tomma Abts, Feke, Detail, 2013, Acryl/Öl/Lw, 48 × 38 cm (Courtesy Privatsammlung)

Tomma Abts in der Serpentine Gallery Prozessuale Abstraktion

Tomma Abts (* 1967) gewann 2006 den renommieren Turner Prize – und dennoch hatte die in Kiel (Deutschland) geborene Malerin noch keine Einzelausstellung in Großbritannien! Man mag es kaum glauben, dass die Serpentine Gallery diese Lücke im Sommer 2018 füllt. Tomma Abts ist bekannt für ihre abstrakten Kompositionen in Acryl und Ölfarbe, die auf geometrischen Formen beruhen und durch ihr kleines Format überzeugen.
16. Mai 2018
William Kentridge, Die Nase, Ausstellungsansicht „William Kentridge. O Sentimental Machine", Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main

William Kentridge – Wie die Nase eines Mannes, so auch seine Espressokanne Immersive Ausstellung des Südafrikaners in Frankfurt a.M.

Dem Frankfurter Liebieghaus ist ein besonderer Clou geglückt mit der aktuellen umfangreichen Ausstellung des 1955 in Johannesburg geborenen Künstlers William Kentridge: 80 Werke der letzten 30 Schaffensjahre schmiegen sich in 27 Räumen der Villa Liebieg in dialogischer Form an die hauseigene, 5.000 Jahre umfassende Skulpturensammlung - geradezu so als ob sie dafür geschaffen wären.
15. Mai 2018
Frank Auerbach und Lucian Freud. Gesichter im Städel Museum

Frank Auerbach und Lucian Freud. Gesichter Städel zeigt bedeutende Grafiken der britischen Maler

Frank Auerbach (*1931) und Lucian Freud (1922–2011) zählen zu den bedeutendsten figurativen Künstlern der englischen Nachkriegskunst. Die Graphische Sammlung des Städel Museums versammelt erstmals Hauptwerke der beiden Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung.
10. Mai 2018
Per Kirkeby, Ohne Titel, Detail, 1986, Öl/Lw, 200 x 240 cm (PK 435/01, © Per Kirkeby, Courtesy Galerie Michael Werner Märkisch Wilmersdorf, Köln & New York), Foto: Jörg von Bruchhausen

Per Kirkeby: Natur, Struktur, Bild Zum 80. Geburtstag und in Gedenken an den heuer verstorbenen dänischen Künstler

In Gedenken an Per Kirkeby (1938–2018) und sein Werk widmet ihm die Kunsthalle Krems im Herbst/Winter 2018/19 eine Einzelausstellung. Der promovierte Naturwissenschaftler zählte zu den bedeutendsten Malern der Gegenwart. 1938 in Kopenhagen geboren, studierte Per Kirkeby zwischen 1957 und 1964 Geologie an der Universität Kopenhagen. Noch während seines Studiums wandte er sich der Kunst zu und widmete sich anfangs den Medien Zeichnung, 8-mm-Film und Installationen.
3. Mai 2018
Haegue Yang, Mountains of Encounter, 2008, Installationsansicht, Haegue Yang: ETA 1994-2018, Museum Ludwig, Köln, 2018 © Haegue Yang, Foto: Museum Ludwig, Saša Fuis, Köln

Haegue Yang im Museum Ludwig, Köln: Wolfgang-Hahn-Preis 2018 Ins Museum, um einmal auf Lukas Podolskis Barhocker zu sitzen

Gerade noch im Kunsthaus Graz zu sehen, eröffnete im Museum Ludwig in Köln die erste Retrospektive von Haegue Yang (*1971 in Seoul), welche die Schaffensjahre der Künstlerin von ihrer Studienzeit bis heute, 1994 bis 2018, präsentiert. Auch hierzulande ist die südkoreanische Künstlerin keine Fremde.
26. April 2018
Marina Abramović, Me and Me II, Detail, Ausstellungsansicht Galerie Krinzinger, Wien, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Die zwei Herzen der Marina Abramović Personale der Performance-Künstlerin in der Galerie Krinzinger

Marina Abramović hat zwei Herzen, sagt sie. Wenn sie auch ihre zentral präsentierte Video-Arbeit „Dragon Heads“ (1990–1992, 2018), also Köpfe, getauft hat, so bedarf es wohl des Herzes mindestens eines Drachens, um die beiden langsam sich über Körper und Gesicht der Performance-Künstlerin schlängelnde Tigerpythons so stoisch zu ertragen.
20. April 2018
Martha Rosler, House Beautiful: Bringing the War Home, Photo Op, Detail, 2004, Fotomontage, 50,8 x 61 cm, Courtesy of the artist

Martha Rosler & Hito Steyerl War Games im Kunstmuseum Basel

Die Ausstellung War Games im Kunstmuseum Basel | Gegenwart präsentiert Werke von Martha Rosler und Hito Steyerl. Sie setzt sowohl frühe als auch aktuelle Arbeiten in einen mit den Künstlerinnen gemeinsam konzipierten Dialog.
20. April 2018
Raqs Media Collective, More Salt in Your Tears, 2017, Foto-Print, Maße variabel, Courtesy Raqs Media Collective, Foto: © Raqs Media Collective © Kunstsammlung NRW

Raqs Media Collective in Düsseldorf

Die Auseinandersetzung mit Zeit, Sprache und Geschichte steht im Zentrum der künstlerischen Arbeit des 1992 in Neu-Delhi gegründeten Raqs Media Collective. Unter Einsatz verschiedener Medien vereinen die drei Mitglieder Jeebesh Bagchi (* 1966), Monica Narula (* 1969) und Shuddhabrata Sengupta (* 1968) zeitgenössische Kunstpraxis mit historischer und philosophischer Spekulation, Geschichtsforschung und Theorie, wobei sie soziale und politische Bedingungen im globalen Kontext in den Blick nehmen.
19. April 2018
Douglas Gordon, k.364, 2010, Installationsansicht Gagosian Gallery 2011, Courtesy Studio lost but found, Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: © Kunstsammlung NRW

Douglas Gordon: k.364 Holocaust, Erinnerung und Mozarts KV 364

Der schottische Künstler Douglas Gordon (* 1966) zeigt in Düsseldorf seine raumgreifende Videoinstallation „k.364“ (2010). In dieser 50-minütigen Arbeit, die auf zwei doppelseitige Projektionsflächen projiziert wird, folgt der Künstler zwei israelischen Musikern polnisch-jüdischer Herkunft auf ihrer Bahnreise von Berlin nach Warschau, wo sie in der Nationalphilharmonie Mozarts „Sinfonia Concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur, KV 364“ aufführen werden.
16. April 2018
Sheila Hicks, Ligne de vie, Ausstellungsansicht © Centre Pompidou Philippe Migeat

Sheila Hicks im Centre Pompidou: Lebenslinien Handwerk, Farbe, Raum im Werk der amerikanisch-französischen Textilkünstlerin

Sheila Hicks (* 1934, Hastings, Nebraska) ist international seit mehr als 50 Jahren als eine Protagonistin der textilen Kunst bekannt. Ihre Arbeiten in Wolle und Leinen, Baumwolle und Seide stellen ästhetische Fragen, die bisher allzu oft übersehen wurden. Leuchtende Farbe, Material und Raum sind Hicks‘ zentrale Themen – dazu gesellt sich noch die komplexe technische Ausführung und Experimentierfreude.
13. März 2018
Joan Jonas, They Come to Us without a Word II, 2015, Performance at Teatro Piccolo Arsenale, Venice, Italy, 2015. Photo by Moira Ricci. © 2017 Joan Jonas: Artists Rights Society (ARS), New York: DACS, London.

Joan Jonas. Multimediakünstlerin aus New York 50 Jahre Nachdenken über Weiblichkeit, Mythos und Raum

Joan Jonas (*1936 in New York) wurde Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre als Pionierin der Video- und Performancekunst bekannt und ist eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Mit ihren experimentellen Installationen verfolgt sie einen originellen und interdisziplinären Ansatz. Sie vereint darin collageartig Film, Video, Musik, Fotografie, Zeichnung, Soundscapes, Objekte, Requisiten und Masken oder auch Schauspiel und Tanz. Im Zentrum ihrer Arbeit steht oft eine erzählende Komponente. Jonas findet ihre Inspiration u.a. in der Literatur, im No-Theater und in Ritualen, die sie auf zahlreichen Reisen über die Jahre miterlebt hat.
6. März 2018
Rachel Whiteread, Torso, Installationsansicht Belvedere 21, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Rachel Whiteread im Belvedere 21 Erinnerungsräume als Skulpturen

Die Londoner Objektkünstlerin Rachel Whiteread (* 1963) wird mit einer großen Retrospektive im 21er Haus vorgestellt - besonderer Schwerpunkt liegt auf ihrem Entwurf für das Holocaust Memorial am Judenplatz, Wien.
2. März 2018
Martha Jungwirth, Ohne Titel (aus der Serie: Regentinnen des Altmännerwohnheims, Frans Hals, 1664), 2014 (Albertina, Wien, Erwerbung aus Mitteln der Galerienförderung des BKA 2015 © Bildrecht, Wien, 2017)

Martha Jungwirth. Werke und Leben Erste Personale der österreichischen Malerin in der Albertina

Die Albertina widmet Martha Jungwirth (* 1940), die heute auch zurecht internationale Anerkennung erfährt, erstmals eine Personale. Einzelne Schlüsselwerke wie auch zu Serien zusammengefasste Werkblöcke ermöglichen einen faszinierenden Einblick in das umfangreiche Schaffen der Wiener Malerin.
10. Februar 2018
Francis Bacon, Studie für ein Porträt von Lucian Freud, Detail, 1964, Öl/Lw, 198 x 147,6 cm (The Lewis Collection © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved. DACS, London, Foto: Prudence Cuming Associates Ltd.)

Bacon, Freud bis Yiadom-Boakye: 100 Jahre figurative Malerei aus London Allzu Menschliches in der Tate Britain und im Szépművészeti Múzeum

Francis Bacon und Lucian Freud gelten als die bedeutendsten Maler Großbritanniens des 20. Jahrhunderts. Sie sind aber auch die „Anführer“ der sogenannten Londoner Schule, die nach dem Zweiten Weltkrieg die figurative Kunst hochhielt und zu einem existentialistischen Ausdruck fand. Über Generationen hinweg wird die Darstellung des Menschen im 20. Jahrhundert aufgearbeitet, mit Werken von Frank Auerbach, Paula Rego, Jenny Saville, Lynette Yiadom-Boakye.
29. Januar 2018
Paula Rego, The fisherman, Detail, 2005, Pastell auf Holz, 180 x 120 cm (© Collection of the Artist)

Paula Rego: Die grausamen Erzählungen Überblicksschau im Musée de l’Orangerie

Unter dem Titel „Die grausamen Erzählungen von Paula Rego“ stellt das Musée d’Orangerie etwa 70 Gemälde und Zeichnungen der britischen Künstlerin aus.
21. Januar 2018
Georg Baselitz, Schlafzimmer, Detail, 1975, Öl und Kohle/Lw, 250 x 200 cm (Privatbesitz, © Georg Baselitz, 2018, Foto: Jochen Littkemann, Berlin)

Georg Baselitz Werke wider die Ordnung Retrospektive zum 80. Geburtstag in der Fondation Beyeler

Die wichtigsten Gemälde und Skulpturen aus Georg Baselitz‘ (* 1938) rund sechzigjährigem Schaffen zwischen 1959 und 2017sind in der Fondation Beyeler wiedervereint. Exemplarische Schlüsselwerke der 1960er Jahre wie die „Helden“- und die Fraktur Bilder (1965/66) sind genauso vertreten wie die auf dem Kopf stehenden Motive, mit denen Baselitz in den 1970er und 1980er Jahren berühmt wurde.
20. Januar 2018
Georg Baselitz, Trauerhunde, 2010, Aquarell und Tusche, 66 x 51,2 cm (© Georg Baselitz, 2018 / Foto: Jochen Littkerman)

Georg Baselitz als Zeichner: Enthemmt und expressiv Kunstmuseum Basel zeigt Zeichnungen und Aquarelle

Georg Baselitz (* 23. Januar 1938) ist dem Kunstmuseum Basel bereits seit 1970 verbunden und wird zum 80. Geburtstag mit einem repräsentativen Überblick über die Zeichnungen und farbigen Blätter aus dem Kupferstichkabinett geehrt. 152 Zeichnungen und Aquarelle nennt das Museum sein Eigen, 100 Arbeiten auf Papier machen den Werdegang des Künstlers anschaulich.
17. Januar 2018
Alexander Kluge, Blick in den Abgrund der Sterne, 2017, Alfred Edel, Lieblingsschauspieler von Alexander Kluge und Christoph Schlingensief als Galaktischer Kämpfer gemalt von Margrit Sickert, Aus: Blick in den Abgrund der Sterne Filmstill, 11 Minuten © Kairos Film und Margit Sickert.

Alexander Kluge: Das Pluriversum des Vorzeigeintellektuellen im Museum Installationen des deutschen Filmemachers im Folkwang und Belvedere 21

Soeben ist die Ausstellung „Alexander Kluge. Pluriversum“ im Museum Folkwang in Essen zu Ende gegangen. Ab Juni 2018 macht sie im Belvedere 21 in Wien Station. Um die Wartezeit bis zur erneuten Präsentation etwas zu verkürzen hier ein kleiner Rückblick auf die Ausstellung in Essen und ein inhaltlicher Ausblick auf den Kunstsommer in Wien mit Alexander Kluge.
13. Januar 2018
Georg Baselitz, Der Hirte, Detail, 1965, Radierung, Kaltnadel, Aquatinta auf Zink (Stiftung G. und A. Gercken © Georg Baselitz 2017, Foto: Andreas Diesend)

Maniera Baselitz – Georg Baselitz als Künstler und Sammler Das Nonkonforme als Quelle der Phantasie

Georg Baselitz (* 1938) ist ein ausgewiesener Kenner und Sammler manieristischer Druckgrafik, genauer des Claire-obscure-Holzschnitts des 16. Jahrhunderts. Die Ausstellung in Dresden bringt grafische Arbeiten von Baselitz in einen spannungsreichen Dialog mit bedeutenden Werken des Manierismus.
22. Dezember 2017
David LaChapelle, An illuminating path, 1998

Michael Jackson und die Kunst Einfluss des Pop Sängers auf bildende Künstler seit den 1980ern

Michael Jackson – Sänger, Kultfigur, Rekordhalter, aber auch Musikvideo-Pionier – hatte zweifellos einen größeren Anteil an der Entwicklung der visuellen Kultur als gemeinhin bekannt. Einige der bekanntesten Größen der Kunstwelt – darunter Andy Warhol und Isa Genzken – beschäftigten sich eingehend mit dem Mythos Michael Jacksons. Die international tourende Ausstellung befragt erstmals zeitgenössische Künstlerinnen und Künstlern ob der Qualitäten, die sie in dem Megastar fanden und noch immer finden.
15. Dezember 2017
Robotlab (Matthias Gommel, Martina Richter, Jan Zappe), The Big Picture, 2014, Installation mit Industrieroboter, Foto © Robotlab

Der Blick in die Zukunft im MAK Gerald Bast und Peter Weibel kuratierten eine Ausstellung zu den Herausforderungen des Digital Age

„Die Ausstellung soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass das 21. Jahrhundert nicht nur eine technologische Revolution von historisch einmaliger Dimension bringt, sondern auch ein Jahrhundert der Kreativität sein wird“, sagt Rektor Gerald Bast, der diese Schau gemeinsam mit ZKM-Vorstand Peter Weibel kuratierte.
10. Dezember 2017
Thomas Bayrle, $, 1980. Karton, Miniaturautos. Privatsammlung. Foto: © Wolfgang Günzel

Thomas Bayrle im MAK „Wenn etwas zu lang ist – mach es länger“ verwebt Exponate mit Bayrle's Werk

Thomas Bayrle (* 1937) stellt erstmals in Österreich aus. Das Österreichische Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, kurz MAK, lädt den deutschen Künstler ein, Objekte der Sammlung mit eigenen Werken interagieren zu lassen. Bayrle begrüßt das Publikum mit einem überdimensionalen iPhone, bestehend aus unzähligen kleinen iPhones, denn sein Werk lässt sich zwischen Kommunikationsdesign, Individuum und Gesellschaft verorten. Den Titel entlehnte er dem Designer und Architekten Eero Saaringen (1910–1961), um Objekte in der MAK-Säulenhalle, dem MAK DESIGN LABOR, der MAK GALERIE und MAKSchausammlung Gegenwartskunst miteinander zu verweben. Bayrles Interpretation von „Social Fabric“, soziale Verflechtungen, lehnt er an die Kunst des Webens an.
9. Dezember 2017
Renate Bertlmann, Zärtlicher Tanz, Detail, 1976, S/W-Fotografie, 18 x 12 cm, Unikat (SAMMLUNG VERBUND, Wien)

Renate Bertlmann, Zärtlicher Tanz Ambivalente Bilder für komplexe Beziehungen

„Zärtlicher Tanz“ aus der Sammlung VERBUND inszeniert von und mit Renate Bertlmann das Verhältnis von Körper, Geschlecht, Zärtlichkeit und Mütterlichkeit – spart aber auch Abhängigkeitsverhältnisse nicht aus.
27. November 2017
Tullio Lombardo, Junges Paar (vormals: Bacchus und Ariadne), um 1505/10, Stein, Marmor, Spuren von Bemalung (Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer © KHM-Museumsverband) & Felix Gonzalez-Torres, Untitled (Perfect Lovers), 1987–1990, Wanduhren, Edition of 3, 1 AP (© The Felix Gonzalez-Torres Foundation, Courtesy of Andrea Rosen Gallery, New York)

The Shape of Time Zeitgenossen treffen im KHM auf Alte Meister

„The Shape of Time“ setzt bedeutende, zwischen 1800 und heute geschaffene Kunstwerke in Dialog mit Gemälden, Kunstkammerstücken und antiken Skulpturen aus der Sammlung des KHM, um zu zeigen, wie groß die inhaltlichen, thematischen oder formalen Verwandtschaften über die Jahrtausende hinweg sein können.
19. November 2017
Olga Chernysheva und Elsy Lahner in der Wiener Secession, November 2017, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Olga Chernysheva: „Situationen müssen weiterentwickelt werden, um Bilder zu werden“ Die einfühlsame Beobachterin und scharfsinnige Chronistin über das Zeichnen, Tschechow und stillstehende Menschen

Anlässlich ihrer Ausstellung „Chandeliers in the Forest” in der Wiener Secession traf Elsy Lahner, Kuratorin für zeitgenössische Kunst an der Albertina, die Künstlerin Olga Chernysheva. Ausgehend von der aktuellen Ausstellung geht Chernysheva der Bedeutung der Zeichnung in ihrem Werk nach, erzählt von ihrer Begeisterung für Tschechow, für stillstehende Menschen und dem Kinderbuch als ausstellungsbegleitender Publikation.
13. November 2017
Sabine Fellner in Kraft des Alters, Foto: Johannes Stoll © Belvedere, Wien

Sabine Fellner: „Es fehlen uns Vorbilder für die Kraft des Alters“ „Die Kraft des Alters“ wendet sich den positiven Aspekten des fortschreitenden Lebensalters zu

Sabine Fellner im Gespräch über ihre Ausstellung „Kraft des Alters“. Mit 188 Werken von 108 Künstlerinnen, Künstlern und einem Künstlerkollektiv macht sie auf die Privilegien und Problematiken von Alter zwischen Jugendstil und Gegenwartskunst aufmerksam.
3. November 2017
Künstler*innen auf der 2017 POWER 100

Künstlerinnen und Künstler auf der 2017 POWER 100 von ArtReview

Die 2017 POWER 100 von ArtReview ist publiziert und wird heiß diskutiert. Auf den ersten Blick fällt auf, dass zwar die Plätze 1 und 2 von Künstler*innen – Hito Steyerl und Pierre Hughe – belegt werden, dass aber dahinter von Platz bis 10 Galerist*innen, Kurator*innen sowie Theoretiker*innen gelistet sind. Was passiert, wenn man nur Künstler*innen bestehen lässt? Wie viele und welche Künstler*innen habe es überhaupt auf die Liste der 100 bedeutendsten Menschen des Kunstbusiness (resp. Kunstmarkts) geschafft?
29. Oktober 2017
Olga Chernysheva, aus der Serie Escalation, Detail, 2015–2017, Courtesy Diehl Gallery, Berlin

Olga Chernysheva. Chandeliers in the Forest in der Wiener Secession

Olga Chernysheva (* 1962) zeigt in der Wiener Secession eine multi-mediale Schau unter dem Titel „Chandeliers in the Forest“.
13. Oktober 2017
Kilnanji Kia Henda bei Goodman Gallery, Gewinner des 2017 Frieze Art Award © Künstler und Galerie, Foto: Eva Pakisch

Frieze London 2017: Poppig bunt und ein bisschen glatt Londoner Messe für zeitgenössische Kunst mit wenig kritischen Inhalten

Bei der Frieze London setzte man auf etablierte Positionen und Gefälligkeit, mehr Experimentierfreude und auch Mut zu kritischen Inhalten wären jedoch kein Schaden gewesen.
1. Oktober 2017
Gerhard Rühm, st, 1963, Typocollage auf Papier, 65 x 49,5 cm (mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, © Gerhard Rühm, Foto: © mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien)

Gerhard Rühm: Werke, Gedichte, Musik und Collagen Multi-Künstler Rühm im Bank Austria Kunstforum Wien

Gerhard Rühm (* 1930) ist zugleich Komponist, Performer, Literat und bildender Künstler. Seit nunmehr sechs Jahrzehnten bewegt er sich als Grenzgänger zwischen den Kunstdisziplinen. Im Zwischenraum von Wort und Bild, Sprache und Musik sowie Schrift und Zeichnung sucht er eine stete Erweiterung medialer Ausdrucksweisen.
28. September 2017
Mirosław Bałka, 48 x 24 x 21, 2017, Terrazzo, Stahl, Plastik, 48 x 24 x 21 cm (Courtesy der Künstler und Galleria Raffaella Cortese, Mailand)

Mit Mirosław Bałka auf Spurensuche Existentielle Themen im Museum Morsbroich

Mirosław Bałka (*1958 in Warschau) setzt sich in „Die Spuren“ im Museum Morsbroich intensiv mit den historischen Ereignissen im Europa des 20. Jahrhunderts auseinander, insbesondere nimmt er die Gräueltaten des Holocaust in den Blick. Bałkas feine, präzise künstlerische Setzungen initiieren beim Publikum Aufarbeitungsprozesse. Sie erzeugen in ihrer Simplizität ein investigatives Interesse, die Auflösung lässt den Atem stocken. Das Museum Morsbroich lädt in seinen spätbarocken Räumlichkeiten zur erinnerungskulturellen Spurensuche ein.
26. September 2017
David Shrigley, Life Model II, 2016, Mixed media 275,5 x 138 x 95 cm (Courtesy David Shrigley, Stephen Friedman Gallery, London, Anton Kern Gallery, New York, Galleri Nicolai Wallner, Copenhagen, and BQ, Berlin, © David Shrigley)

Partizipative Kunst im 21er Haus „Duett mit Künstler_in“ lädt zum kreativ-reflexiven Arbeitsprozess

Im Zentrum der Ausstellung „Duett mit Künstler_in“ im 21er Haus steht das Publikum und seine Rolle beim Entstehen eines Kunstwerks. Historische und aktuelle Positionen zeigen, wie Künstlerinnen und Künstler Menschen aktivieren und zur Handlung auffordern. Kunst als wesentlichen Teil des Lebens zu denken, an dem „alle“ teilhaben können, ist nicht nur grundlegend für das Kunstverständnis des 20. und 21. Jahrhunderts, sondern gehört zu den fundamental demokratischen Werten unserer Gesellschaft.
22. September 2017
Christian Kosmas Mayer, Life Story of C. Johnson's Olympic Oak, Eiche (Filmstill), Ausstellungsansicht mumok, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Naturgeschichten. Spuren des Politischen Geschichte und Gesellschaft in der Naturdarstellung seit den 1960ern

Pflanzen vor dem mumok, eine Giraffe am Poster – derzeit überzeugt das mumok mit einer breit angelegten Schau über Darstellungen der Natur. Mitnichten steht hier die Entwicklungsgeschichte der Natur im Zentrum, sondern „das Ineinander von Geschichte und Natur“, wie Kurator Rainer Fuchs erklärt. Weder naturalisierte Geschichte noch historisierte Natur sind seine Reflexionsgegenstände, stattdessen zeigt er auf drei Ebenen wie Künstlerinnen und Künstler über Geschichte – Kolonialismus, Holocaust, Völkermord, Flucht, Konstruktion von Natur, „Pflanzenjäger“ – nachdenken und anhand von Naturmotiven visualisieren.
22. September 2017
Georg Herold, Kulturgut, 1990, Bimssteine, Holzstühle, zersägt, montiert, 68 x 522 x 97 cm (Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017)

Georg Herold im Kunstmuseum Bonn Я не понимаю. Über das Verstehen von Kunst

Georg Herold (*1947 in Jena) betitelt seine jüngsten Fotografien mit kyrillischen Buchstaben, banalisiert Formen, erzeugt Bedeutung und vernichtet diese gleich wieder, lockt mit Bezeichnungen das Publikum auf falsche Fährten und arbeitet mit „ungehobelten" und "dummen“ Materialien. Das Kunstmuseum Bonn widmet dem in Köln lebenden Objektkünstler eine umfassende Personale.
18. September 2017
Herbert Albrecht, Idol 1, 2016, brasil. Marmor, 108 cm, Ausstellungsansicht KHM, September 2017 © Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Herbert Albrecht im KHM Zeitgenössische Skulptur in der Antikensammlung

Herbert Albrecht (* 1927) ist der bedeutendste Steinbildhauer Vorarlbergs und für seine Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur bekannt. Die Antike und das in dieser Epoche entwickelte Menschenbild dienen im Kunsthistorischen Museum als Folie und Dialogpartner für Skulpturen und Plastiken Albrechts aus allen Schaffensphasen.
14. September 2017
Florentina Pakosta, Aufstrebende Hand, Detail, 1980 (Albertina, Wien © Bildrecht, Wien, 2017)

Florentina Pakosta. Werke und Leben

Florentina Pakosta hat sich seit Jahrzehnten gegen jeden Widerstand von außen der Kunst verschrieben. Die Albertina widmet der vielseitigen österreichischen Künstlerin anlässlich ihres 85. Geburtstags eine groß angelegte Retrospektive.
13. September 2017
Nicole Eisenman, Dark Light, 2017, Detail (Mann mit Baseballkappe), Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Nicole Eisenman. Dark Light Aktuelle Historienmalerei und „The Donald“

Die New Yorker Malerin und Objektkünstlerin Nicole Eisenman (* 1965) zeigt in der Wiener Secession ihre aktuellsten Bilder, in denen sie sich mit dem Wahlsieg von Donald Trump auseinandersetzte. Die beiden großformatigen, mit US-Symbolen aufgeladenen Historiengemälde werden von Zeichnungen begleitet, die deren komplexen Entstehungsprozess erahnen lassen. Found Footage und eine Installation komplettieren die Schau im hinteren Bereich des Hauptausstellungsraums.
13. Juli 2017
Kunst ins Leben! Der Sammler Wolfgang Hahn und die 60er Jahre, Ausstellungsansicht Museum Ludwig, Köln 2017, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, Britta Schlier

Sammlung Hahn: Eine Wanderausstellung gegen Phantomschmerzen Die Sammlung Wolfgang Hahn kehrt temporär nach Köln zurück

Zwischen Wien und Köln liegen 750 Kilometer. Als 1978 die Kunstsammlung des Kölner Restaurators Wolfgang Hahn (1924-1987), welche zu diesem Zeitpunkt 385 Werke umfasste, von der Republik Österreich für das Museum des 20. Jahrhunderts (heute: mumok) erworben wurde, mag diese Distanz noch eine große Herausforderung bedeutet haben. Und tatsächlich hat es beinahe 40 Jahre gedauert, bis die exportierten Kunstwerke diesen Weg in entgegengesetzte Richtung angetreten haben. Was passiert nun, wenn eine Sammlung nach so langer Zeit an den Ort ihres Ursprungs zurückkehrt? Augenscheinlich dasselbe wie bei Menschen: vor allem viele revitalisierte Erinnerungen, welche von Idealisierung und Nostalgie gekennzeichnet sind.
11. Juli 2017
Erwin Wurm, Installationsansicht MKM, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg 2017 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: MKM / J. Steinicke

ERWIN WURM hoch 2 in Duisburg Befreiung der Kunst oder eine österreichische Sauerei?

Erwin Wurm stellt diesen Sommer im großen Stil in Duisburg aus. In zwei Häusern wird das „Wurmiversum“ in Form einer zusammenhängenden Überblicksschau vorgestellt. Das Lehmbruck Museum widmet sich „dem männlichen Prinzip“, während im Museum Küppersmühle der Fokus auf textilen Arbeiten und Fotografie liegt.
30. Juni 2017
Gerhard Richter, Abstraktes Bild 559-1, 1984, Öl auf Leinwand 200 x 300 cm (Kunstsammlung der Hypo Vereinsbank- Member of UniCredit) Courtesy Richter Images © Gerhard Richter 2017 (0131)

Abstract Painting Now! „Gerhard Richter, Katharina Grosse, Sean Scully …“ in der Kunsthalle Krems

Die „Neue Abstraktion“ begann in den 90ern und blüht in verschiedensten Ausprägungen bis heute. Die Abstraktion der „Zweiten Moderne“ (Heinrich Klotz) ist durch ihre Heterogenität geprägt, fernab verbindender oder trennender Manifeste oder Ideologien wie es für die Abstraktion der 1910er Jahre bzw. der Nachkriegsmoderne charakteristisch ist. Mit mehr als sechzig Positionen bietet die Ausstellung „Abstract Painting Now!“ einen Überblick über die wichtigsten Abstrakten der anglo-amerikanischen und deutschsprachigen Kunstszene.
12. Juni 2017
Gerhard Richter, Vorhang IV (CR 57), 1965, Öl auf Leinwand, 200 × 190 cm (Kunstmuseum Bonn)

Gerhard Richter: Über Malen / frühe Bilder Bilder von 1961 bis 1980 – die wichtigsten Motive für Richters Metamalerei in Bonn und Gent

Der frühe Gerhard Richter (* 1932) der 1960er und 1970er Jahre erarbeitete sich anhand von wenigen Motiven Ausgangspunkte für ein höchst komplexes Werk. Malerei sui generis auf der Metaebene zu hinterfragen und gleichzeitig neu zubegründen, ist die Reaktion des 1962 aus der DDR geflohenen Malers auf die Avantgarde(n) in Düsseldorf.
6. Juni 2017
Judy Chicago, Red Flag, 1971, Fotolitographie, 20 x 24 cm (Sammlung Verbund).

Judy Chicago, Red Flag, 1971 Bluten für den Feminismus: Die Revolution im Unterleib

Die Fotolithographie von Judy Chicago zeigt im Zentrum eine Hand, die gerade einen blutgetränkten Tampon aus der Vagina zieht. Schambereich und Schenkel sind in weichem schwarz-weiß mit intensivem Bildrauschen gezeichnet. Durch die gespreizten Beine erscheint, wie ein Licht am Ende des Tunnels, ein reinweißer flächiger Hintergrund. „Red Flag“ lautet der Titel des frühen feministischen Werks von Judy Chicago. Es entstand 1971 nach einem Gespräch unter Frauen über ihre Menstruation und lieferte den Anstoß für den „Menstruation Bathroom“ in der Installation „Womanhouse“.
25. Mai 2017
Erwin Wurm, House Attack, Performance 2012 © Gerald Y. Plattner

Erwin Wurm: Performative Skulpturen Ausstellung mit deformierten Objekten im 21er Haus

Wer eine Ausstellung von Erwin Wurm besucht, ist darauf gewappnet, dass von ihm Körper- und Geisteseinsatz eingefordert werden wird. Im 21er Haus zeigt der österreichische Bildhauer jedoch den Werkzyklus „Performative Skulpturen“: Hierfür warf sich Wurm höchstpersönlich gegen Tonklumpen, stieg auf tönerne Möbel und sägte furios durch gestaltete Erdklumpen.
24. Mai 2017
Mohamed Bourouissa, Carré rouge (aus der Serie Périphérique), 2005, © ADAGP Mohamed Bourouissa, Courtesy der Künstler und kamel mennour, Paris/Londo

Wie zusammenleben? Ausstellung „How to Live Together“ in der Kunsthalle Wien

„How To Live Together“ beschäftigt sich mit den individuellen wie gesellschaftlichen Bedingungen und Potenzialen unseres Zusammenlebens. Im Vordergrund stehen dabei die Dynamiken von Ökonomie und Politik, aber auch sich wandelnde soziale Beziehungen.
23. Mai 2017
Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Pauline Doutreluingne, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung: „Es geht um Zusammenkünfte, Formen des Miteinander!“ Wie über Kolonialismus nachdenken? Ndikung und Pauline Doutreluingne über ihre Festwochen-Ausstellung „The Conundrum of Imagination“

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Curator at Large der documenta 14, unterstützt von Co-Kuratorin Pauline Doutreluingne, stellte für die Wiener Festwochen eine unter die Haut gehende, mit beeindruckenden Bildern arbeitende Gruppenausstellung zum Thema Kolonialismus zusammen. Künstlerinnen und Künstler repräsentieren die anti-hegemoniale Welt und werfen gleichzeitig eigene Blicke zurück - auf die Geschichte von Eroberung, Vernichtung, Neubenennung, Deutung, Klassifizierung seit dem 16. Jahrhundert. Ndikung und Doutreluingne gelingt eine vielseitige Schau, die durch Performances und Vorträge ergänzt und erweitert wird.
17. Mai 2017
Renate Bertlmann, Bilderwandlung oder der pädagogische Eros, 1979/2016, 7 S/W-Fotografien auf Leinwand je 50 x 70 cm, Gebetsschemel, Gebetsbuch, 7 Kerzenhalter, 7 Grabkerzen, Installationsmaße: 600 x 170 x 60 cm (Sammlung VERBUND).

Renate Bertlmann: Bilderwandlung oder der pädagogische Eros Feministische Rebellion zwischen Kitsch und Kunst

Gebetsgesang schwillt an. Mitten im sterilen White-Cube des mumok drängt sich plötzlich eine Wand in zartem Fliederviolett auf. Und mit ihr die Vision einer Nonne, die kniend die Bilder eines großen Dildos anfleht: „San Erectus Prega Per Noi“, „Hl. Erectus bete für uns“.
16. Mai 2017
Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Marie Antoinette in einem Chemisen Kleid, Detail, 1783, Öl auf Leinwand, 89.8 × 72 cm (Hessische Hausstiftung, Kronberg)

Cathérine Hug: „Es ist keine Sünde, wenn man sich mit Mode befasst.“ Kritische Reflexion der Mode: Vorschau auf die Ausstellung „Fashion Drive. Extreme Mode in der Kunst“ im Kunsthaus Zürich

Cathérine Hug, Kuratorin des Kunsthaus Zürich, bereitet mit Kunsthaus Direktor Christoph Becker gerade die Ausstellung „Fashion Drive. Extreme Mode in der Kunst“ vor, für die sie Werke der Sammlung mit rund 150 nationalen und internationalen Leihgaben auf die Darstellung und Bedeutung von Mode untersucht. Im Winterpalais reden wir über kuratorische Zugänge, Künstler als Gesellschaftskritiker und die Rolle der Mode dabei, Mode in der Schweiz, Marie Antoinette als Mode-Rebellin.
11. Mai 2017
Brigitte Kowanz & Erwin Wurm | Biennale 2017

Brigitte Kowanz & Erwin Wurm | Biennale 2017 Licht und Körper in Venedig

Bereits im Vorfeld warf die Entscheidung von Christa Steinle, Brigitte Kowanz und Erwin Wurm gemeinsam für die Biennale 2017 zu nominieren, Fragen auf. Zu unterschiedlich – ästhetisch wie inhaltlich – wären die beiden Positionen. Schwierig zu realisieren im ohnedies für ein Display herausfordernden Österreich Pavillon.
10. Mai 2017
Shirin Neshat 2017, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Shirin Neshat. The Home of My Eyes Was bedeutet Heimat?

Die iranische Foto- und Filmkünstlerin Shirin Neshat zeigt im Museo Correr 26 der 55 Fotografien umfassenden Serie „The Home of My Eyes“ (2014/15) und stellt ihren aktuellsten Film „Roja“ (2016) vor.
9. Mai 2017
Anish Kapoor, White Dark VIII, 2000, Fiberglas und Farbe, 160 x 160 x 64 cm (Privatbesitz), Foto: Anna-Maria Matzner, ARTinWORDS.

Intuition im Palazzo Fortuny Kuratiert von Axel Vervoordt und Daniela Ferretti (2017)

Intuition in der Kunst – über Kulturen, Zeiten und Regionen hinweg. Axel Vervoordt stellt einmal mehr für den Palazzo Fortuny eine atmosphärische Schau über das Unbewusste in der Kunst zusammen.
8. Mai 2017
Damien Hirst, Treasures from the Wreck of the Unbelievable, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Der unglaubliche Damien Hirst Ausstellung „Treasures from the Wreck of the Unbelievable“ im Palazzo Grassi und der Punta della Dogana

Damien Hirst nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Der ehemalige Sklave Cif Amotan II. – so die Legende – hätte das Schiff Apistos [„The Unbelievable“] voller Artefakte aus allen Herren Ländern in einem Sturm verloren. Im Jahr 2008 wäre es aufgefunden und die Objekte auf Kosten des Künstlers seither geborgen worden.
2. Mai 2017
Martin Beck, Flowers, Detail, 2015 © Martin Beck 2016.

Martin Beck: rumors and murmurs Wie ausstellen?

Zentrales Thema in Martin Becks (* 1963) Arbeiten und auch der Ausstellung im mumok ist das Display, die Zeigestrategie, das Präsentieren von Objekten und Kunstwerken. Die von ihm selbst gestaltete und eingerichtete Schau kreist um Fragen von Ermächtigung und Kontrolle, Kreativität und Ästhetik.
2. Mai 2017
James Welling, H1 (aus der Serie Hexachromes), 2005, 94.6 x 119.4 cm © James Welling, courtesy Marian Goodman Gallery

James Welling Grenzenlose Fotografie

James Welling (* 1951) einfach als Fotografen zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Der Amerikaner erforscht seit Mitte der 1970er Jahre das Medium und das Sehen. Sein in Serien entwickeltes Werk kennt keine stilistischen oder technologischen Grenzen. Die Ausstellung im Bank Austria Kunstforum präsentiert eine umfassende Auswahl an fotografischen Serien, Videos und Skulpturen, die den konzeptuellen Zugang des Fotokünstlers Welling belegen.
1. Mai 2017
Lynn Hershman Leeson, Roberta Construction Chart #1, 1975, C-Print © Lynn Hershman Leeson, SAMMLUNG VERBUND, Wien

Feministische Avantgarde der 1970er Jahre aus der SAMMLUNG VERBUND Ausstellung „Woman“ im mumok

„Feministische Avantgarde“ – die Rebellion der Künstlerinnen der 1970er Jahre gegen das patriarchale System (auch der Kunst) – anhand von über 300 Werken der SAMMLUNG VERBUND dargestellt. Den internationalen Aufbruch feministischer Künstlerinnen taufte Gabriele Schor, Sammlungsleiterin des Verbund, als „Avantgarde“.
1. Mai 2017
Jorg Hartig, Farbensprung, Detail 1979, Acryl auf Leinwand, 186 x 151 cm (MUSA)

Jorg Hartig. REALPOP Wiederentdeckung des Wiener Malers im MUSA

Jorg Hartig (* 1932) erfand für seine Acryl-Malerei den Begriff „Real-Pop“ – in Hommage an und Abgrenzung von der angloamerikanischen Pop-Art der 1960er sowie des Realismus (Photorealismus) der 1970er Jahre.
1. Mai 2017
Maria Lassnig, Gesichtsschichtenlinien, 1996 (Albertina, Wien © 2016 Maria Lassnig Stiftung)

Maria Lassnig: Zeichnungen und Aquarelle Retrospektive zu den intimen „Zwiegesprächen“ auf Papier

Maria Lassnig (1919–2014) gilt als herausragende Koloristin – auf Leinwand wie auf Papier. Die Albertina würdigt die österreichische Künstlerin mit einer Retrospektive ihrer Zeichnungen und Aquarelle, in denen sie sich bekannt schonungslos mit ihren Emotionen und Körperempfindungen auseinandersetzte.
30. April 2017
Maria Lassnig, Selbstporträt mit Stab, 1971, Öl und Kohle auf Leinwand, 193 x 129 cm (Maria Lassnig Stiftung, © Maria Lassnig Stiftung)

Maria Lassnig: Biografie Leben der österreichischen Malerin

Maria Lassnig Biografie: Ausbildung, Bilder, wichtige Ausstellungen
27. April 2017
Brigitte Kowanz, Metaphora II, 2017, Neon und Spiegel, 60 x 150 x 19 cm, poto Tobias Pilz, copyright Bildrecht, Vienna 2017

Brigitte Kowanz: „Das Licht ist einerseits Grundlage der Sichtbarkeit und andererseits Symbol der Erkenntnis“

Aktuelle Arbeiten der österreichischen Licht-Künstlerin Brigitte Kowanz erinnern an Erfolge des Vereinten Europa. Dafür geht sie von der Beobachtung aus, dass das Datum einzelner Ereignisse in die Geschichte eingehen, dass die Erinnerung aus dem Prozess von Geschehnissen und Handlungen einen Moment herausgreift.
25. April 2017
Kathleen Ryan, Bacchante, Installation Theseustempel 2017, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Kathleen Ryan: Bacchante Theseustempel 2017

Die amerikanische Bildhauerin Kathleen Ryan (* 1984) legt ihre Bacchantin mitten in den Theseustempel. Für ihre erste Museumsaustellung – der Theseustempel wird vom Kunsthistorischen Museum bespielt und von Jasper Sharp kuratiert – lässt sie die Gefährtin des Gottes Bacchus (Dionysos) als Weintraube sensualistisch über einige Kaminrohre gleiten.
3. April 2017
Heinz Hajek-Halke, Ohne Titel, Detail, 1950–1970, Farbpapier, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie, © bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Foto: Dietmar Katz

Kunst und Alchemie Verwandlung von Materialien in Kunst und Wissenschaft

Kunst und Alchemie sind wesensverwandt, arbeiten beide doch mit der Verwandlung von Materialien. Entgegen der landläufigen Meinung behandelt Alchemie nicht nur die Erschaffung von künstlichem Gold aus den einfachen Stoffen, sondern widmet sich ganz allgemein der Auffindung der Weltformel, also der Erforschung komplexer Zusammenhänge, und gar der Schöpfung neuer Wesen bzw. der Erlangung der Unsterblichkeit – ob in der Natur oder der Kunst. Die groß angelegte Schau im Berliner Kulturforum verfolgt das Konzept der Transmutation von seinen Anfängen in Ägypten zum europäischen Mittelalter, nach Indien, China und Japan. Dass aber auch so mancher zeitgenössischer Kunstschaffende sich als „Alchemist“ empfand oder eine wesensverwandte Kunstpraxis entwickelte, ermöglicht, das Thema bis in die Gegenwartskunst nachzuverfolgen. Jörg Völlnagel strukturiert in zehn Kapiteln das heterogene kulturgeschichtliche Material von etwa 230 Objekten, das sowohl durch seine zeitliche wie auch geografische Dimension eine 3.500 Jahre alte, globale Menschheitsgeschichte erzählt.
30. März 2017
Vincent Fournier, Reem B #7 [Pal], Barcelona, Spain, 2010; Tintenstrahl-Fotodruck, 100 x 130 cm © Vincent Fournier, 2016

Vienna Biennale 2017. Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft Ausstellungen und Projekte zu Robotik und kreativen Konzepten zur Arbeit der Zukunft

Viennale Biennale 2017 thematisiert grenzenlose Kommunikation zwischen Menschheit, Internet, Dingen – und macht sich Gedanken, wie diese Entwicklung die Arbeit der Zukunft verändern wird. Von Robotik fernab „herumlaufender Blechbüchsen“ (Thun-Hohenstein) bis Zukunft der Arbeit, von Klimawandel bis zur Vernetzung, aber auch Balance zwischen eigenen Ansprüchen und jenen der Gesellschaft (Ressourcenverbrauch) legt die Vienna Biennale „den Finger offensiv auf jenen Bereich, der unsere Zukunft entscheidend verändern wird“ (Gerald Bast).
28. März 2017
RAW Stillleben mit Früchtecrumble, Detail (© ARTinWORDS, Alexandra Matzner/ROHGENUSS, Michaela Russmann, Foto: © Jochen Russmann)

RAW Stillleben – ROHGENUSS interpretiert Clara Peeters Rezepte und Antworten zur gesunden Ernährung von Michaela Russmann

Inspiriert von Clara Peeters' Stillleben komponierte Michaela Russmann eine köstlich-gesunde Süßkartoffel-Pastete, ein Früchtecrumble mit Superfoods und eine Käseplatte. Um das luxuriöse Arrangement der barocken Prunkstillleben aufzubrechen, lud ARTinWORDS vier Künstlerinnen und Künstler ein, Salzgefäß und andere Goldschmiedearbeiten in den Stillleben zu ersetzen: Ihre Werke helfen, Produktionsbedingungen von Nahrung, das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, sowie die Überflussgesellschaft zu hinterfragen.
23. März 2017
Erwin Wurm, Ohne Titel, 2016, (unter Verwendung von: Fritz Wotruba, Liegende Figur, 1953), Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner © Bildrecht, Wien 2017.

Erwin Wurm in Graz One Minute Scultpure als Wortskulpturen

Erwin Wurms Ausstellung im Kunsthaus Graz trägt den etwas komplizierten Titel „Fußballgroßer Tonklumpen auf hellblauem Autodach“. Darunter darf man sich eine amüsant-reflexive Weiterführung Wurm’scher Signature Works und referenzgesättigter, aber auch selbstironischer Auseinandersetzung mit den Werken berühmter Vorgänger vorstellen. Das Werk „Ohne Titel“ (2016), welches das Kunsthaus Graz als Sujet der Ausstellung gewählt hat, verbindet die „Liegende Figur“ von Friz Wotruba aus dem Jahr 1953 mit einer Wurstsemmel. Des Österreichers liebstes Mittagsmahl desavouiert eine ikonische Arbeit eines Nachkriegsheroen der österreichischen Kunst? Eine ironische Geste eines Kunstverächters oder gar Kunstignoranten? Eine Persiflage auf Manets „Frühstück im Grünen“? Eine „Entsockelung“ des auratisierten Objekts??
21. März 2017
Camille Henrot, Tuesday, 2017, (Filmstill 5) Image Research, Courtesy die Künstlerin, König Galerie, Berlin; kamel mennour, Paris/London und Metro Pictures, New York

Camille Henrot. If Wishes Were Horses Ausstellung der französischen Medienkünstlerin in der Kunsthalle Wien, Karlsplatz

Camille Henrot (* 1978) wurde mit Videos und Animationsfilmen bekannt, in denen sie kulturell und sexuell geprägte Bilder, Objekte und Symbole aus allen Zeiten und Orten der Welt einander überlagerte. Ihr Methodenrepertoire reicht von anthropologisch-wissenschaftlicher Forschung bis zur eigenen Intuition, wenn sie Mythen, Ökonomie, Wissenschaft und Tradition miteinander in Beziehung setzt. Die entstehenden Werke sind vieldeutig, ja widersprüchlich, und berühren Fragestellungen zu Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenleben.
20. März 2017

Maria Lassnig: Werke & Leben Ausstellung in Essen

Maria Lassnig (1919–2014) gehört zu den wichtigsten Künstlerinnen der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Bereits im Jahr 1948 stellte sie sich erstmals der Frage, wie sich das Bewusstsein für den eigenen Körper ins Bild übersetzen ließ. Nach einer ersten surrealistischen und informel-abstrakten Phase gelangte sie über die Rezeption kubistischer Akte zum Selbstporträt. Bereits während der 1960er Jahre entwickelte sie die für sie charakteristischen „Körperbewusstseinsbilder“, die sie ab 1970 auch in Animationsfilmen einsetzte.
15. März 2017
Jakob Lena Knebl und Alexandra Matzner im mumok

Jakob Lena Knebl: „Ich gönn‘ mir jetzt diesen Hedonismus!“

Jakob Lena Knebl über ihre Vorgangsweisen, Themenfelder und aufgebrochene Hierarchie in Kunstfeldern, die sie ihrer zweifellos außergewöhnlichen Personale und Neuaufstellung im mumok zugrunde gelegt hat. Das Gespräch für ARTinWORDS führte Alexandra Matzner.
4. März 2017
Walter Van Beirendonck Hat: Stephen Jones, Autumn/Winter 2010/11 © Ronald Stoops, Installationsansicht Barbican Institute 2016/17, © Michael Bowles / Getty Images

Vulgär? Ausstellung zu Sprache, Mode, Körper, Gesellschaft im Winterpalais, Wien

Das Wort „vulgär“ steht als Kulminationspunkt und Reibefläche im Zentrum dieses außergewöhnlichen Projekts zur Geschichte der Mode seit dem 18. Jahrhundert. Als Werturteil kann es vernichtend eingesetzt werden, zu verschiedenen Zeiten bezeichnete es jedoch unterschiedliche Verhaltensweisen und umschrieb disparate Kleidungsnormen.
1. März 2017
Carl Spitzweg, Der abgefangene Liebesbrief, Detail, um 1855, Öl auf Leinwand, 54,2 x 32,3 cm (Museum Georg Schäfer, Schweinfurt)

Carl Spitzweg – Erwin Wurm Ausstellung über Biedermeier und Neo-Biedermeier im Leopold Museum

Carl Spitzweg und Erwin Wurm! Geht das? „Geht sogar ausgesprochen gut!“, erklärt Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museums und Kurator des außergewöhnlichen Dialogs zwischen dem bayrischen Biedermeiermaler und dem Österreich-Vertreter auf der Biennale von Venedig 2017. Doch worin liegen die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden so unterschiedlichen Künstlern? Immerhin trifft biedermeierliche Gemütlichkeit auf die Neudefinition des Skulpturenbegriffs.
1. März 2017
Edward Burtynsky, Salinas #3, Càdiz, Spanien 2013 © Edward Burtynsky, courtesy Admira, Milano / Galerie Springer Berlin.

Edward Burtynsky – Wasser Ausstellung über die Zerstörung der Wasserressourcen im KUNST HAUS WIEN

Der Ressource Wasser, dem blauen Planeten und der Nachhaltigkeit widmet Edward Burtynsky (* 1955) seit über 30 Jahren sein Werk. Der kanadische Fotograf wurde mit großformatigen Aufnahmen von veränderten und zerstörten Landschaften bekannt und zeigt im KUNST HAUS WIEN die jüngste Werkserie, für die er fünf Kontinente bereist hat: „Wasser“.
1. März 2017
Yulia Tikhomirova, Baltica, 2003–2016 © Yulia Tikhomirova

I dreamed we were alive Ausstellung mit Arbeiten von Ekaterina Anokhina, Lena Rosa Händle, Hanna Putz, Yulia Tikhomirova, Borjana Ventzislavova im KUNST HAUS WIEN

Die Austellung „I dreamed we were alive“ versammelt Arbeiten von fünf zeitgenössischen Fotokünstlerinnen, die um persönliche Erinnerungen kreisen. Ekaterina Anokhina (*1983, Moskau), Lena Rosa Händle (*1978, Berlin), Hanna Putz (* 1987, Wien), Yulia Tikhmirova (* 1981, St. Petersburg) und Borjana Ventzislavova (* 1976, Sofia) zeigen intim wirkende Einblicke in ihre Leben, ihre Beziehungen, ihre sozialen Kontakte. Neben der Ausstellung erarbeiteten die Fünf Fotobücher als zweites Vermittlungsformat.
1. März 2017
Pınar Öğrenci, A Gentle Breeze, Leaving Istanbul (3)

Pınar Öğrenci – A Gentle Breeze Passed Over Us Ausstellung im KUNST HAUS WIEN, Garage

Pınar Öğrenci (* 1973, Van, Türkei), Künstlerin, Aktivistin, Autorin, thematisiert in „A Gentle Breeze Passed Over Us“ (2017) Krieg, Migration und Asyl – und wählte für ihre Erzählung das Schicksal des in Wien lebenden Irakers Ahmed Obaid Shaqaqi. In der Vier-Kanal-Videoinstallation sieht man den jungen Iraker, dessen Vater als Intellektueller und Journalist in die Flucht gedrängt wurde. Über Istanbul und einen Schlepper kam der ehemalige Musikstudent nach Wien. Nicht einmal seine Oud, eine Kurzhalslaute, ist ihm geblieben. Und dennoch versuchte er jetzt in Wien, mit Hilfe der Musik ein neues Leben aufzubauen.
27. Februar 2017
Jakob Lena Knebl, Madame Tina, 2015, Digiprint, 80 x 120 cm, Photo: Ernst Herold © Jakob Lena Knebl

Jakob Lena Knebl im mumok Kunst, Design und Mode zu Begehrensräumen amalgamiert

Im mumok wohnen? Warum nicht! Für sechs Monate richtet die Künstlerin Jakob Lena Knebl (* 1970) im mumok eine Wohnlandschaft ein. Auf zwei Ebenen gruppiert und inszeniert Knebl die Sammlung neu, wobei sie sich besonders für die Klassische Moderne und die (utopische) Kunst der 1970er Jahre interessiert. Selbst an der Akademie und der Angewandten in den Klassen von Heimo Zobernig und Raf Simons ausgebildet, verbindet Jakob Lena Knebl Kunst, Design und Mode. Gesellschaftliche Visionen und sexuelle Befreiung in Gesellschaft und Kunst auf der einen Seite, Kommunikationscodes und soziale Konnotationen in Design und Mode auf der anderen provozieren Jakob Lena Knebl drei atmosphärischen Begehrensräumen zu kreieren.
27. Februar 2017
Gabriele Rothemann, Vierundzwanzig Vogelkäfige, Rauminstallation, 2009

Gabriele Rothemann. Quire. Vierundzwanzig Vogelkäfige Ausstellung im MUSA, Wien

Gabriele Rothemann (* 1960) stellt im MUSA unter dem Titel „Quire“ erstmals eine installative Version ihrer „Vierundzwanzig Vogelkäfige“ vor. Der altenglische Begriff für Chor lässt phonetisch an „choire“ denken, welchen die vierundzwanzig Singvögel in ihren Käfigen bilden. Von „quiet“ kann keine Rede sein!
26. Februar 2017
Installationsansicht: Marcel Odenbach. Beweis zu nichts, Kunsthalle Wien 2017, Foto: Stephan Wyckoff: Beweis zu nichts, 2016, © Marcel Odenbach & BILDRECHT GmbH, 2017, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln und Anton Kern Gallery, New York

Marcel Odenbach. Beweis zu nichts Ausstellung des deutschen Medienkünstlers in der Kunsthalle Wien

Marcel Odenbach (* 1953) ist bekannt für Filme und komplexe Bild-Collagen, in denen er die deutsche Geschichte, Kolonialismus und das Medium Film reflektiert. Für die Kunsthalle Wien realisierte er den Film „Beweis zu nichts“ über das Mahnmal im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald.
25. Februar 2017
Bruno Munari, Supplemento al dizionario italiano – I Gesti, 1963 (© Bruno Munari, All rights reserved to Maurizio Corraini s.r.l.)

Mehr als nur Worte

Poetischen (Sprach)Bilder sind das Ziel von Luca Lo Pinto und Vanessa Joan Müller in der Kunsthalle Wien. Ausgehend von dem Konzept der poetischen Sprache des Linguisten und Semiotikers Roman Jakobson (1896–1982) – „Poesie ist Sprache in ihrer ästhetischen Funktion“ – gruppieren sie Kunstwerke „jenseits semantischer Eindeutigkeit“ (Müller).
25. Februar 2017
Peter Kner et al., Super-resolution video microscopy of live cells by structured illumination, Ausschnitt, 2009 © Macmillan Publishers Ltd: Nature Methods, 2009

Hannah Black. Small Room Geformte Körper und analysierte Zelle im mumok

Hannah Black stellt im mumok einmal mehr die Frage, was es bedeutet einen Körper zu haben. Die in Manchester geborene Videokünstlerin untersucht, wie Kategorien von Geschlecht, Identität, Rasse, Gewalt Körper formen. Von „einem Körper“ zu sprechen erscheint ihr absurd, unterscheiden sich die Körpererfahrungen unterschiedlicher Menschen doch grundlegend. Was aber würde passieren, wenn diese Konzepte, die sich so sehr in Körper einschreiben, eines Tages überwunden wären?
22. Februar 2017
Skulptur Projekte Münster 2017 (Logo)

Skulptur Projekte Münster 2017: Künstlerinnen und Künstler Projekte im öffentlichen Raum zwischen Bildhauerei und performativer Kunst

Die fünfte Auflage der Skulpturen Projekte Münster 2017, kuratiert von Kaspar König, Britta Peters und Marianne Wagner, hat 35 Künstlerinnen, Künstler, Duos und Gruppen eingeladen, Kunstwerke im öffentlichen Raum zu entwickeln. Im Jahr 2017 prägen für dreineinhalb Monate 35 neue Projekte zwischen Bildhauerei und performativer Kunst das Stadtbild.
16. Februar 2017
Franz West, Sitzskulptur, 2004, Aluminium lackiert, 87 x 175 x 163 cm (Foto: Archiv des Künstlers © Verein Archiv Franz West, Albertina, Wien: Sammlung Essl)

Sammlung Essl in der ALBERTINA Privatsammlung in Wien bald wieder zugänglich!

Klaus Albrecht Schröder, Karlheinz Essl und Hans Peter Haselsteiner geben heute die Übergabe der Sammlung Essl an die ALBERTINA bekannt. Für 27 Jahre wird die Albertina die Dauerleihgabe für die konservatorische Verwahrung, wissenschaftliche Aufarbeitung und öffentliche Präsentation übernehmen. Der Bund fördert die digitale Aufarbeitung der Sammlung Essl mit einer Million Euro.
13. Februar 2017
Gerhard Richter, Abstraktes Bild (947-8), 2016, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm © Gerhard Richter 2017 (221116)

Gerhard Richter. Neue Bilder Abstrakte Malerei aus dem Jahr 2016 und ältere Arbeiten aus dem Museum Ludwig, Köln

Gerhard Richters aktuellste Bilder sind anlässlich seines 85. Geburtstags am 9. Februar 2017 im Museum Ludwig zu sehen. Wie für Richters abstraktes Werk charakteristisch arbeitete der Maler 26 Gemälde in unterschiedlichen Formaten höchst materialintensiv und farbig opulent aus.
10. Februar 2017
Biennale von Venedig 2017

Biennale von Venedig 2017: Künstlerinnen und Künstler ARTE VIVA ARTE

Künstlerinnen und Künstler von ARTE VIVA ARTE, der von Christine Macel kuratierten Ausstellung der 57. Biennale von Venedig: ein Konzept mit neun "Transnationalen Pavillons" viel Mystik, Schamanismus, Büchern und - hoffentlich - Lebensfreude!
28. Januar 2017
Svenja Deininger, Untitled, 2016, Öl auf Leinwand. Courtesy Galerie Martin Janda, Wien

Svenja Deininger | Gabriel Sierra | Angelika Loderer in der Wiener Secession

Svenja Deininger: Echo of a Mirror Fragment: neue Malerei und Künstlerbuch; Gabriel Sierra: The First Impressions of the Year 2018 (During the early days of the year 2017): Installation; Angelika Loderer: Skulpturen
10. Januar 2017
Elger Esser, Pointe du Percho, Frankreich, 2006, C-Print, DiaSec Face

Elger Esser – Aetas Ausstellung zu Proust, Frankreich und Nicht-Zeit in Linz

Elger Esser (* 1967) stellt für das Landesmuseum Linz seine erste museale Präsentation zusammen. Der Titel „Aetas“ (lat. Zeitalter) beschreibt die Faszination des Fotokünstlers für die Zeit, die in seinen Aufnahmen mehrfach stehengeblieben zu sein scheint. Zum einen konstruiert er in seiner jüngsten, für Esser charakteristischer Weise in über zehn Jahren entstandenen, jüngsten Serie „Combray“ eine Stadt, die nur zwischen zwei Buchdeckeln existiert.
9. Januar 2017
Markus Schinwald, Emma, 2009, Holz, Gips, Öl auf Leinwand (Ankauf Bank Austria Kunstsammlung 2009)

White Cube – Black Box collected #6 im Kunstforum Wien

Die sechste Ausgabe von „collected“ vereint Neuankäufe der Bank Austria Kunstsammlung von Carola Dertnig, Stephanie Klaura, Dorit Margreiter, Florian Pumhösl, Markus Schinwald und Nadim Vardag. White Cube bzw. Black Box stehen prototypisch für das Ausstellen und Präsentieren als Produktionsfaktoren zeitgenössischer Kunst, die von den sechs ausgestellten Künstlerinnen und Künstlern konsequent hinterfragt werden. Wie funktioniert ein Ausstellungsraum des frühen 21. Jahrhunderts? Welche Bedingungen, Hierarchien, Präsentationsformen werden durch Helligkeit bzw. Dunkelheit hervorgebracht und gleichzeitig mitgeformt?
15. Dezember 2016
Hubert Scheibl, Ones, 2015/16, Öl auf Leinwand, 150 x 120 cm (© Hubert Scheibl)

Hubert Scheibl. Fly Abstrakte Flugversuche

Für seine aktuelle Ausstellung „Fly“ schuf Hubert Scheibl eine Rauminstallation in der Orangerie des Belvedere in Wien, die sich wie eine Klammer um seine abstrakten Gemälde legt. Den Titel leitet der Künstler u. a. von einer früheren Arbeit aus dem Jahr 2005 ab, die er nahezu unsichtbar über die Eingangstür hängt – einerseits eine mögliche Hommage an das barocke Belvedere mit seinen Supraporten, andererseits auch eine Art „Easter Egg“ für die Besucherinnen und Besucher, zeigt es sich doch erst auf dem Weg hinaus.
12. Dezember 2016
Albrecht Dürer, Traumgesicht, 1525, Aquarell, bezeichnet und signiert, 22,2 × 30,1 cm, in: Kunstbuch Albrecht Dürers (Wien, Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer © KHM-Museumsverband)

Edmund de Waal trifft Albrecht Dürer Ausstellung des Keramikkünstlers im KHM

Bisher war Edmund de Waal (* 1964) bekannt für strahlendweiße Installationen, in denen er seine handgefertigten, teilweise versilberten Porzellanbehälter („vessels“) auf reinweißen Regalen arrangierte. Als Autor wird de Waal seit 2010 für sein Erinnerungsbuch „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ weltweit gefeiert. Sein subtiler Umgang mit Sprache und dem Unsagbaren, seine Liebe zur Poesie wurde in Wien bereits in seiner Installation „Lichtzwang“ im Theseustempel (2014) vorgestellt. Als der Brite im Rahmen der Vorbereitungen von Jasper Sharp und dem Kunsthistorischen Museum eingeladen wurde, eine Ausstellung zu kuratieren, entschied er sich sein Interesse an den Dingen auf ihr Potenzial, Angst zu bannen, Unheimliches zu zeigen, den Kontrollverlust zu sublimieren und Einsamkeit zu füllen, auszuweiten.
16. November 2016
Francis Alÿs, Le temps du sommeil, 2.3.2013 © Francis Alÿs, Foto: Alexandra Matzner.

Francis Alÿs / Avery Singer Zeitgenössische Malerei in der Secession

Aktuelle Malerei steht im Zentrum des fünften Ausstellungszyklus der Wiener Secession 2016: Francis Alÿs und AS präsentieren zwei höchst unterschiedliche Zugänge zum gemalten Bild, die sich dennoch in der Frage der bildimmanenten Organisation, im lllusionismus, im Widerstreit von Fläche und Raum kongenial begegnen.
11. November 2016
Edmund de Waal, 2014 © Edmund de Waal, Foto: Alexandra Matzner.

Edmund de Waal. Lichtzwang Weiße Porzellangefäße in weißem Raum

Was bedeutete es wohl für Edmund de Waal für eine Ausstellung nach Wien eingeladen zu werden? Beim Pressegespräch fand er dafür keine Worte, sie waren für ihn, der seine Familiengeschichte in Romanform aufgearbeitet hatte, nicht fassbar. Stattdessen schuf er im Theseustempel einen weißen Raum, meditative Grundstimmung und ein musikalisches Werk aus unzähligen, kleinen, aber individuell geformten Porzellanbechern in zwei Vitrinen. Das Regal erinnern nicht von ungefähr an eine aufgeschlagene Doppelseite einer Publikation.
25. Oktober 2016
Hans-Peter Feldmann, 9/11, 2001, Detail 4, Ausstellungsansicht MUSA 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Fotografie und Politik seit 9/11

Was haben Hans-Peter Feldmanns „9/11“ (2001) und Panos Tsagaris „Golden Newspaper“ (seit 2011), Anna Jermolaewas „120 m“ (2015/16) und Florian Rainers „Fluchtwege“ (2015) gemeinsam? Sie nutzen Fotografie als Dokumentations- und Kommunikationsmittel, dekonstruieren die Verwendung von Fotografie in Massenmedien und stellt Lebensbedingungen vieler seit 9/11 vor. Kuratorin Gunda Achleitner stellte gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom EMOP eine Gruppenausstellung zusammen, deren dramatischer Beginn mit dem Fall der Türme, der Wirtschaftskrise in Griechenland bis zur Flüchtlingsbewegung von 2015 reicht.
23. September 2016
Angelika Krinzinger, 2016 © Courtesy Galerie Krinzinger, Foto: Alexandra Matzner.

viennacontemporary 2016 Wiens Messe für Zeitgenössische Kunst

Auf der hochspannenden viennacontemporary 2016 zeigen noch bis zum 25. September 112 Galerien aus 28 Ländern aktuelle Kunst. Zweifellos ein MUSS für alle Kunst-Affictionados! Die diesjährigen Programmschwerpunkte: „Solo Expanded“, die von Severin Dünser interessant zusammengestellte ZONE1, „Nordic Highlights“ mit teils urromantischen Natur- und Landschaftsbildern, „Focus: Ex-Yugoslavia and Albania“ und „Cinema“ für Film- und Videokunst. Meinungsaustausch wird ganz groß geschrieben in den Diskussionsveranstaltungen von „Keys to Contemporary Art“ und vom „Collectors Forum“.
8. September 2016
Thea Djordjoadze, Ausstellungskatalog Secession 2016

Thea Djordjadze – Yto Barrada in der Wiener Secession

Thea Djordjadze "To be in an upright position on the feet (studio visit)" und Yto Barrada "The Sample Book" in der Wiener Secession - ein Atelier und marokkanische Expeditionen...
26. August 2016
Constantin Luser: Musik zähmt die Bestie (Cover, Vfmk)

Constantin Luser: Musik zähmt die Bestie Mit Zeichnung, Körper und Musik im Kunsthaus Graz

„MEHR MU TZ UMZ EI CH NEN“ Verstanden? Seit Jahren schon steht im Regal gegenüber von meinem Schreibtisch ein Katalog der Wiener Secession: James Turrells „Perceptual Cells“, die der amerikanische Lichtkünstler 1992 in Wien präsentierte.
24. August 2016
Yayoi Kusama, Dot Obsession, 2015, Installation, Spiegelglas, Ballons, Malerei, Punkte, ca. 103,3 x 123 cm.

Yayoi Kusama: Performance und Malerei Ausstellung "In Infinity" 2016/2017

Punkte, Kürbisse und Louis Vuitton Handtaschen - dafür ist die Japanerin Yayoi Kusama weltberühmt. Was verbirgt sich hinter diesen Werken? Die 1929 geborene Künstlerin ist ein Super-Star, eine Königin der Polka Dots, deren gepunktete Rauminstallationen genauso Verwirrung stiften wie sie erstaunen.
3. August 2016
Sterling Ruby, Pelvic Mirror / Peace Head Version, 2007 Bronze mit Silbernitratpatina, 118,1 × 79,1 × 76,2 cm, dahinter: FLAG (PINK SPACE), 2016, 426,7 × 538,5 cm & DEEP FLAG (5936), 2016, 391,2 × 792,5 cm, beide: gebleichter Jeansstoff, gebleichtes Fleece und Gummizug, Installationsansicht im Winterpalais/Wien, Foto: Alexandra Matzner.

Sterling Ruby Der Superstar aus den USA im Winterpalais des Belvedere

Ehrlichgestanden hat mich der Pressetext des Belvedere, den „umstrittensten und unberechenbarsten Künstler seiner Genration“ zu zeigen, eher ermüdet als inspiriert, die Ausstellung von Sterling Ruby zu besuchen. Zu sehr Klischee, zu sehr Markt, zu sehr Superlativ! Doch dann entpuppte sich der 1972 auf einem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt im deutschen Bitburg geborene „Liebling der Modewelt“ als zurückhaltender, reflektierter Kreativer, der ohne Starallüren auf kriegerische Konflikte, US-Traditionen und auf Materialästhetik hinweist.
13. Juli 2016
Ai Weiwei, Circle of Animals/Zodiac Heads, 2010: Affe vor dem Oberen Belvedere, Private Sammlung, Foto: © Alexandra Matzner.

Ai Weiwei im 21er Haus Ein Tempel im Schwanzer-Bau

Konzeptkünstler, Dokumentarist, Aktivist und Künstler Ai Weiwei stellt für das Belvedere eine vielschichtige Schau zusammen, die auf aktuelle politische Probleme genauso reagiert wie auf Architektur und Umfeld der barocken Anlage und des modernen Ausstellungsbaus von Karl Schwanzer.
30. Juni 2016
Vincet Fecteau im Sommer 2016 in Wien, Installationsansicht in der Secession: © Alexandra Matzner.

Fecteau – de Boer – Adami in der Wiener Secession 2016

Drei höchst unterschiedliche Künstler bespielen im Sommer 2016 die Wiener Secession: Vincent Fecteau - Manon de Boer - Valerio Adami.
23. Juni 2016
Jim Dine. I never look away in der Albertina 2016, Installationsfoto mit „Selbstporträt in Vermont (Frühling), 1979, Kohle und Pastell auf Papier, 127,6 x 96,5 cm, Albertina, Wien, Foto: Alexandra Matzner.

Jim Dine: Selbstbildnisse Hinsehen, obwohl es weh tut

Jim Dine (* 1935), berühmt für seine Herzen und fälschlicherweise der Pop-Art zugerechnet, stellt 60 Selbstbildnisse in der Albertina aus. Der 80-jährige Amerikaner schenkte der Institution 232 Werke auf Papier, um sie gut untergebracht zu wissen. Eine beeindruckende Auswahl präsentiert in den Tietze-Galleries die lebensbegleitende Selbstbefragung des Künstlers: schonungslos, mit frontalem Blick (in den Spiegel), gekonnter Wischtechnik, gestischem Farbauftrag oder als fotografische Selbstinszenierungen, immer aber mit einer Konzentration auf den Kopf.
21. Juni 2016
Ausstellung „Sculpture on the Move 1946-2016“, Kunstmuseum Basel | Neubau, Erdgeschoss, Felix Gonzalez-Torres, "Untitled" (USA Today), 1990, The Museum of Modern Art, New York, Geschenk der Dannheisser Foundation, Jeff Koons, Rabbit, 1986, Museum of Contemporary Art Chicago, Teilschenkung von Stefan T. Edlis und H. Gael Neeson, 2000.21; Charles Ray, Male Mannequin, 1990, The Broad Art Foundation, Robert Gober, Playpen, 1986, Daros Collection, Schweiz, Katharina Fritsch, Warengestell mit Gehirnen, 1989/1997, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel 1997, Kunstmuseum Basel, Foto: Gina Folly

Skulptur seit 1946 Revolutionen im bildhauerischen Denken

Die Skulptur, so wird oft behauptet, hat wie kaum ein anderes Medium während des 20. Jahrhunderts grundlegende Veränderungen durchgemacht. Das Kunstmuseum Basel widmet sich anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaues von Christ & Gantenbein der Bildhauerei vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.
15. Juni 2016
Luisa Kasalicky, Installation in der Kunsthalle Krems, Ausstellungsansicht: Alexandra Matzner.

Kunst zwischen Fläche und Raum

Raumillusionierend, raumgreifend, raumerzeugend - all das kann (flächige) Malerei sein. Vor allem in der abstrakt geometrischen Ausprägung scheinen die ehemaligen Grenzen zu Skulptur und Installation schon seit ihrer Erfindung aufgebrochen. Die Verbindungen zu anderen Kunstgattungen sind eng, die in Krems ausstellenden Künstler_innen zeigen in den ihnen zugewiesenen Räumen mitunter hybride Malerei-Objekte.
7. Juni 2016
Anselm Kiefer, Für Jean Genet, 1969, Seiten 4–5, Fotograf: Charles Duprat, Paris © Anselm Kiefer.

Anselm Kiefer. Künstlerbücher

Wenn Anselm Kiefer gesteht, „ich denke in Bildern“, dann müsste er noch ergänzen, dass Texte wichtige Quellen seiner Kunst sind. Der vorliegende Katalog gibt einen Überblick über Kiefers Malerbücher und Buchobjekte seit den späten 1960er Jahren. Die Texte von Heiner Bastian, Aeneas Bastian und Hans Werner Schmidt zeugen von hoher Einfühlungskraft. Das erstmals auf Deutsch abgedruckte Gespräch zwischen Anselm Kiefer und Christoph Ransmayr erlaubt einen Einblick in beider Gedanken zu Buch und Wissen.
29. Mai 2016
Erwin Bohatsch, Ohne Titel, 2014, Acryl und Öl auf Leinwand, 200 x 250 cm (Albertina, Wien)

Erwin Bohatsch Österreichischer Maler der Abstraktion

Kleinformatige Zeichnungen, Monotypien und Aquarelle, meist Hochformate und zirka 63 x 44 Zentimeter groß, stehen im Zentrum der retrospektiv angelegten Überblicksschau von Erwin Bohatsch (* 1951). Hierbei handelt es sich um eine zweimalige Premiere, sowohl was die Erstpräsentation der Arbeiten auf Papier anlangt wie auch den retrospektiven Charakter der Ausstellung.
3. Mai 2016
Fiona Tan, Nellie (schreibend), 2013, Videoinstallation, Farbe, Stereosound, 3 min 9 sec, geloopt, Safety master, video projector, media player, amplifer, stereo speakers Dimensions variable Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London © Foto: Fiona Tan.

Fiona Tan. Geografie der Zeit Erinnerung auf Film gebannt

Fiona Tan vertrat 2009 die Niederlande auf der 53. Biennale von Venedig. Das Nationalmuseum in Oslo organisierte nun gemeinsam mit dem MUDAM in Luxemburg, dem MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und dem Tel Aviv Museum of Art eine international angelegte Ausstellungstournee und einen viersprachigen Ausstellungskatalog.
19. April 2016
Ron Mueck, Man in a Boat, Detail von vorne (2000-2002), Ausstellungsansicht Theseustempel, Wien 2016, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Ron Mueck „Man in a Boat“ im Theseustempel Ein Mann im Boot als Metapher für Leben und Tod

Ron Mueck ist weltberühmt für hyperrealistische Skulpturen, in denen er Ängste, ja "Archetypen" (Anthony d'Offay) ausdrückt. Leicht unterlebensgroß sitzt ab nun ein nackter Mann in riesigem Boot im Theseustempel. Was mag er wohl sehen?
5. April 2016
Christian Jankowski, Kurator Manifesta 11 anlässlich der Pressekonferenz am 29.9.2015 im Seebad Enge, Zürich Foto (c) Baumgartner

Künstlerliste der Manifesta 11 What People Do for Money: Some Joint Ventures

Die Künstler_innen-Liste der Manifesta 11 in Zürich ist veröffentlicht! Christian Jankowski lud 30 Künstler_innen ein, ihre Neuproduktionen gemeinsam mit Schweizer_innen unterschiedlichster Berufe zu entwickeln. In der historischen Ausstellung widmet er sich gemeinsam mit Francesca Gavin der Darstellung der Arbeitswelt und ihrer radikalen Veränderung in den letzten Jahren bzw. verspricht einen Einblick in die Kunstindustrie. Für Spannung ist gesorgt!
29. März 2016
Berlinde De Bruyckere, Hommage to Zurbarán, 2016, Courtesy die Künstlerin und/the artist and Hauser & Wirth, Foto/Photo: Mirjam Devriendt.

Berlinde De Bruyckere über Missverständnisse, Körperarbeit und Material im Gespräch mit Alexandra Matzner anlässlich ihrer Ausstellung im Leopold Museum

Alexandra Matzner: Ihre Ausstellung im Leopold Museum wird als Überblicksschau konzipiert und zeigt Werke der letzten zwanzig Jahre. Sie haben in älteren Interwies immer darauf verwiesen, dass Sie auf die Orte, wo ihre Arbeiten gezeigt werden, reagieren möchten. Geht diese Retrospektive im White-Cube des Museums mit Ihrer Idee zusammen?Berlinde De Bruyckere: Es ist hier sogar noch komplexer, da ich die Einladung sehr spät erhalten habe. Wenn ich eingeladen werde, suche ich normalerweise die Räume auf und entwickle eigens dafür neue Arbeiten. Das Leopold Museum hat schöne, hohe Säle, die aber auch nicht die Struktur meiner Arbeiten stören. Ich möchte sie so belassen, wie sie sind. ...
22. März 2016
Anselm Kiefer © Anselm Kiefer / Foto: Renate Graf.

Anselm Kiefer: Biografie Lebenslauf und wichtigste Werke

Biografie (Lebenslauf), Werke (Bilder) und die wichtigsten Ausstellungen des 1945 in Deutschland geborenen Anselm Kiefer.
22. März 2016
Anselm Kiefer, Margarethe, 1981, Öl, Acryl, Emulsion und Stroh auf Leinwand, 280 x 400 cm (The Doris and Donald Fisher Collection at the San Francisco Museum of Modern Art) © Anselm Kiefer / Foto: Ian Reeves.

Anselm Kiefer Retrospektive im Centre Pompidou Von der NS-Vergangenheit zur Mystik

Anselm Kiefer (* März 1945) gehört zu den bekanntesten Künstlern der zeitgenössischen Kunstszene. Er beeindruck mit riesen Formaten, gigantischen Projekten wie das Gesamtkunstwerk in Barjac, der Künstler als Demiurge, als Schöpfer nicht nur seiner Welt.
21. März 2016
Anselm Kiefer, Der unbekannte Maler, 1982–2013, Holzschnitt, Öl, Emulsion, Acryl und Schellack auf Papier, Collage auf Leinwand, 374 x 380 cm; Maginot, 1982–2013, Holzschnitt, Öl, Acryl und Schellack auf Papier, Collage auf Leinwand, 374 x 280 cm; Atlantik-Wall, 1982–2013, Holzschnitt, Öl, Emulsion, Acryl und Schellack auf Papier, Collage auf Leinwand, 374 x 330 cm (alle drei Privatsammlung), Installationsansicht „Anselm Kiefer. Die Holzschnitte“ in der Albertina 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Anselm Kiefer. Die Holzschnitte Monumentale Druckgrafiken in der Albertina

Erste Ausstellung mit Anselm Kiefers Holzschnitten, mehr übermalte Holzschnitt-Collagen in Riesenformaten. Die vielfach überarbeiteten Drucke zeigen alle wichtigen Themen aus Kiefers Werk: den Rhein, deutsche Geistesgrößen, nordische Mythologie, Sonnenblumen, die Verbindung des Einzelnen mit dem Universum. Zwei Holzschnitt-Bücher führen die Landschaften in gefaltete Panoramen über.
20. März 2016
Anselm Kiefer und Anton Zeilinger in der Albertina, 18. März 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Anselm Kiefer und Anton Zeilinger in der Albertina Künstler und Quantenphysiker auf Analogiesuche

Anlässlich seiner Ausstellungseröffnung "Anselm Kiefer. Die Holzschnitte" bat Anselm Kiefer den Quantenphysiker Anton Zeilinger zu einem Gespräch über „Realität und Illusion“ in den Musensaal der Albertina. Nach einer Stunde stellte sich der Dialog mehr als Nachhilfeunterricht in Quantenphysik dar, denn als lebendige Unterhaltung über die Eingangsfrage. Immerhin wusste Anton Zeilinger einige bahnbrechende Erkenntnisse der Physik anschaulich darzustellen. Im Kern des Gesprächs legte Anselm Kiefer aber dann doch einige seiner Glaubensgrundsätze offen.
20. März 2016
Anselm Kiefer, Himmelspaläste, Cover (Schirmer/Mosel).

Anselm Kiefer: Himmelspaläste Der Skulpturenzyklus in Höpfingen

Der genauso bedeutende wie umstrittene Künstler suchte aus Fundstücken und Fragmenten das darzustellen, was eigentlich unvorstellbar und daher auch undarstellbar ist: Die Kabbala berichtet in Gleichnissen und Metaphern von den Geheimnissen des Himmels und der Erlösung des Menschen, Mythen übersetzen menschliche Erfahrungen exemplarisch in Geschichten.
15. März 2016
Max Hollein, Foto: Städel Museum

Max Hollein zu „Museen und ihr Publikum“ im KHM

Max Hollein führt die Schirn, das Städel und das Liebighaus nicht als Einheit. Er hat drei verschiedene Mitarbeiterstäbe, zwei Sekretariate und ein Fahrrad, um schnell zwischen den Häusern wechseln zu können. Jede Institution entwickelte eine andere Identität, zieht anderes Publikum an.
28. Februar 2016
Renate Bertlmann, Cover

Renate Bertlmann: AMO ERGO SUM Ein subversives Politprogramm

Renate Bertlmann (* 1943) ist eine der bedeutenden Wiener Feministinnen, die in ihrer Arbeit die Themen Liebe, Erotik und Sexualität verhandelt. Die Avantgardistin, die sich der Methoden der Performance, Fotografie, Video aber auch Zeichnung und Installation bedient, zeigt den Geschlechterkampf und demaskiert die Gesellschaft. Bertlmann spielt männliche und weibliche Rollen, um unterschiedliche Identitäten zu erkunden. Sie erforscht und reinszeniert beispielsweise mit dildohaften Schmetterlingen Vorstellungen einer männlichen, fetischversessenen Sexualität, die sie ins Absurde dreht.
24. Januar 2016
Christine Macel © Biennale von Venedig.

Christine Macel künstlerische Leiterin der Biennale von Venedig 2017

Die 57. Biennale von Venedig wird vom 13. Mai bis zum 26. November 2017 stattfinden. Zur künstlerischen Leiterin wurde jüngst die Französin Christine Macel (* 1969) gewählt. Die seit 2000 als Chefkuratorin am Musée national d’art moderne – Centre Pompidou tätige Pariserin hat in den vergangenen Jahren den belgischen (2007) und den französischen (2013) Pavillon auf der Biennale ausgerichtet.
1. Januar 2016
Ai Weiwei with one of his photographs from Dropping a Han Dynasty Urn, Royal Academy of Arts, 2015. Photo courtesy of Royal Academy of Arts, London. Photography © Dave Parry.

Ai Weiwei in der Royal Academy Einführung in das Werk des chinesischen Konzeptkünstlers

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei (* 1957) wird in der Royal Academy of Arts mit einer umfassenden Werkschau geehrt, die Adrian Locke und Tim Marlow gemeinsam mit dem Künstler kuratierten. Der seit 26. Mai 2011 als Ehrenmitglied aufgenommene Politrebell überzeugt in London durch präzise konzipierte Installationen. Seine Würdigung der chinesischen Kunsttradition, die in perfekt umgesetzten Möbel-Objekten und Skulpturen bzw. seinem kreativen Umgang mit historischen Materialien ihren Ausdruck findet, seine kritische Haltung der chinesischen Führung gegenüber, seine Unbeugsamkeit trotz schwierigster Bedingungen, sein Kampf für freie Meinungsäußerung ließen ihn mit Recht zu einem der bekanntesten Künstler der Welt werden.
2. Dezember 2015